Grenadier-Regiment 723

 

Das Grenadier-Regiment 723 entstand am 15. Oktober 1942 durch die Umbenennung des Infanterie-Regiments 723 der 719. Infanterie-Division. Das Regiment wurde zum Küstenschutz und als Besatzungseinheit in Holland im Raum Breda / Dordrecht eingesetzt. Nach der Invasion der Alliierten in der Normandie und deren Vorrücken auf Belgien bezog die 719. Infanterie-Division einen Verteidigungsabschnitt im Bereich der 1. Fallschirm-Armee bei Antwerpen. Anschließend verteidigte die Division einen Abschnitt bei der 15. Armee am Maas-Schelde-Kanal bei Fort Merksem im Raum Antwerpen. Im Verlauf des anschließenden Rückzuges kämpfte die Division bei Woensdrecht und Breda. Im September kämpfte das Regiment gegen englische Fallschirmtruppen im Raum Tillburg - Eindhoven. Im Dezember 1944 wurde das Regiment in den Raum Saarlautern verlegt. Nach Abwehrkämpfen an der Saarfront wurde das Regiment im März 1945 in der Saarpfalz vernichtet.

Neu aufgestellt am 14. April 1945 am Oberrhein aus der Resten des alten Regiments. Das Regiment geriet bei Kriegsende bei Münsingen in alliierte Gefangenschaft.

 

Literatur und Quellen:

Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 12. Die Landstreitkräfte 631 – 800. Biblio-Verlag, Bissendorf 1975

Deutsches Rotes Kreuz - Suchdienst: Divisionsschicksale, Band II