Infanterie-Regiment 571
Das Infanterie-Regiment 571 wurde am 15. November 1940 als Regiment der 13. Welle im Raum Malchin aus Teilen der Infanterie-Regimenter 509, 507 und 247 aufgestellt und der 302. Infanterie-Division unterstellt. Der Regimentsstab des neu aufzustellenden Regiments lag in Malchin. Das Regiment wurde durch Rekruten auf volle Stärke gebracht und mit Waffen und Gerät ausgerüstet. Im April 1941 wurde das Regiment an die Kanalküste bei Dieppe verlegt. Linker Stellungsabschnitt war St. Valery en Caux, rechte Grenze Puys. 1942 wurde Dieppe zur Festung erklärt. Eingesetzt waren jetzt ein Bataillon auf der Osthöhe und ein Bataillon auf der Westhöhe von Dieppe. Am 19. August 1942 landeten kanadische Truppen im Raum Dieppe (Operation Jubilee). Die Hauptlandung erfolgte bei der 6. und 7. Kompanie des Regiments am Strand von Pourville und im Hafen von Dieppe. Die Kämpfe dauerten bis gegen 14 Uhr und kosteten die 7. Kompanie 16 Gefallene und zwischen 50 und 60 Verwundete. Die 8. Kompanie hatte rund 50% Ausfälle. Am 15. Oktober 1942 wurde das Regiment in Grenadier-Regiment 571 umbenannt.
Literatur und Quellen:
Emil Kilgast: Rückblick auf die Geschichte der 302. Infanterie-Division, Hamburg, 1976, Eigenverlag
Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945, Elfter Band: Die Landstreitkräfte 501 - 630, Biblio-Verlag 1975