2. Landungsflottille

 

Die 2. Landungsflottille wurde von August - Oktober 1941 in Palermo aufgestellt. Von November 1941 - Januar 1942 wurden 15 auf der Riuniti-Werft in Palermo gefertigte MFP übernommen. Davon liefen die ersten vier noch im November, die nächsten vier am 23. Dezember 1941 nach Tripolis aus. Die Boote wurden hier vor allem zu Nachschub- und Geleitaufgaben eingesetzt. Am 20. Juli 1942 wurde F 156 auf dem Küstenweg von Sollum nach Marsa Matruk durch Tiefflieger in Brand geschossen und sank. Im August und September 1942 konnten 20 weitere MFP in Dienst gestellt werden. Vom 2. September bis 6. Oktober 1942 liefen 5 MFPs von Derna über Kreta, den Kanal von Korinth und Korfu nach Palermo. Unterwegs mußte am 3. September F 355 nach Wassereinbruch aufgegeben und selbst versenkt werden, ehe am 5. September 1942 vor der Sudabucht in schwerer See auch noch F 157 verloren ging. Am 14. September 1942 sank zudem F 159 20 sm nordostwärts von Derna in einem Sturm. Ab 15. November 1942 führte die Flottille Transporteinsätze zwischen Italien und dem deutschen Brückenkopf in Tunesien, aber auch noch Rücklandungen der tripolitanischen Küste durch. Bis 7. Mai 1943 fuhr die Flottille anschließend Transporteinsätze nach Tunesien. Am 5. Mai 1943 wurde F 353 bei einem Luftangriff auf La Goulette versenkt. Am 11. Mai folgte F 344,, das im Hafen von Pantelleria versenkt wurde. Nach der Landung der Alliierten auf Sizilien wurden Teile der Flottille zur Räumung der Insel eingesetzt. Dabei wurde die Flottille der 2. Landungs-Division unterstellt. Am 20. Juli wurden F 147 und F 466 im Hafen von Jonia durch Bombentreffer versenkt. Am 23. Juli wurden F 146, F 149, F 432, F 460 und F 546 gegen 10.00 Uhr bei Cap Stefano (50 sm ostwärts Palermo) bei Luftangriffen beschädigt. Nur F 149 konnte nach Osten ablaufen, die anderen Boote mußten aufgegeben bzw. gesprengt werden. Am 7. August 1943 wurden F 434 und F 618 nördlich von Oiffo beim Marsch aus der Messinastraße nach Norden durch Flugzeuge versenkt. Am 12. August wurde dann noch F 435 versenkt, ehe die Räumung Siziliens am 17. August 1943 abgeschlossen wurde. Anschließend verlegte die Flottille zur Arnomündung. Am 7. September 1943 trat "Fall Achse", der Abfall Italiens ein. Es kam zu Schußwechseln mit italienischen Einheiten, aber auch zur Erbeutung und Einverleibung italienischer Einheiten in die Flottille. Am 16. September 1943 verlegte die Flottille nach Sardinien, um sich noch an den Räumungstransporten über die Straße von Bonifacio zu beteiligen, die am 20. September planmäßig zu Ende gingen. Am 17. September hatte die Flottille noch einen Bestand von 33 MFP und 2 MAL, der bis zum 1. Oktober auf 24 MFP und 2 MAL gesunken war. Bis Oktober 1943 wurde die Flottille bei der Räumung Korsikas und den Ablandungen aus Bastia nach Elba, Piombino und Livorno eingesetzt. Am 22. Oktober 1943 wurde F 541 vor dem Hafen von Imperia durch ein U-Boot versenkt. Im Januar 1944 wurde die Flottille zu Versorgungs- und Sicherungsaufgaben der 7. Sicherungs-Division unterstellt. Im Februar 1944 wurde die Flottille aufgelöst, die Boote wurden an die 10. und 4. Landungs-Flottille abgegeben.

Flottillenchefs:

Oktober 1941 Kapitänleutnant z.V. Fritz Scheck

Dezember 1941 Fregattenkapitän Dr. Franz Flesche

April 1943 Fregattenkapitän Gustav v. Liebenstein

Mai 1943 Korvettenkapitän d.R. Karl Wehrmann