4. Landungs-Flottille

 

Die 4. Landungs-Flottille wurde im Mai 1943 in Toulon aufgestellt und der 2. Landungs-Division unterstellt. Von Rapollo und Sta. Margherita aus wurden die MFPs zu Transportaufgaben eingesetzt. Am 1. Juli 1943 meldete die Flottille einen Bestand von 31 MFPs und 12 Pmot. Im Juli und August 1943 nahm die Flottille an der Versorgung und Evakuierung Siziliens teil, wobei die Boote F 466, F 432, F 460, F 430, F 429, F 462, F 607 und F 437 verloren gingen. Im September 1943 wurden mehrere italienische MFPs aufgebracht bzw. auf Werften sicher gestellt. Am 16. September verlegte die Flottille nach Sardinien, das bis zum 20. September über die Straße von Bonifacio nach Korsika geräumt wurde. Dabei sank F 420 am 23. September. Die Räumung Korsikas wurde am 4. Oktober 1943 planmäßig abgeschlossen. Im Januar 1944 wurde die Flottille der 6. Sicherungs-Division zu Transport- und Sicherungs-Aufgaben vor der Küste des Ligurischen Meeres unterstellt. Im Februar 1944 wurden ihr hierzu die Reste der 2. Landungs-Flottille eingegliedert. Am 21. Februar 1944 kam es zu einem tragischen Zwischenfall in der Straße von Piombino, als um 2.00 Uhr drei MFPs der Flottille das Feuer auf TA-Boote der 10. Torpedoboots-Flottille eröffneten. Dabei gab es auf den TA-Booten 8 Tote, 10 Schwer- und 21 Leichtverwundete. Im Mai 1944 war nur noch ein eingeschränkter Nachschubverkehr über Küstenwege möglich, da sich die alliierte Luft- und Seeüberlegenheit drastisch verstärkt hatte. Die Verluste der Flottille stiegen immer weiter an. Am 21. Juni 1944 mußte der Stützpunkt Livorno aufgegeben werden. Am 19. Juli 1944 wurde der Flottillenstab nach Genua verlegt. Einige Boote wurden auf die Rhone verlegt und dort zu Übersetz-Aufgaben eingesetzt. Das Gros der Flottille wurde von Genua aus zu Transporten und Küstenbeschießungen eingesetzt. Mitte April 1945 wurden die Besatzungen der Flottille zu Alarmkompanien zusammen gefaßt und anschließen infanteristisch eingesetzt.