Küstenwehrabteilung V
V. Marine-Artillerie-Abteilung

 

Die Küstenwehr-Abteilung V wurde im Jahr 1920 in Pillau aufgestellt und dem Befehlshaber der Landstreitkräfte der Ostsee unter der Marinestation der Ostsee unterstellt. Sie gliederte sich in Stab und 4 Kompanien (1. (Artillerie) und 2. (Sperr), 3. (Infanterie) und 4. (MG.)). 1923/24 änderte sich die Gliederung. Die 1. Kompanie war eine Artillerie-Kompanien, die 2. Kompanie war eine Sperr-Kompanie und die 4. Kompanie war eine MG-Kompanie. Die Abteilung wurde am 1. Oktober 1926 zur V. Marineartillerieabteilung umbenannt und weiter in Pillau stationiert. Die Abteilung gliederte sich in Stab und 2 Kompanien (1. (Artillerie-) und 2. (Flak-)). Die Abteilung unterstand der Marinestation der Ostsee. 1936 gliederte sich die Abteilung in Stab, 1. (schwere Artillerie-Kompanie), 2. (Flak-Kompanie) und 3. (Flak-Kompanie). Neben der Ausbildung der Marineartilleristen wurden Flottenrekruten infanteristisch ausgebildet. Bei der Mobilmachung im Spätsommer 1939 wurde die Abteilung aufgelöst. Sie bildete die 5. Ersatz-Marine-Artillerie-Abteilung, die Marine-Artillerie-Abteilung 115 und die Marine-Flak-Abteilungen 215 und 225.

Kommandeure:

Korvettenkapitän Rolf Carls 1. Juli 1920 - 7. Oktober 1923

Korvettenkapitän Hans Köhler (1924)

Kapitän zur See Friedrich Hermann Mai 1925 - Oktober 1925 m.d.W.d.G.b.

Korvettenkapitän Hans Apel (1925, 26, 27)

Fregattenkapitän Herbet Straehler 6. Dezember 1928 - 28. September 1931

Korvettenkapitän Theodor Burchardi 26. September 1931 - 30. September 1934

Fregattenkapitän Wilhelm Matthies (1936, 37)

 

Quellen:

W. Lohmann, H.H. Hildebrand: Die deutsche Kriegsmarine, Podzun-Verlag, Bad Nauheim
Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 2. Die Landstreitkräfte 1–5. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1973