Geleitflottillen

 

Nach der Unterzeichnung des Londoner Flottenabkommens von 1930 wurden in der Reichsmarine Überlegungen angestellt, wie man den eigenen Schlachtschiffen ein geeignetes Geleitfahrzeug zur Seite stellen könnte, ohne dabei den Beschränkungen des Flottenabkommens zu unterliegen. Die Boote sollten in der Lage sein, die Schlachtschiffe vor Angriffen aus der Luft und unter Wasser zu schützen und minenverseuchte Seegebiete für die Schlachtschiffe zu räumen. Daraufhin wurde in den Jahren 1932 - 1934 der neue Schiffstyp des "Flottenbegleiters" entwickelt. Offiziell hatten die Schiffe ein Standarddeplacement von 600 t, in Wahrheit übertrafen sie dieses Maß aber um rund 100 t. Insgesamt wurden 10 Einheiten (F 1 - F 10) gebaut und zu jeweils fünf Booten in der 1. und 2. Geleit-Flottille zusammen gefasst. Sehr schnell zeigte sich jedoch, dass die Boote nicht in der Lage waren, mit den schweren Flotteneinheiten mitzuhalten. Auch erwies sich der gesamte Entwurf als wenig gelungen. Daraufhin wurden die Boote in einer Geleitflottille zusammen gefasst und nach und nach für neue Aufgaben umgebaut. Die Geleitflottille wurde dann auch am 1. April 1940 wieder aufgelöst.

Im Laufe des Krieges wurde es immer wichtiger, eigene Küstengeleite zu sichern. Daraufhin wurde aus Booten, welche sich für die Geleitaufgabe eigneten, neue Geleitflottillen gebildet. Dabei kamen sowohl erbeutete Torpedoboote als auch umgebaute zivile Boote zum Einsatz.

 

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