Standort Hultschin

 

Die Stadt Hultschin heißt heute Hlučín und liegt im Osten Tschechiens an der Oppa. Durch den Vertrag von Versailles kam die Stadt 1920 zur Tschechoslowakei, obwohl sich im Jahr zuvor bei einer Volksbefragung auch die mährischsprachige Bevölkerung eindeutig für einen Verbleib bei Deutschland ausgesprochen hatte. Für das Abtretungsgebiet entstand die Bezeichnung Hultschiner Ländchen und Hultschin wurde Kreisstadt. Das Gebiet wurde am 14. April 1939 infolge des Münchner Abkommens wieder in den Landkreis Ratibor eingegliedert, nachdem es seit dem 21. November 1938 zunächst den Sudetendeutschen Gebieten angehört hatte. Im Januar 1939 wurden die 10. und 11. Batterie des Artillerie-Regiments 8 in der Stadt stationiert. Am 4. Dezember 1942 war die schwere Artillerie-Ersatz-Abteilung 44 in Hultschin stationiert, bis sie 1943 nach Ohlau verlegte. 1943/44 lag das Landesschützen-Bataillon XIII/VIII in der Stadt. Im Zuge des Herannahens der Ostfront wurde 1945 im Ort noch eine Ortskommandantur errichtet. 1945 kam Hlučín zurück zur Tschechoslowakei und wurde erneut Kreisstadt. Im Jahre 1960 erfolgte die Auflösung des Okres Hlučín.

 

Fronttruppenteile

10.(Ergänzungs-) u. 11.(Ergänzungs-)/Artillerie-Regiment 8

Landesschützen-Bataillon XIII/VIII

 

Ersatztruppenteile

schwere Artillerie-Ersatz-Abteilung 44

 

Kommandobehörden / Dienststellen

O.K. (I) 729

 

Einrichtungen