Fabiunke, Karl

 

* 5. Juni 1893, Goerchen im Kreis Rawitsch

+ 30. Dezember 1980, Wohltorf im Kreis Herzogtum Lauenburg

 

 

Karl Fabiunke trat am 20. April 1911 in die Unteroffiziersschule in Ettlingen ein. Hier wurde er am 27. Juli 1913 zum Gefreiten befördert. Am 1. April 1914 folgte die Versetzung in das Niederschlesische Fußartillerie-Regiment Nr. 5 versetzt und am 31. Mai 1914 zum Unteroffizier befördert. Am 1. September 1914 zog er mit dem Reserve-Fußartillerie-Regiment 5 ins Feld. Am 27. Februar 1915 wurde er zum Vizefeldwebel und am 25. Juni 1915 zum Feldwebel befördert sowie am 24. März 1917 zum Offiziers-Stellvertreter ernannt. Am 28. Juni 1917 wurde er dann zum Artillerie-Depot Spandau kommandiert und am 5. Dezember 1917 als Zeugfeldwebel in das Artillerie-Depot Spandau versetzt. Am 23. Dezember 1918 folgte die Versetzung in das Waffen- und Munitions-Beschaffungsamt des Kriegsministeriums. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde Feldwebel Fabiunke in die Reichswehr übernommen und am 26. Juni 1919 zum Artillerie-Regiment 5 kommandiert, um sich hier auf seine Offiziersprüfung vorzubereiten. Am 22. September 1919 folgte die Kommandierung an die Kriegsschule Potsdam. Nach seiner absolvierten Offiziersprüfung wurde Karl Fabiunke am 18. Oktober 1920 in das Artillerie-Regiment 5 und am 1. Januar 1921 in das Artillerie-Regiment 3 versetzt und dort am 1. November 1921 zum Oberfähnrich ernannt. Am 1. April 1922 folgte die Beförderung zum Leutnant und am 31. Juli 1925 zum Oberleutnant. Am 1. Oktober 1929 wurde er dann in die Fahr-Abteilung 6 versetzt und dort am 1. Februar 1930 zum Rittmeister befördert. Bereits am 1. April 1930 kehrte er in das Artillerie-Regiment 3 zurück und wurde anschließend an die Artillerie-Schule kommandiert. Am 1. Februar 1932 wurde er dann in die Fahrabteilung 1 und am 1. Oktober 1934 in die Fahr-Abteilung Ponath versetzt. Von Oktober 1935 bis Oktober 1936 war er als artilleristischer Berater in China und zu diesem Zweck beurlaubt. Am 1. November 1935 wurde er zum Major befördert. Nach seiner Rückkehr aus China wurde er in den Stab der Beobachtungs-Abteilung 1 versetzt und am 6. Oktober 1936 Kommandeur der Beobachtungs-Abteilung 2. Am 1. Oktober 1938 folgte die Beförderung zum Oberstleutnant. Ab dem 1. März 1939 kommandierte Oberstleutnant Fabiunke die I. Abteilung des Artillerie-Regiments 74 und ab dem 1. August 1939 das Artillerie-Regiment 74. Am 15. September 1941 wurde Fabiunke zum Oberst befördert. Das Regiment wurde am 23. März 1942 in Panzer-Artillerie-Regiment 74 umbenannt und umgegliedert. Am 25.April 1943 gab er das Kommando über das Regiment ab und wurde in die Führerreserve versetzt. Er absolvierte einen Divisionsführerlehrgang und wurde Mitte September 1943 zur Heeresgruppe Mitte kommandiert, um hier als Divisionsführer eingesetzt zu werden. Am 25. September 1943 wurde er mit der Führung der 129. Infanterie-Division betraut, deren Kommandeur er am 1. Dezember 1943 wurde. Am gleichen Tag wurde er zum Generalmajor befördert. Am 1. Februar 1944 in die Führerreserve versetzt, wurde er am 22. März 1944 Artillerie-Kommandeur 144. Am 28. August 1944 verwundet, musste er sein Kommando abgeben und in ein Lazarett eingeliefert werden. Nach seiner Genesung war er bis Kriegsende der Führerreserve zugeteilt. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus der er am 25. Juni 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
Dermont Bradley - Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale des Heeres 1921-1945 - Band 3: Dahlmann - Fitzlaff Biblio-Verlag 1994
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/FABIUNKE_KARL.html