Fenske, Emil

 

* 26. September 1881, Königsdorf, Kreis Wirsitz

† 17. Januar 1931, Berlin-Charlottenburg

 

 

Emil Fenske trat 1901 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 8. Pommersches Infanterie-Regiment "von der Marwitz" Nr. 61 in Thorn. In diesem wurde er nach dem Besuch der Kriegsschule am 18. Oktober 1902 (S) zum Leutnant befördert. Danach wurde er anfangs als Kompanieoffizier in der 6. Kompanie seines Regiments in Thorn eingesetzt. Im Herbst 1903 wurde er in gleicher Funktion in die 12. Kompanie seines Regiments am gleichen Standort versetzt. Im Herbst 1904 wurde er als Kompanieoffizier in die 11. Kompanie seines Regiments ebenfalls in Thorn versetzt. 1905/06 wurde er als Nachfolger von Leutnant Grosser zum Adjutant des I. Bataillons vom 8. Pommersches Infanterie-Regiment "von der Marwitz" Nr. 61 in Thorn ernannt. Diese Position behielt er für einige Jahre. Im Herbst 1908 wurde er als Kompanieoffizier wieder in die 11. Kompanie seines Regiments in Thorn zurückversetzt. Sein Nachfolger als Bataillonsadjutant wurde Leutnant Haase. Ein Jahr später wurde er als Nachfolger von Oberleutnant Holland zum Regimentsadjutant vom 8. Pommersches Infanterie-Regiment "von der Marwitz" Nr. 61 in Thorn ernannt. Nach nur einem jahr wurde er als solcher durch Oberleutnant Rotzoll abgelöst. Dafür wurde er jetzt wieder als Kompanieoffizier in der 3. Kompanie seines Regiments in Thorn verwendet. Am 18. Oktober 1911 (R5r) wurde er zum Oberleutnant befördert. War er als Nachfolger von seinem Regimentskameraden Oberleutnant Bauer als Adjutant zum Bezirkskommando vom Landwehrbezirk Graudenz kommandiert. Dieser Bezirk war unter Oberstleutnant z.D. von Tschudi für die Kontrollbezirke Graudenz, Marienwerder und Schwetz zuständig. 1913/14 wurde er durch Leutnant von Koppelow abgelöst. Dafür wurde er als Nachfolger von Oberleutnant Goebel als Adjutant zum Bezirkskommando vom Landwehrbezirk Stolp kommandiert. Dieser Bezirk war unter Oberstleutnant z.D. Eitner für die Kontrollbezirke Stolp und Lauenburg zuständig. Über seine Zeit im 1. Weltkrieg ist bisher nicht viel bekannt. Er wurde in diesem Krieg verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Außerdem wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwerten und beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen wie das Flugzeugbeobachterabzeichen und der Bayerische Militär-Verdienstorden 4. Klasse verliehen.

Er wurde 

Anfang 1921 wurde er zum Chef der 2. Kompanie der 2. (Preußische) Kraftfahr-Abteilung in Schwerin ernannt. Diese Kompanie behielt er für einige Jahre. Am 1. Juli 1922 wurde ihm ein neues Rangdienstalter als Hauptmann vom 8. November 1914 (38) zugewiesen. Er heiratete am 16. Februar 1923 die fast sechzehn Jahre jüngere Cäcilie Wilhelmine Klotz, Tochter des Rittergutsbesitzers von Moisall, Friedrich Ludwig Karl Klotz. Nachdem er seine Kompanie in Schwerin an Hauptmann Ernst Böhmer abgegeben hatte, wurde er zum Stab der 1. (Preußische) Kraftfahr-Abteilung nach Königsberg versetzt. Dort wurde er am 1. Oktober 1925 (3) zum Major befördert. Seine einzige Tochter Ruth Margot Cecilie Fenske wurde am 7. Januar 1926 in Königsberg geboren. 1927/28 wurde er als Kraftfahroffizier zur 1. (Preußische) Sanitäts-Abteilung ebenfalls in Königsberg versetzt. Als Nachfolger von Oberstleutnant Karl Mencke wurde er am 1. Oktober 1929 zum Kommandeur der 1. (Preuß.) Kraftfahr-Abteilung in Königsberg ernannt. Er selbst starb am 17. Januar 1931 im Alter von 49 Jahren in der Augsburger Straße 63 in Berlin-Charlottenburg. Er wurde daraufhin am 22. Januar 1931 beerdigt. Seine Witwe starb bereits am 9. März 1932 im Alter von 34 Jahren in Königsberg.

 

Literatur und Quellen:

Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Hrsg.: Reichswehrministerium, Mittler & Sohn Verlag, Berlin 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953