Grieshammer, Fritz
| * 30. März 1899, Rehau in Oberfranken + 26. Dezember 1956, München |
Fritz Grieshammer trat am 25. Januar 1915 als Kriegsfreiwilliger in die 3. bayerische Train-Abteilung ein, wo er am 14. Mai 1915 zum Gefreiten befördert wurde. Ab dem 1. Juni 1915 diente er bei der bayerischen Tragtierkolonne 6. Hier erfolgte am 1. August 1915 die Beförderung zum Unteroffizier und am 10. Februar 1916 die Ernennung zum Offiziers-Aspiranten. Am 28. Februar 1916 wurde er zum Vizewachtmeister befördert. Ab dem 15. Januar 1917 war er Verbindungs-Offizier beim Armeeoberkommando 11. Zwischen dem 24. Februar und dem 16. April 1917 befand er sich zu einem Krankenhausaufenthalt in Hof, da er sich mit der Malaria angesteckt hatte. Hier wurde er am 6. März 1917 zum Leutnant der Reserve befördert. Anschließend wurde er in die 3. bayerische Train-Ersatz-Abteilung versetzt, am 15. Mai 1917 folgte die Versetzung in die bayerische Tragtier-Kolonnen-Ersatz-Abteilung und am 1. Dezember 1917 die Versetzung in die Ersatz-Abteilung des 8. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Nach einem Schießlehrgang auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr wurde er am 29. September 1918 Batterie-Offizier im Königlich Bayerischen 7. Feldartillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold“. Am 2. November 1918 wurde er an der Front so schwer verwundet, dass er in ein Lazarett eingeliefert werden musste. Nach seiner Genesung kehrte er als Batterie-Offizier beim Königlich Bayerischen 8. Feldartillerie-Regiment „Prinz Heinrich von Preußen“ an die Front zurück. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde er am 25. April 1919 Batterie-Offizier bei der Freiwilligen-Batterie Gerstner. Am 8. Juli 1919 wurde er in die vorläufige Reichswehr übernommen und in die 1. Munitionskolonne der I. Abteilung des Artillerie-Regiments 24 versetzt. Am 6. April 1920 wurde er Leiter des Pferde-Depots der Brigade Epp, bis er am 6. April 1920 zur 1. Munitionskolonne der I. Abteilung des Artillerie-Regiments 24 zurückkehrte. Ab dem 11. Juni 1920 war er schließlich Batterie-Offizier im Artillerie-Regiment 24. Am 2. Oktober 1920 schied er schließlich aus dem Militärdienst aus, um am Folgetag als Polizei-Leutnant in die bayerische Landespolizei einzutreten. Am 1. Januar 1921 wurde er Hundertschafts-Offizier und Werbeleiter beim Kommando der Landespolizei in Eichstätt. Ab dem 1. April 1921 folgte die Verwendung als Personalreferent beim Kommando der Polizei-Vorschule Eichstätt und ab dem 1. Februar 1924 Unterrichts-Offizier an dieser Schule. Hier wurde er am 1. Dezember 1923 zum Polizei-Oberleutnant befördert. Am 1. November 1924 kam er als Personalreferent an die Gendarmerie- und Polizeischule Fürstenfeldbruck. Ab dem 15. Juli 1927 war er dann Aufsichts-Offizier bei der Lehr-Abteilung D der Schule und ab dem 1. September 1928 Hundertschafts-Offizier bei der 1. Hundertschaft der Landespolizei Augsburg. Ab dem 1. Oktober 1930 war er dann Waffen-Offizier und Werbeleiter beim Kommando der Schutzpolizei Augsburg. Am 1. Juli 1932 zum Polizei-Hauptmann befördert, wurde er am 1. Juni 1933 Führer der 9. Hundertschaft der Landespolizei Augsburg. Am 1. August 1935 wurde er in die Luftwaffe übernommen und absolvierte einen Batterie-Chef-Lehrgang an der Flakartillerieschule Wustrow. Ab dem 1. Oktober 1935 war er dann Batterie-Chef der 1. Batterie des Flak-Regiment 8. Am 1. April 1936 zum Major befördert, wurde er am gleichen Tag Chef der 1. Batterie des Flak-Regiments 18. Am 1. Oktober 1936 übernahm Fritz Grieshammer das Kommando über die II. Abteilung des Flak-Regiments 25. Am 1. Juli 1938 wurde er dann Kommandeur der Festungs-Flak-Abteilung 32. Am 1. Februar 1939 folgte die Beförderung zum Oberst und am 1. Oktober 1939 die Ernennung zum Kommandeur der Flakgruppe Kassel. 1940 wurde er Kommandeur eines motorisierten Flak-Regiments bei der Gruppe Guderian im Frankreichfeldzug. Nach Beendigung des Westfeldzuges übernahm er am 20. November 1940 das Kommando über eine Flak-Brigade und am 30. Januar 1941 wurde er Kommandeur der Flak-Brigade IX und am 6. Mai 1941 der Flak-Brigade VI. Ab dem 17. Oktober 1941 kommandierte er die Flak-Brigade Wien, die am 22. Dezember 1942 zur Flak-Brigade XVI umbenannt wurde. Am 1. Januar 1944 übernahm er schließlich das Kommando über die 24. Flak-Division im Raum um Wien. Am 1. Februar 1945 wurde er dann in die Führerreserve des OKL versetzt. Am 10. Mai 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 5. Juni 1947 entlassen wurde.
Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG
109/19845
Dermon Bradley: Die Generale des Heeres 1921 - 1945 Band 4 Fleck - Gyldenfeldt,
Biblio-Verlag 1996
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte,
Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad
Nauheim, Podzun 1953 [Nachdruck der Ausgabe von 1939].
Absolon, Rudolf, (Bearb.): Rangliste der Generale der Deutschen Luftwaffe nach
dem Stand vom 20. April 1945. Mit einer Stellenbesetzung der Kommandobehörden
der Luftwaffe vom 1. März 1945, Dienstalterslisten der Sanitätsoffiziere usw. im
Generalsrang sowie Kurzbiographien über den Reichsmarschall und die
Generalfeldmarschälle. (Friedberg, Podzun-Pallas, 1984)
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalmajor/GRIESHAMMER_FRITZ.html
Karl-Heinz Hummel: Die deutsche Flakartillerie 1935–1945: Ihre Großverbände und
Regimenter. 1. Auflage. VDM Heinz Nickel