Gust, Werner
| * 3. Mai 1910, Bernickow / Neumark
+ 2. August 1979, Berlin |
Werner Gust diente 1933 / 34 freiwillig im Infanterie-Regiment 6, wurde 1937 im Infanterie-Regiment 50 zum Feldwebel befördert und zum Offiziersanwärter ernannt. Bei Mobilmachung im August 1939 wurde er in das Infanterie-Regiment 477 einberufen, wo er am 1. Januar 1940 zum Leutnant befördert wurde. Als Zugführer nahm er am Westfeldzug teil. Ab September 1940 führte er die 9. Kompanie des Regiments, mit dem er ab Juni 1941 in Rußland kämpfte. In den Winterkämpfen 1941/42 bei Isjum zeichnete er sich besonders aus und wurde am 2. Februar 1942 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Ende April 1942 übernahm er die Führung des II. Bataillons, wo er am 1. Januar 1943 zum Hauptmann befördert wurde. Am 1. November 1943 folgte die Beförderung zum Major. Für seinen Einsatz Anfang 1944 im Brückenkopf Nikopol wurde ihm am 7. Februar 1944 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Anschließend verwundet, wurde er Anfang 1944 Führer des Grenadier-Regiments 405 in Kurland. Bei den dortigen Abwehrkämpfen konnte er einen entscheidenden Abwehrerfolg erzielen, wofür ihm am 18. Oktober 1944 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen wurde. Am 9. November 1944 zum Oberstleutnant befördert, geriet er bei Kriegsende in russische Gefangenschaft.
Ritterkreuz (7. Februar 1944) Eichenlaub (18. Oktober 1944)
Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall,
1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete
Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011