Jacob, Werner

 

* 23. August 1895, Hainichen im Kreis Delitzsch

+ 29. Juli 1942, Stalino (Rußland)

 

 

Werner Jacob trat am 2. August 1914 als Kriegsfreiwilliger in das 1. Westpreußische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 35 ein. Mit diesem Regiment kämpfte er größtenteils an der Westfront, wo er am 21. März 1916 zum Leutnant befördert wurde. Am 20. November 1917 trat er in das aktive Offizierskorps über und wurde anschließend als Zug- und Batterieführer eingesetzt. Nach Kriegsende wurde er in die Reichswehr übernommen und am 1. Oktober 1919 in die Reichswehr-Fahr-Abteilung 1 versetzt. Am 1. April 1925 zum Oberleutnant befördert, wurde er einen Monat später in das Artillerie-Regiment 6 versetzt. Zwischen 1926 und 1930 diente er als Adjutant der I. Abteilung des Regiments. Am 1. Februar 1930 zum Hauptmann befördert, folgte am 1. Oktober 1930 die Versetzung in den Stab des Artillerie-Regiments 6. Ab dem 1. Oktober 1932 war Werner Jacob Eskadronschef in der Fahrabteilung 6 und ab dem 1. Oktober 1934 Batteriechef im Artillerie-Regiment Hannover. Ab dem 19. Februar 1935 kommandierte er die III. Abteilung des Artillerie-Regiments 1, wo er am 1. November 1935 zum Major befördert wurde. Ab dem 1. April 1938 war er dann Lehrgangsleiter an der Artillerieschule Jüterbog. Hier erfolgte am 1. Oktober 1938 die Beförderung zum Oberstleutnant. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Werner Jacob am 23. Oktober 1939 Artillerie-Offizier beim Stab der 12. Armee. Nach dem Westfeldzug übernahm er am 20. November 1940 das Kommando über das Artillerie-Regiment 34, mit dem er ab dem 22. Juni 1941 in Rußland kämpfte. Am 1. Oktober 1941 folgte die Beförderung zum Oberst. Am 6. März 1942 wurde er zum Artillerie-Kommandeur 143 ernannt. Bei den Kämpfen im Raum Stalino wurde er am 26. Juli 1942 bei Moroswskaja schwer verwundet. Am 29. Juli 1942 erlag er seinen schweren Verletzungen in einem Lazarett in Stalino. Nachträglich wurde er am 16. September 1942 zum Generalmajor befördert. Außerdem wurde ihm am 16. Oktober 1942 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10847 - Hei – Kar
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor2/JACOB_WERNER.html