Jacobsen, Heinrich

 

* 25. Januar 1892, Groß-Lichterfelde

+ 13. Oktober 1952, Oldenburg

 

 

Heinrich Jacobsen besuchte eine Kadettenanstalt und trat am 20. Januar 1914 als Leutnant in das Infanterie-Regiment von Golmann (1. Posensches) Nr. 18 ein. Mit dem Regiment zog er im August 1914 ins Feld und wurde ab dem 30. September 1914 als Kompanieführer eingesetzt. Ab dem 11. September 1916 war er Adjutant des II. Bataillons und ab dem 19. August 1917 Kompanieführer. Am 18. August 1917 war er zum Oberleutnant befördert worden. Ab dem 22. Januar 1918 diente er als Kompanieführer im 1. Masurischen Infanterie-Regiment Nr. 146 und war zeitweilig Leiter eines Aspiranten-Kurses bei der 4. türkischen Armee. Am 13. Mai 1918 wurde er in den Stab der 72. Infanterie-Brigade versetzt. Nach Kriegsende wurde er Formationsführer im Selbstschutz Oberschlesien und am 20. Januar 1920 mit dem Charakter als Hauptmann verabschiedet.
Am Folgetag trat Heinrich Jacobsen in die Polizei ein. Als Polizei-Oberleutnant wurde er Adjutant beim Gruppenstab der Abstimmungspolizei Allenstein, wo er am 1. April 1920 zum Polizei-Hauptmann befördert wurde. Ab dem 11. November 1921 war er Sachbearbeiter der Schutzpolizei beim Regierungspräsidium Allenstein und ab dem 9. Mai 1922 Führer der 3. Hundertschaft der Schutzpolizei Allenstein. Am 1. April 1923 kam er dann als Adjutant zur Polizei-Abteilung Insterburg, bis er am 1. Januar 1925 Führer der 1. Hundertschaft bei der Schutzpolizei Cottbus wurde. Am 15. Juli 1926 wechselte er als Hundertschaftführer zur Polizei Landsberg an der Warthe. Am 15. Oktober 1927 wurd eer zur Revierausbildung zum Kommando der Schutzpolizei Berlin kommandiert und am 15. Januar 1928 Führer der Schutzpolizei-Abteilung. Ab dem 1. April 1928 führte er die 3. Hundertschaft der Schutzpolizei in Kiel und ab dem 16. Januar 1940 war er ständiger Vertreter des Kommandeurs der II. Polizeiinspektion in Kiel. Am 1. April 1932 wechselte er als ständiger Vertreter des Kommandeurs der II. Polizeiinspektion nach Frankfurt am Main und ab dem 3. März 1933 war er Adjutant des Polizeipräsidenten von Frankfurt am Main. Am 1. August 1933 folgte seine Versetzung in den Stab des Landespolizeiführers Hessen und seine Beförderung zum Polizei-Major. Am 9. September 1933 folgte schließlich seine Ernennung zum Polizeiführer Hessen. Am 16. Oktober 1933 wurde er zum Polizei-Oberstleutnant und am 1. Januar 1934 zum Polizei-Oberst befördert.
Mit Übernahme von Polizei-Einheiten in das Heer wurde Heinrich Jacobsen als Oberstleutnant in das Heer übernommen und zum Infanterie-Regiment 4 versetzt. Am 15. Mai 1936 wurde er Kommandeur des II. Bataillons des Infanterie-Regiments 79. Am 1. Juni 1939 folgte hier seine Beförderung zum Oberst. Bei Beginn der deutschen Mobilmachung vor dem Polenfeldzug am 26. August 1939 wurde Jacobsen Kommandeur des Infanterie-Ersatz-Regiments 253. Am 10. Mai 1942 übernahm er dann das Kommando über das Infanterie-Regiment 360. Das Regiment diente als Sicherungseinheit im rückwärtigen Heeresgebiet der Heeresgruppe Süd. Am 20. Januar 1943 wurde Heinrich Jacobsen in die Führerreserve des OKH versetzt. Am 1. Februar 1943 zum Generalmajor befördert, wurde er am gleichen Tag zur 2. Panzerarmee kommandiert und zum Kommandeur der Osttruppen z.b.V. 702 ernannt. Ab dem 1. Februar 1944 war er mit der Wahrung der Geschäfte des Kommandanten von Stettin betraut, dessen Dienstposten er am 15. September 1944 übernahm. Am 5. Januar 1945 wurde er erneut in die Führerreserve des OKH versetzt. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus der er 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10847 - Hei – Kar
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor2/JACOBSEN_HEINRICH.html