Kettner, Herbert

 

* 22. April 1894, Dresden-Loschwitz

+ 11. Juli 1969, München

 

 

Herbert Kettner war der Sohn des Kantors Friedrich Kettner. Am 11. März 1913 trat er als Fahnenjunker in das Königlich Sächsische 16. Infanterie-Regiment Nr. 182 ein, in dem er am 30. Oktober 1913 zum Fähnrich und am 17. Juni 1914 zum Leutnant befördert wurde. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog er mit seinem Regiment ins Feld, in dem er  als Zug- und Kompanieführer eingesetzt wurde. Mit seinem Regiment wurde er an der Westfront eingesetzt und nahm u.a. an der Schlacht an der Marne teil. Ab dem 1. Dezember 1915 absolvierte er in Böblingen eine Ausbildung zum Beobachter und wurde ab dem 1. März 1916 als Beobachter beim Kampfgeschwader 5 der Obersten Heeresleitung eingesetzt. Am 1. November 1916 wurde er als Beobachter in die Flieger-Abteilung 19 (später umbenannt in Flieger-Abteilung A 279) versetzt und am 1. Dezember 1917 zum Oberleutnant befördert. Ab dem 1. Dezember 1917 war er bei der Inspektion der Fliegertruppen eingesetzt. 1919 folgte seine Versetzung in das Rekruten-Depot XII in Dresden und von dort zur Kraftfahr-Abteilung 19 nach Leipzig und 1920 zur Kraftfahr-Abteilung 12 nach Bautzen. Am 31. Dezember 1920 wurde Herbert Kettner mit dem Charakter als Hauptmann aus der Armee entlassen.
Nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst war Herbert Kettner als Kaufmann in der Industrie tätig. Am 21. April 1928 heiratete er Marie Sengebusch. Nach einem Aufbaulehrgang der Luftwaffe in Königsbrück in Sachsen trat er am 1. August 1935 als Major in die Luftwaffe ein, wo er in die Fliegerersatz-Abteilung 12 versetzt wurde. Am 1. Oktober 1936 erfolgte seine Ernennung zum Kommandeur der Fliegerersatz-Abteilung 22. Am 1. Januar 1937 zum Oberstleutnant befördert, wurde Kettner am 1. April 1939 zum Oberst befördert und zum Kommandeur des Flieger-Ausbildungs-Regiments 52 in Halberstadt ernannt. Am 1. April 1942 folgte seine Beförderung zum Generalmajor und am 1. Oktober 1942 seine Ernennung zum Kommandeur der Luftwaffen-Feld-Division 12. Diese wurde ab März 1943 am Wolchow eingesetzt. Am 1. Oktober 1943 zum Generalleutnant befördert, wurde er am 1. Dezember 1943 General z.b.V. beim Luftgau-Kommando West-Frankreich. Am 1. November 1944 wurde er Inspekteur der Wehr-Ersatz-Inspektion Schwerin. Bei Kriegsende geriet er in Gefangenschaft, aus der er am 7. Juni 1947 entlassen wurde.

 

Literatur und Quellen:

http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/LUFTWAFFE/Generalleutnant/KETTNER_HERBERT.html

Ottomar Krug: Die Generale der Wehrmacht 1918 - 1945, Bundesarchiv / Militärarchiv Sig MSG 109/10849