Klasing, Fritz

 

* 23. Dezember 1891, Bielefeld / Westfalen

+ 29. April 1966, Münster / Westfalen

 

Fritz Klasing trat am 1. Oktober 1913 in das Jäger-Regiment 4 ein, mit dem er 1914 ins Feld zog. Am 22. März 1915 wurde er zum Leutnant der Reserve befördert und nach dem Ersten Weltkrieg am 26. März 1920 aus der Armee verabschiedet. Im Zivilberuf wurde er Verlagsbuchhändler in Leipzig und nahm ab 1935 im Kavallerie-Regiment 10 an Reserve-Übungen teil. 1939 wurde er zum Rittmeister der Reserve befördert und bei Kriegsbeginn in das Kavallerie-Regiment 10 eingezogen. Aus diesem wurde u.a. die Aufklärungs-Abteilung 14 aufgestellt, mit der Klasing am Polen- und Westfeldzug teilnahm. Im Oktober 1940 wurde er Kompaniechef der Aufklärungs-Abteilung 134 und kämpfte ab Juni 1941 in Rußland. Am 1. Juli 1942 wurde er zum Major der Reserve befördert und wurde Kommandeur der Aufklärungs-Abteilung 134. Ab April 1943 war er Kommandeur des Divisions-Bataillons 134 im Raum Gomel und wurde am 1. November 1943 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Ab November 1943 führte er das Grenadier-Regiment 446 bei den Abwehrkämpfen im Raum Gomel und wurde am 1. Januar 1944 zum Oberstleutnant der Reserve befördert. Für die Führung der Reste des Regiments bei den Rückzugskämpfen im Sommer 1944 wurde er am 12. August 1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 1. Juli 1944 zum Oberst der Reserve befördert, übernahm er im Herbst 1944 das Grenadier-Regiment 232 und kämpfte mit diesem 1945 in Ostpreußen. Am 19. Februar 1945 wurde er mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Ab dem 13. April 1945 führte er noch die Reste der 58. Infanterie-Division.

 

Ritterkreuz (12. August 1944) Eichenlaub (19. Februar 1945)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011