Koeppen, Hans
| * 31. Juli 1876, Minden in Westfalen + 10. Juli 1948, Berlin |
Hans Koeppen besuchte eine Kadettenanstalt und trat am 17. März 1894 in das
Infanterie-Regiment Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westfälisches) Nr. 15,
wo er als Kompanie-Offizier eingesetzt wurde. Am 19. Mai 1903 zum Oberleutnant
befördert, besuchte er vom 1. Oktober 1903 bis zum 30. September 1906 die
Kriegsakademie. Am 22. März 1907 folgte die Kommandierung zum Großen
Generalstab. Zusammen mit seiner Beförderung zum Hauptmann am 24. März 1909
wurde er Adjutant des Generalquartiermeisters im Großen Generalstabes. Am 22.
März 1910 wurde er in den Generalstab des VIII. Armeekorps versetzt und am 27.
Januar 1912 als Kompaniechef in das Schleswig-Holsteinische Infanterie-Regiment
Nr. 163 versetzt. Ab dem 1. Dezember 1913 tat er in verschiedenen
Generalstabs-Stellungen Dienst, bei Kriegsende als Chef des Generalstabes des
Generalkommandos z.b.V. 68. Am 1. November 1914 war er zum Major befördert
worden. 1918 wurde er Kommandeur des Infanterie-Regiments Prinz Louis Ferdinand
von Preußen (2. Magdeburgisches) Nr. 27, bevor er 1919 mit dem Charakter als
Oberstleutnant aus dem Militärdienst ausschied.
Am 1. Oktober 1936 trat er in die Luftwaffe ein und kam in den Stab des
Luftgau-Kommandos 4 in Berlin. Ab dem 1. Juli 1938 war er Ia im Stab des
Luftgau-Kommandos III in Berlin. Am 1. Oktober 1939 zum Oberst befördert, wurde
er am gleichen Tag Chef des Generalstabes des Luftgau-Kommandos III in Berlin.
Am 1. April 1941 wurde er in die Führerreserve und im Dezember 1941 in den Stab
der Gasschutz-Schule der Luftwaffe in Berlin versetzt. 1942 wurde er dann Leiter
des Lehrstabes Paris-Seraux und 1943 Oberst beim Stab des Höheren Kommandeurs
für Truppengasschutz in Berlin-Gato. Im Dezember 1943 erkrankte er schwer, so
dass er im Anschluss keine Verwendung mehr bekam, sondern ab Januar 1944 dem
Flieger-Ersatz-Bataillon III zugeteilt wurde. Am 1. April 1944 zum Generalmajor
befördert, wurde er am 30. April 1944 aus dem Militärdienst entlassen.
Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur
MSG 109
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945, Band 3: O-Z,
Biblio Verlag, Osnabrück 1993