Richter, Friedrich

 

* 27. August 1910, Bayreuth

† 17. Juni 1969, Hof an der Saale
 

 

Friedrich Richter trat am 14. April 1931 in die Reichswehr ein. Er kam dabei zum 21. (Bayerisches) Infanterie-Regiment. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Oktober 1934 in das Infanterie-Regiment Bayreuth versetzt. Durch die Umbenennung des Regiments bei der Enttarnung der Einheiten gehörte er ab dem 15. Oktober 1935 zum Infanterie-Regiment 42 der 17. Infanterie-Division. Die Unterstellung des Regiments wechselte im November 1938 zur neuen 46. Infanterie-Division. Mit seinem Regiment nahm er im Verbund der 46. Infanterie-Division als Oberfeldwebel und Zugführer am Polenfeldzug teil. Am 1. Dezember 1939 wurde er zum Leutnant und bereits am 1. Februar 1940 zum Oberleutnant befördert. Anschließend wurde er zum Chef der 4. Kompanie vom Infanterie-Regiment 42 ernannt. Mit dieser nahm er dann 1940 am Westfeldzug teil und kämpfte im Frühjahr 1941 auf dem Balkan. Ab dem Sommer 1941 wurde er dann in Rußland eingesetzt. Ab März 1942 führte er das III. Bataillon vpm Infanterie-Regiment 42 vor Sewastopol. Am 18. April 1942 erhielt er die Ehrenblattspange des deutschen Heeres. Er wurde am 1. Mai 1942 zum Hauptmann befördert. Am 24. Mai 1943 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Er zeichnete sich anschließend bei den Abwehrkämpfen am Mius und am Donez bei Isjum besonders aus, wofür ihm am 17. August 1943 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen wurde. Danach wurde er zum Major befördert, wobei sein Rangdienstalter auf den 1. März 1943 festgelegt wurde. Anfang 1944 wurde er bei Kriwoi Rog schwer verwundet und kam nach seiner Genesung am 26. April 1944 in die Führerreserve des OKH. Am 11. November 1944 wurde er mit der Führung vom Grenadier-Regiment 1222 beauftragt. Am 30. Januar 1945 zum Oberstleutnant befördert, wurde er direkt Kommandeur vom Grenadier-Regiment 1222 ernannt. Mit seinem Regiment wurde er im Verband der 180. Infanterie-Division eingesetzt. Im Februar und März 1945 gelang es ihm mit seinem Regiment bei den Kämpfen um Xanthen und Kleve besonders auszuzeichnen. Dem Regiment gelang es den Brückenkopf Wesel bis zum 8. März 1945 zu halten. Hierfür wurde er am 5. April 1945 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 17. April 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft.

 

Ritterkreuz (17. August 1943) Eichenlaub (5. April 1945)

 

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011
Gerhard von Seemen: Die Ritterkreuzträger 1939-1945, Podzun-Verlag, Friedberg 1976
Horst Scheibert: Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold und Silber, 2 Bände, Verlag Podzun-Pallas, 1983 und 1990
Horst Scheibert: Die Träger der Ehrenblattspange des Heeres und der Waffen-SS - Die Träger der Ehrenblattspange der Kriegsmarine - Die Inhaber des Ehrenpokal für besondere Leistungen im Luftkrieg, Verlag Podzun-Pallas, Friedberg 1986