von Ritter, René

 

* 26. Mai 1885, Marburg an der Drau

† 3. Oktober 1959, Graz

 

 

René von Ritter trat am 18. August 1906 als Kadett-Offiziers-Stellvertreter in das k.u.k. Infanterie-Regiment "Freiherr von Succovaty" Nr. 87 in Pola ein. Am 1. September 1906 wurde er zum Fähnrich befördert. Am 1. Mai 1909 wurde er zum Leutnant befördert. 1911 war er Frequentant vom 10. Infanterietelegraphenkurs in Tulln. Am 1. November 1913 folgte seine Beförderung zum Oberleutnant, ebenfalls noch im  k.u.k. Infanterie-Regiment "Freiherr von Succovaty" Nr. 87. Ab Beginn der Mobilmachung für den 1. Weltkrieg Anfang August 1914 wurde er bis Kriegsende als Referent für Telegraphen-Angelegenheiten bei verschiedenen Divisions- und Brigade-Kommandos verwendet. Am 12. August 1914 hat er die zwei Jahre jüngere Maria Isabella Butschek, Tochter des Oberstmaschinenbetriebsleiters der k.u.k. Kriegsmarine Josef Butschek, geheiratet. Am 1. Mai 1916 wurde er zum Hauptmann befördert. Am 1. Januar 1919 wurde er Telegrafenbataillonsreferent beim Landesbefehlshaber Graz eingesetzt und gehörte damit zur Volkswehr für Steiermark und Kärnten unter Oberstleutnant Ludwig Hülgerth. Er wurde dann 1920 in das neue österreichische Bundesheer übernommen. Ab 1921 war er Zugkommandant bei der 5. Brigadeverbindungskompanie. 1922 wurde er zum Major befördert. Vom 16. September 1923 bis zum 31. Dezember 1932 wurde er dann als Lehrer an der Heeresschule Enns verwendet. Ab dem 1. Oktober 1932 wurde er als Kommandant verschiedener Telegraphen-Kompanien verwendet. Am 27. Juni 1934 folgte seine Beförderung zum Oberstleutnant. Kurz darauf wurde er am 1. September 1934 als Lehrer an die Theresianische Militär-Akademie versetzt. Sene Privatanschrift im Jahr 1935 war die Glacistraße 39 in Graz. Nach dem Anschluss Österreichs wurde er am 1. April 1938 in die Wehrmacht übernommen. Sein Rangdienstalter als Oberstleutnant wurde dabei auf den 1. August 1934 festgelegt. Als solcher wurde er jetzt an der Kriegsschule Wiener Neustadt eingesetzt. Am 10. November 1938 wurde er zum Kommandeur der Nachrichtentruppe V in Stuttgart ernannt. In dieser Funktion wurde er am 1. Februar 1939 zum Oberst befördert. Im gleichen Jahr 1939 wurde er zum Höheren Nachrichtenführer bei der Inspektion der Ostbefestigungen ernannt. Diese Funktion übte er in den ersten Kriegsjahren aus. Am 1. April 1942 wurde er zum Generalmajor befördert. Im gleichen Jahr wurde er zum Nachrichtenführer beim OB West und OB der Heeresgruppe D ernannt. Am 15. Mai 1942 wurde er in die Führerreserve OKH versetzt. Am 30. September 1942 wurde er aus dem Militärdienst verabschiedet.

Literatur und Quellen:

BArch, MSG 109/4919: Krug, Ottomar: Deutsche Generale 1867 - 1945
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953