Scholz, Fritz Edler von

 

* 9. Dezember 1896, Pilsen

† 28. Juli 1944, Narwa (gefallen)

 

Fritz von Scholz trat unmittelbar vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs in die kaiserliche Armee ein. 1915 im Feldartillerie-Regiment 125 zum Leutnant befördert, kämpfte er an der Ost- und Italienfront. 1917 folgte die Beförderung zum Oberleutnant, 1918 wurde er mit der Österreichischen Tapferkeitsmedaille in Gold ausgezeichnet. Nach dem Krieg trat er in das Freikorps "Oberland" ein und kämpfte bis 1921 in Schlesien. Bereits in den 20er Jahren fiel er durch seine nationalsozialistische Gesinnung auf. 1933 entzog er sich der Verhaftung in Österreich durch die Flucht nach Deutschland, wo er 1935 in die SS-Verfügungstruppe aufgenommen wurde. 1936 wurde er zum Hauptsturmführer befördert. Bei Kriegsbeginn war er Kommandeur des II. Bataillons des SS-Regiments "Der Führer". Nach dem Westfeldzug wurde er zum Sturmbannführer befördert und Führer des SS-Grenadier-Regiments "Nordland". Ab Juni 1941 kämpfte er in Rußland, wo er nach seiner Beförderung zum Oberführer am 1. Oktober 1941 im November 1941 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet wurde. Am 18. Januar 1942 wurde er mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Am 21. Dezember 1942 zum Brigadeführer befördert, stellte er die SS-Panzergrenadier-Division "Nordland" auf, deren erster Kommandeur er wurde. Ab Dezember 1943 kämpfte die Division vor Leningrad. Für seine Führungsleistungen wurde er am 12. März 1944 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Am 20. April 1944 folgte seine Beförderung zum Generalleutnant der Waffen-SS. Am 27. Juli 1944 wurde er bei Narwa durch einen Granatsplitter schwer am Kopf verwundet. Einen Tag später erlag er seinen Verwundungen. Posthum wurde er am 8. August 1944 mit den Schwertern ausgezeichnet.

 

Ritterkreuz (18. Januar 1942) Eichenlaub (12. März 1944) Schwerter (8. August 1944)