Stahlschmidt, Hans-Arnold

 

* 15. September 1920, Kreuztal b. Siegen + 7. September 1942, Nordafrika (gef.)

 

Hans-Arnold trat Ende 1939 als Fahnenjunker in die Luftwaffe ein. Nach dem Besuch der Flugzeugführerschule Breslau und der Kriegsschule Wien-Schwechat wurde Hans-Arnold Stahlschmidt im März 1941 als Oberfähnrich zur I./Jagdgeschwader 27 versetzt. Mit dieser Gruppe verlegte er im April 1941 nach Nordafrika, wo er am 15. Juni 1941 seinen ersten Luftsieg errang. Kurz darauf wurde er zum Leutnant befördert. Am 22. Februar 1942 wurde er hinter den britischen Linien abgeschossen, konnte sich aber zu den eigenen Linien durchschlagen. Am 25. Februar 1942 wurde er bei einem Angriff auf eine Fahrzeugkolonne abgeschossen. Die Soldaten, die ihn gefangen nahmen, waren Polen. Er wurde misshandelt und anschließend einer südafrikanischen Einheit übergeben. Hier gelang ihm die Flucht und er konnte sich zu den eigenen Linien durchschlagen. Am 9. April 1942 wurde ihm das deutsche Kreuz in Gold verliehen. Im Juli 1942 wurde er Führer der 2. Staffel des Geschwaders, im gleichen Monat schoß er 25 Feindmaschinen ab! Nach seinem 47. Luftsieg wurde ihm am 20. August 1942 das Ritterkreuz verliehen. Hans-Arnold Stahlschmidt gilt seit dem 7. September 1942 über Alamein als vermißt. Nachträglich wurde er zum 1. September 1942 zum Oberleutnant befördert. Auf über 400 Feindflügen hatte er 59 Luftsiege errungen. Posthum wurde ihm am 3. Januar 1944 das Eichenlaub verliehen.

 

Ritterkreuz (20. August 1942) Eichenlaub (3. Januar 1944)

Literatur und Quellen:
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011