Strelow, Siegfried

 

* 15. April 1911, Kiel

+ 9. Juli 1943, Nordatlantik

 

 

Siegfried Strelow trat am 1. April 1931 als Seeoffiziersanwärter in die Reichsmarine ein und absolvierte seine Infanterie-Ausbildung bei der II. Abteilung der Schiff-Stamm-Division der Ostsee in Stralsund. Am 30. Juni 1931 kam er zur Bordausbildung auf die SSS Niobe, auf der er am 1. September 1931 zum Seekadetten befördert wurde. Am 17. Oktober 1931 kam er zur weiteren Bordausbildung auf den leichten Kreuzer Karlsruhe. Ab dem 5. Januar 1933 besuchte er die Lehrgänge für Fähnriche, u.a. den Hauptlehrgang für Fähnriche, den Sperrlehrgang, den Torpedolehrgang und den Fla-Waffenlehrgang. Am 22. Dezember 1934 kam er dann zur weiteren Bordausbildung auf das Linienschiff Schleswig-Holstein, auf dem er am 1. Januar 1935 zum Oberfähnrich und am 1. April 1935 zum Leutnant zur See befördert wurde. Am 23. Juni 1935 wurde Siegfried Strelow II. Torpedooffizier auf der Schleswig-Holstein und am 28. September 1935 auf die Admiral Graf Spee versetzt. Hier wurde er am 6. Januar 1936 II. Torpedooffizier. Am 12. Oktober 1936 übernahm Strelow das Kommando über S-9 und dann über S-11 bei der 1. Schnellboots-Flottille. Am 1. Januar 1937 folgte die Beförderung zum Oberleutnant zur See und am 4. Oktober 1937 die Ernennung zum II. WO auf dem Zerstörer Z-4 Richard Beitzen. Am 29. Oktober 1938 übernahm er dann das Kommando über das Torpedoboot G-11, auf dem er am 1. Oktober 1939 zum Kapitänleutnant befördert wurde. Am 20. Dezember 1939 übernahm er das Kommando über das Torpedoboot Albatros. Im Mai 1940 kam er dann als Kommandant auf das Minenschiff Brummer, um nach nur einem Monat am 1. Juni 1940 Kommandant des Torpedobootes Löwe zu werden. Am 18. November 1940 kam Siegfried Strelow als Torpedo- und Rollenoffizier auf den leichten Kreuzer Leipzig. Am 1. April 1941 wurde er zur U-Boots-Waffe versetzt und absolvierte den Kommandantenlehrgang bei der 24. U-Flottille. Am 30. August 1941 übernahm er dann das Kommando über U 435. Seine erste Feindfahrt mit diesem Boot fuhr Siegfried Strelow vom 20. Januar bis 22. Februar 1941, ohne einen Erfolg zu erzielen. Die zweite Feindfahrt absolvierte er vom 16. März bis 5. April 1942. Auf dieser Fahrt konnte er ein Schiff mit 6.421 brt versenken. Auf der folgenden dritten Feindfahrt vom 7. April bis zum 26. April 1942 bonnte Strelow zwei Schiffe mit 11.494 brt versenken. Auf der vierten Feindfahrt vom 18. Juni bis 31. August 1942 holte U 435 den Wettertrupp "Knospe" von Spitzbergen ab. Schiffe wurden keine Versenkt. Auf seiner fünften Feindfahrt vom 16. September bis 3. Oktober 1942 konnte U 435 vier Schiffe mit 16.667 brt versenken. Für seine Erfolge wurde Kapitänleutnant Strelow am 27. Oktober 1942 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Auf der folgenden sechsten Feindfahrt vom 30. November 1942 bis zum 10. Januar 1943 konnten drei Schiffe mit 15.245 brt versenkt werden. Die siebte Feindfahrt absolvierte Strelow vom 18. Februar bis 25. März 1943 und versenkte ein Schiff mit 7.196 brt. Vom BdU wurden sechs versenkte Schiffe mit zusammen 28.500 brt anerkannt. Zu seiner achten und letzten Feindfahrt lief U 435 am 20. Mai 1943 von Brest aus. Am 9. Juli 1943 wurde das Boot im Nord-Atlantik westlich von Figueira das Foz in Portugal durch einen Wellington-Bomber versenkt. Es gab keine Überlebenden. Posthum wurde Siegfried Strelow am 1. Juli 1943 zum Korvettenkapitän befördert.

Auf acht Feindfahrten hatte Siegfried Scholz elf Schiffe mit 57.023 brt versenkt.

Ritterkreuz (27. Oktober 1942)