Voelk, Wilhelm Andreas
| * 17. März 1890, München
† 21. Juli 1962, Garmisch-Partenkirchen |
Wilhelm Völk war der Sohn vom königlichen Bezirksamtmann Wilhelm Voelk und dessen Ehefrau Maria, geborene Freiin Reichlin von Meldegg. Sein Vater starb bereits am 11. November 1905. Er selbst trat am 19. Juli 1909 als Fahnenjunker in die Königlich Bayerische Armee ein. Er kam dabei zum 6. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Kaiser Wilhelm, König von Preußen". Bei diesem wurde er am 20. Oktober 1909 zum Fahnenjunker-Unteroffizier befördert. Seine Beförderung zum Fähnrich erfolgte am 7. März 1910. Nach dem Besuch der Kriegsschule München wurde er am 26. Oktober 1911 (130) zum Leutnant befördert. Danach wurde er als Kompanieoffizier im 6. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Kaiser Wilhelm, König von Preußen" eingesetzt. Am 2. Februar 1914 wurde er dann für zwei Monate zum 1. Königlich Bayerisches Kraftfahrer- und Fliegerbataillon kommandiert. Ab dem 1. April 1914 absolvierte er seine Fliegerausbildung bei der Königlich Bayerischen Flieger-Abteilung Schleißheim. Bei Beginn des 1. Weltkrieges Anfang August 1914 setzte er diese dann bei der 1. Königlich Bayerischen Flieger-Ersatz-Abteilung in Schleißheim fort. Am 1. Oktober 1914 kam er dann zur Feld-Flieger-Abteilung 5B unter der 6. bayerischen Reserve-Division zum Einsatz. Bei dieser wurde ihm am 20. Dezember 1914 das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Später wurde er am 9. Juli 1915 (109) zum Oberleutnant befördert. Zum 12. September 1915 wurde er zur bayerischen Flieger-Ersatz-Abteilung Schleißheim versetzt. Am 4. Oktober 1915 wurde er der stellvertretenden 12. Infanterie-Brigade zur Verfügung gestellt. Daraufhin wurde er am 15. September 1915 wurde er zum II. Ersatz-Bataillon vom 6. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Kaiser Wilhelm, König von Preußen" versetzt. Ab dem 12. November 1915 diente er dann als Kompanieführer der 12. Kompanie im 14. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Hartmann" innerhalb der 5. bayerischen Infanterie-Division. Am 5. Dezember 1915 wurde er zum Rekrutendepot vom III. Armeekorps kommandiert. Erst am 12. Juli 1916 kehrte er als Kompanieführer zum 14. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Hartmann" zurück. Daraufhin wurde er vom 13. Juli 1916 bis zum 21. April 1917 mit der Führung der 1. Kompanie des Regiments beliehen. In diesem Zeitraum wurde er vom 13. September 1916 bis zum 17. September 1916 wegen fieberhaftem Durchfall im Revier behandelt. Vom 14. November 1916 bis zum 3. Dezember 1916 wurde er wegen chronischem Darmkattarh zur Wiederherstellung der Gesundheit beurlaubt. Vom 18. Januar 1917 bis zum 21. Februar 1917 wurde er zum Kompanieführer-Ausbildungs-Kurs nach Nürnberg kommandiert. Ab dem 22. April 1917 wurde er bei diesem mit der Führung der 1. MG-Kompanie beliehen und mit der Stelle als MG-Offizier beim Regimentsstab beauftragt. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde ihm am 28. April 1917 verliehen. Am 11. September 1917 wurde er von der Stelle als MG-Offizier enthoben und mit der Führung der 3. MG-Kompanie beliehen. Am 27. September 1917 wurde er mit der Führung der 2. MG-Kompanie beliehen. Bereits am 2. Oktober 1917 wurde er von der Stelle der Führung der 2. MG-Kompanie enthoben und dafür mit der Stelle des MG-Offizier beim Regimentsstab beauftragt. Vom 25. Oktober 1917 bis zum 15. November 1917 wurde er mit der stellvertretenden Führung des III. Bataillons vom 14. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Hartmann" beauftragt. Vom 23. Mai 1918 bis zum 6. Juni 1918 wurde er als Führer des I. Bataillons vom 21. Königlich Bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment eingesetzt. Dabei erkrankte er am 31. Mai 1918 an Grippe. Daraufhin wurde er vom 1. Juni 1918 bis zum 6. Juni 1918 im Feldlazarett 333 in Raucq behandelt. Vom 10. Juli 1918 bis zum 14. Juli 1918 wurde er unter Beibehalt seiner Stelle als MG-Offizier beim Regimentsstab auch als Bataillonsführer des I. Bataillons im 14. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Hartmann" eingesetzt. Vom 30. August 1918 bis zum 18. September 1918 wurde er als stellvertretender Kommandeur des II. Bataillons vom 14. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Hartmann" verwendet. Vom 15. Oktober 1918 bis zum 1. November 1918 wurde er zum 11. MG-Ausbildungs-Kurs IV a für Waffen-Offiziere für MG 08 und MG 08/15 der Feldtruppen auf den Truppenübungsplatz Hammelburg kommandiert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen auch noch andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er ab dem 14. Februar 1919 beurlaubt. Vom 1. Mai 1919 bis zum 11. Mai 1919 wurde er als Kompanieführer im Freikorps Werdenfels gegen die Münchener Räterepublik eingesetzt. Ab dem 1. Juni 1919 wurde er als Adjutant beim Reichswehrwerbebüro Garmisch-Partenkirchen eingesetzt. Am 19. August 1919 (79) wurde er zum Hauptmann befördert. Kurz darauf wurde er als Hauptmann noch in das vorläufige Reichsheer übernommen. Dabei wurde er am 3. Oktober 1919 zur Abwicklungstelle vom 6. Königlich Bayerisches Infanterie-Regiment "Kaiser Wilhelm, König von Preußen" nach Amberg versetzt. Noch vor der Bildung des 200.000 Mann-Übergangsheeres der Reichswehr Mitte Mai 1920 wurde er am 31. März 1920 aus dem aktiven Dienst entlassen.
Er wurde dann dafür in den zivilen Lehrdienst übernommen. Am 1. August 1935 trat er dann als Major der Luftwaffe bei und wurde zuerst als Kommandant vom Fliegerhorst Schleißheim verwendet. Am 1. März 1937 kam er dann als Kommandant zum Fliegerhorst Landsberg am Lech. Am 1. Januar 1938 wurde er dort zum Oberstleutnant befördert. Am 1. April 1938 kam er dann als Kommandant zum Fliegerhorst Graz. Mitte August 1939 gab er sein Kommando ab und wurde dafür zum Flughafen-Bereichs-Kommandant z.b.V. 17 ernannt. Damit wurde er Kommandant eines Flughafen-Bereichs in Polen. Anfang November 1939 wurde er dann zum Kommandant vom Flughafen-Bereichs-Kommando z.b.V. 160 ernannt. Diesen Stab führte er dann während einiger Umbenennung in den nächsten beiden Jahren. Im Winter 1940/41 führte er damit den Flughafen-Bereich Laval in Frankreich. Am 20. Juni 1941 wurde er dann zum Kommandant vom Flughafen-Bereichs-Kommando 8/XII ernannt. Als solcher wurde er am 1. Oktober 1941 zum Oberst befördert. Mitte Januar 1942 wurde er dann zum Kommandeur vom Luftwaffen-Feld-Regiment 5 ernannt. Ende November 1942 übernahm er dann die Führung über die 4. Luftwaffen-Feld-Division. Am 1. April 1943 gab er sein Kommando ab. Zum 1. Oktober 1943 wurde er zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er im Dezember 1943 zum Kommandant vom Flughafen-Bereichs-Kommando 2/XVII in Prag-Gbell ernannt. Am 28. Februar 1945 wurde er aus der Wehrmacht verabschiedet. Trotzdem wurde er im Mai 1945 durch die amerikanischen Besatzungstruppen verhaftet. Aus der Haft wurde er im November 1946 wieder entlassen.
Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv
Freiburg, Signatur MSG 109/10854 - Vae – Zwe
Wolfgang Keilig:
Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
Karl Friedrich Hildebrandt: Die Generale der Luftwaffe 1935–1945. Osnabrück 1991