Bodo von Wartenberg
| * 6. Dezember 1890, Luggendorf / Ostpriegnitz + 26. April 1954, Bad Honnef |
Bodo von Wartenberg war der Sohn des Rittergutsbesitzers und Ritterschaftsrats Hans von Wartenberg und dessen Frau Martha. Am 22. Oktober 1910 trat er als Fahnenjunker in das Kgl. Sächs.1. Ulanen-Regiment "Kaiser Franz Joseph von Österreich, König von Ungarn" Nr. 17 ein. Hier wurde er am 19. Juni 1911 zum Fähnrich und am 19. Juni 1912 zum Leutnant befördert. Ab dem 2. August 1914 wurde er als Zugführer und ab dem 7. September 1914 als Kompanieführer eingesetzt. Am 21. Oktober 1914 verwundet, wurde er in ein Lazarett eingeliefert. Nach seiner Genesung wurde er ans technische Institut für die Infanterie in Berlin-Spandau kommandiert und am 1. April 1916 Kompanieführer im Ersatz-Bataillon des Kgl. Sächs.1. Ulanen-Regiment "Kaiser Franz Joseph von Österreich, König von Ungarn" Nr. 17. Am 1. September 1916 kehrte er als Kompanieführer zu seinem Regiment an die Front zurück. Am 18. August 1917 zum Oberleutnant befördert, geriet er am 26. Oktober 1917 in französische Kriegsgefangenschaft, aus der er Mitte April 1920 wieder entlassen wurde. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde Bodo von Wartenburg als Ordonnanz-Offizier im Reichswehr-Infanterie-Regiment 30 eingesetzt und am 1. September 1920 Kompanieführer im Reichswehr-Infanterie-Regiment 29. Bereits am 29. Dezember 1920 folgte seine Versetzung in das Infanterie-Regiment 3, wo er ebenfalls als Kompanieführer eingesetzt wurde. Am 1. April 1924 folgte die Verwendung als Inspektionschef an der Infanterie-Schule und am 1. April 1925 die Beförderung zum Hauptmann. Ab dem 1. Februar 1928 wurde er als Kompaniechef im Infanterie-Regiment 12 eingesetzt und am 1. Juni 1933 Leiter der taktischen Sonderlehrgänge beim Infanterie-Regiment 9. Am 1. Februar 1938 wurde er in den Regimentsstab des Infanterie-Regiments 8 versetzt und hier am 1. Juni 1939 zum Oberst befördert. Bei Beginn der Mobilmachung am 26. August 1939 übernahm er das Kommando über das neu aufgestellte Infanterie-Regiment 196, mit dem er am Polenfeldzug teilnahm. Nach der Verlegung des Regiments an die Westfront wurde er am 1. Februar 1940 Kommandeur der Waffenschullehrgänge beim Wehrkreis III und am 2. August 1940 Kommandeur der Kontrollkommission I der Höheren Kontroll-Inspektion. Am 2. Februar 1941 wurde er krankheitsbedingt in die Führerreserve versetzt und am 24. Juli 1941 Kommandeur des Infanterie-Ersatz-Regiments 3. Am 20. Mai 1942 folgte die Ernennung zum Kommandeur der Ersatz-Brigade Großdeutschland. Am 1. November 1942 erneut in die Führerreserve versetzt, folgte am 1. Januar 1943 die Beförderung zum Generalmajor und am 8. Februar 1943 die Ernennung zum Kommandeur der Osttruppen des OB West. Am 22. Mai 1944 wurde die Dienststelle in Kommandeur der Freiwilligen-Verbände beim OB West umbenannt. Am 8. Juni 1944 wurde er Kommandeur der Freiwilligenverbände beim Befehlshaber des Ersatzheeres und am 9. September 1944 Kommandeur der Freiwilligen-Stamm-Division. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er im Juni 1947 entlassen wurde.
Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG
109/10854 - Vae – Zwe
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin,
Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte,
Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad
Nauheim, Podzun 1953