Zeidler von Görz, Erwin

 

* 8. Februar 1865, Wien

† 3. Januar 1945, Villach

 

 

Erwin Zeidler trat nach seiner Kadettenausbildung am 18. August 1885 als Leutnant in die K.u.K Armee ein. Er kam dabei zur Genietruppe, welche in Deutschland auch als Pioniertruppe bezeichnet wurde. Bereits 1901 wurde er zum Major befördert. Als solcher wurde er mehrere Jahre beim 13. Korpskommando als Lehrer an der Korpsoffiziersschule eingesetzt. Als Geniedirektor in Peterwardein wurde er am 1. November 1905 zum Oberstleutnant befördert. 1907 wechselte er dann für drei Jahre als Lehrer zum höheren Geniekurs. Dort wurde er zum 1. November 1909 zum Oberst befördert. 1910 wurde er als solcher nach der Annektion von Bosnien-Herzigowina zum Geniedirektor Trebinje ernannt. 1912 kam er dann als Befestigungsbaudirektor nach Sarajewo. Noch vor dem 1. Weltkrieg wurde er im Mai 1914 zum Generalmajor befördert. Im 1. Weltkrieg führte er mehrere Divisionen. 1915 übernahm er dann die 58. Infanteriedivision. Diese führte er dann in den Isonzoschlachten, wobei die Verteidigung des Brückenkopfes Görz besonders zu erwähnen ist. Im Mai 1917 wurde er zum Feldmarschallleutnant befördert. Als solcher übernahm er 1918 auch die Führung vom 23. Armeekorps. Nach dem Krieg wurde er aus dem Heer verabschiedet und zog sich nach Villach zurück. Nach dem Beitritt Österreichs zum Großdeutschen Reich wurde er auch nicht mehr für die Wehrmacht reaktiviert. Ihm wurden aber noch 1940 der Charakter als General der Infanterie verliehen.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10854 - Vae – Zwe