Freiherr von Falkenstein, Erich

 

* 13. April 1877, Königsberg in Ostpreußen

+ 17. November 1945, Lüdinghausen

 

 

Erich Freiherr von Falkenstein trat am 13. März 1897 als Leutnant in das Infanterie-Regiment Herwarth von Bittenfeld (1. Westfälisches) Nr. 13 ein, in dem er am 18. Mai 1907 zum Oberleutnant befördert und zeitweise als Adjutant des III. Bataillons eingesetzt wurde. Zusammen mit der Beförderung zum Hauptmann am 1. Oktober 1912 wurde er am gleichen Tag zum Hauptmann beim Stab des Infanterie-Regiment Herwarth von Bittenfeld (1. Westfälisches) Nr. 13. Am 1. Oktober 1913 wurde er dann Kompaniechef im Jäger-Bataillon 7, mit dem er im August 1914 in den Ersten Weltkrieg zog. Während des Krieges war er Kompanie- und Bataillonsführer. Am 18. Oktober 1918 zum Major befördert, folgte am 1. Oktober 1919 die Versetzung in das Infanterie-Regiment 14 und am 1. Oktober 1920 in das Infanterie-Regiment 16. Am 1. Oktober 1922 wurde er Kommandeur des III. Bataillons des Infanterie-Regiments 17 und am 1. Oktober 1923 des III. / Infanterie-Regiment 18. Am 1. Februar 1926 zum Oberstleutnant befördert, wurde Erich Freiherr von Falkenstein am 1. April 1927 mit der Wahrung der Geschäfte des Kommandanten des Truppenübungsplatzes Munsterlager betraut. Am 1. Februar 1928 wurde er schließlich Kommandeur des Truppenübungsplatzes Munsterlager und am 1. Oktober 1929 zum Oberst befördert. Am 31. März 1930 wurde er dann aus dem Militärdienst entlassen.
Im Anschluß daran wurde er Vertragsangestellter bzw. L-Offizier* beim Wehrkreis-Kommando VI in Münster. Am 1. Oktober 1935 reaktiviert, wurde er am gleichen Tag Kommandeur des Feldzeug-Kommandos VI in Münster. Am 1. April 1941 zum Generalmajor befördert, wurde er am 30. April 1943 aus dem Militärdienst entlassen.


*Ausgeschiedene ehemalige Offiziere wurden oft als zivile Angestellte der (schwarzen) Reichswehr in "Landesschutzangelegenheiten" beschäftigt (L-Angestellte). Ab dem 1. Oktober 1933 taten diese als sog. L-Offiziere (L = Landsschutz; nicht Landwehr) Dienst in Kommandostellen der Reichswehr, trugen weiterhin Zivil und hatten an ihrem Rang ein "a.D." Das war wie eine eigene Laufbahn mit eigener Besoldung neben dem aktiven Offizierskorps. Am 5. März 1935 erfolgte die Umbenennung in E-Offiziere für Ergänzungsoffizierskorps. Hier trugen die Ränge dann ein (E) als Zusatz. Diese Offiziere wurden nur in bestimmten Bereichen, meist Innendienst eingesetzt und machten während der Aufrüstung aktive Offiziere frei für andere Verwendungen.

 

Literatur und Quellen:

Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109
http://www.geocities.ws/orion47.geo/WEHRMACHT/HEER/Generalmajor/FALKENSTEIN_ERICH.html
Dermont Bradley - Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale des Heeres 1921-1945 - Band 3: Dahlmann - Fitzlaff Biblio-Verlag 1994
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler (1925).
Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Hrsg.: Reichswehrministerium, Mittler & Sohn Verlag, Berlin 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926.
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953