Rust, Bernhard

 

* 3. Oktober 1882, Amberg (Oberpfalz)

† 19. November 1970, München

 

 

Bernhard Rust war der Sohn des Majors Eberhard Rust und dessen Ehefrau Ida, geborene Werner. Am 16. Juli 1901 trat er als Fahnenjunker in die Bayerische Armee ein. Er rückte dabei in das Königlich Bayerisches 3. Pionier-Bataillon in München ein. In diesem wurde er am 31. Januar 1902 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch er Kriegsschule München wurde er am 9. März 1903 zum Leutnant befördert. Als solcher wurde er anfangs als Kompanieoffizier in der 1. Kompanie seines Bataillons eingesetzt. Vom 1. Oktober 1904 bis zum 15. Juli 1906 wurde er zur Artillerie- und Ingenieur-Schule kommandiert. Am 1. Oktober 1906 wurde er zum neuen Bayerisches Telegraphen-Detachement, ebenfalls in München, versetzt. Dort gehörte er als Kompanieoffizier zur 2. Kompanie. Am 1. Oktober 1908 wurde er als Nachfolger von Oberleutnant Karl Prügel zum Adjutant vom Bayerisches Telegraphen-Detachement in München ernannt. Diese Position behielt er dann bis zum 1. Oktober 1912. In der Zwischenzeit wurde er am 26. Oktober 1911 zum Oberleutnant befördert. Am 1. Oktober 1912 wurde er zur Fortifikation Ingolstadt versetzt und als Direktions-Offizier und Lehrer zur Artillerie- und Ingenieurschule kommandiert. Am 27. September 1913 folgte dort mit Wirkung vom 1. Oktober 1913 seine Ernennung zum Hauptmann ohne Patent. Bei seiner Kommandierung blieb es bis zur Mobilmachung für den 1. Weltkrieg am 1. August 1914. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges am 2. August 1914 wurde er zum Führer der bayerischen Festungs-Telegraphen-Bau-Kompanie in Germersheim ernannt. Am 20. August 1914 ging es dann mit dieser Kompanie ins Feld. Dort wurde er mit ihr vom 23. August 1914 bis zum 31. August 1914 bei den Angriffstruppen von Manoviller eingesetzt. Vom 1. September 1914 bis zum 16. September 1914 wurde er beim Ersatz-Korps von Falkenhausen verwendet. Am 17. September 1914 wurde er zur Armee-Abteilung von Falkenhausen versetzt. Am 16. Oktober 1914 wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Im kompletten Jahr 1915 und zu Beginn des Jahres 1916 war er an Stellungskämpfen in Lothringen beteiligt. Am 1. Juni 1915 hat er sein Patent als Hauptmann erhalten. Am 25. Juli 1915 wurde er zum Kommandeur der Bayerischen Armee-Fernsprech-Abteilung Nr. 1 ernannt. Später wurde seine Abteilung noch zur Bayerischen Armee-Fernsprech-Abteilung Nr. 21 umbenannt. Am 10. Februar 1916 wurde er in den Stab des Chefs der Feldtelegraphie kommandiert. Später wurde er auch in diesen Stab versetzt. Am 1. Dezember 1916 wurde er Führer des Korps-Nachrichten-Parks bei der bayerischen Nachrichten-Ersatz-Abteilung Nr. 12. Am 4. Juli 1917 heiratete er Olga Börsch. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen auch noch andere Auszeichnungen verliehen. Am 4. Dezember 1918 wurde er zur Nachrichten-Ersatz-Abteilung 2 (Nachera 2) versetzt. Am 1. Oktober 1919 wurde er in das vorläufige Reichsheer übernommen. Er kam dabei zur bayerische Nachrichten-Abteilung 23, wo er Führer der Fernsprech-Abteilung 123 wurde. Auch bei der Bildung des 200.000 Mann Heeres der Reichswehr Mitte Mai 1920 gehörte er noch zur Nachrichten-Abteilung 23 der Reichswehr-Brigade 23. Bei der Bildung des 100.000 Mann Heeres der Reichswehr wurde er am 1. Oktober 1920 in den Stab der 7. (Bayerische) Nachrichten-Abteilung übernommen. Bei dere Reichswehr wurde ihm 1922 der 8. Oktober 1914 als neues Rangdienstalter zugewiesen, Am 15. September 1923 wurde er als Lehrer an die Infanterie-Schule ebenfalls in München versetzt. Am 1. Februar 1925 wurde er zum Major befördert. Am 1. Oktober 1926 folgte seine Versetzung zurück in den Stab der 7. (Bayer.) Nachrichten-Abteilung in München. Dort erhielt er jetzt seine Einweisung als Abteilungskommandeur. Ab dem 1. Februar 1928 wurde er erneut als Nachfolger von Oberstleutnant Karl Prügel zum Kommandeur der 7. (Bayer.) Nachrichten-Abteilung in München ernannt. In dieser Funktion wurde er am 1. Februar 1930 zum Oberstleutnant befördert. Am 1. November 1930 gab er sein Kommando an Major Ludwig Löweneck ab. Dafür wurde er an diesem Tag in den Stab vom Gruppenkommando 2 nach Kassel versetzt und fungierte dort als Stabsoffizier der Nachrichtentruppe (Stonach). Am 1. Oktober 1932 wurde er in dieser Funktion zum Oberst befördert. Auch bei seiner Beförderung zum Generalmajor am 1. August 1935 wurde er noch immer beim Stab vom Gruppenkommando 2 in Kassel eingesetzt. Als Generalmajor wurde Bernhard Rust am 1. Oktober 1935 zum Höherer Nachrichten-Offizier 2 in Kassel ernannt. Seine Dienststelle wurde später nach Frankfurt am Main verlegt. Am 1. Oktober 1937 wurde ihm der Charakter als Generalleutnant verliehen. Bei Beginn der deutschen Mobilmachung für den 2. Weltkrieg am 26. August 1939 wurde er dann zum Heeresgruppen-Nachrichten-Offizier C, der wie der Name schon sagt für die Heeresgruppe C zuständig war. Am 1. November 1939 wurde er in die Führerreserve OKH versetzt. Am 31. Mai 1940 wurde er wegen Dienstunfähigkeit aus dem Militärdienst entlassen.

 

Literatur und Quellen:

BArch, MSG 109/4919: Krug, Ottomar: Deutsche Generale 1867 - 1945
Militär-Handbuch des Königreichs Bayern mit dem Stand vom 15. Mai 1905, 42. Auflage, München
Militär-Handbuch des Königreichs Bayern mit dem Stand vom 10. April 1907, 43. Auflage, München
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Militär-Handbuch des Königreichs Bayern mit dem Stand vom 1. Juni 1911, 45. Auflage, München
Militär-Handbuch des Königreichs Bayern mit dem Stand vom 6. Februar 1913, 46. Auflage, München
Militär-Handbuch des Königreichs Bayern mit dem Stand vom 16. Mai 1914, 47. Auflage, München
Stellenbesetzung im Reichsheer 16. Mai 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1921, Biblio-Verlag 1968
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1923, Berlin, Mittler und Sohn 1923
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1924, Berlin, Mittler und Sohn 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler und Sohn 1925
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1927, Berlin, Mittler und Sohn 1927
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1928, Berlin, Mittler und Sohn 1928
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1929, Berlin, Mittler und Sohn 1929
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1930, Berlin, Mittler und Sohn 1930
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1931, Berlin, Mittler und Sohn 1931
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1932, Berlin, Mittler und Sohn 1932
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. Mai 1933
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. April 1934
Stellenbesetzung Reichsheer 1. Oktober 1934
Stellenbesetzung Reichsheer 15. Oktober 1935
Stellenbesetzung Wehrmacht 6. Oktober 1936
Stellenbesetzung des Heeres mit Stand vom 12. Oktober 1937
Stellenbesetzung des Heeres 1938
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Wolfgang Keilig: Die Generale des Heeres und die Sanitätsoffiziere im Generalsrang, Podzun-Verlag 1983