Zimmermann, Karl
| * 29. November 1893, Walldüren / Baden † 25. Oktober 1964, Stuttgart |
Karl Zimmermann war der Sohn vom Regierungs- und Fürsorgerat und Anstaltsvorsteher Philipp Zimmermann und dessen Ehefrau Marie, geborene Link. Er trat während des 1. Weltkrieges am 8. März 1915 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zur Train-Ersatz-Abteilung Nr. 14 in Durlach. Am 18. Februar 1916 wurde er zum Leutnant ohne Patent befördert. Am 10. Juli 1916 wurde er zum Stab der Munitions- und Trainkolonne des XIV. Armeekorps kommandiert. Am 2. November 1916 wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Am 4. März 1917 wurde er zum Adjutant vom Staffelstab 66 ernannt. Am 16. April 1917 wurde er zur Ib-Abteilung des XII. Armeekorps kommandiert. Ab dem 6. August 1917 wurde er wieder zum Adjutant des Staffelstabes 66 ernannt. Am 18. Dezember 1917 wurde er zur Ia-Abteilung des XII. Armeekorps kommandiert. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen auch noch andere Auszeichnungen verliehen. Sein Patent wurde am 20. Dezember 1918 auf den 23. Juni 1914 datiert. Er wurde dann 1919 als Leutnant in das vorläufige Reichsheer übernommen. Er wurde Ende März 1919 als Ordonanzoffizier zum Stab des III. Bataillons vom Reichswehr-Schützen-Regiment 25 kommandiert. Bei der Bildung vom 200.000 Mann-Übergangsheer der Reichswehr Mitte Mai 1920 gehörte er zur Fahr-Abteilung 13 der Reichswehr-Brigade 13. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in die 5. Fahr-Abteilung übernommen. Dort wurde er dann die nächsten Jahre als Abteilungsadjutant in Ludwigsburg eingesetzt. Im April 1921 absolvierte er seine Wehrkreisprüfung. Am 12. Mai 1921 hat er Else Habich geheiratet. Am 18. Februar 1922 wurde sein Sohn Günther Zimmermann geboren. Am 1. Juli 1922 wurde ihm der 1. Oktober 1914 als neues Rangdienstalter zugewiesen. Am 1. Mai 1924 wurde er zum Oberleutnant befördert. Als solcher wurde er dann in die 3. (Preuß.) Eskadron der 5. Fahr-Abteilung nach Kassel versetzt. Bei dieser wurde er die nächsten Jahre eingesetzt. Am 5. Dezember 1925 wurde sein Sohn Egon Zimmermann geboren. Vom 23. März 1926 bis zum 23. Mai 1926 wurde er zum Fahrlehrgang bei der 6. Fahr-Abteilung kommandiert. Vom 1. Dezember 1926 bis zum 20. Februar 1927 wurde er zum IV. Waffenschullehrgang an die Infanterieschule nach Dresden kommandiert. Bereits am 1. Februar 1929 wurde er zum Rittmeister befördert. Als solcher wurde er dann zum Chef der 3. Eskadron der 1. (Preuß.) Fahr-Abteilung in Gumbinnen ernannt. Diese Position übte er dann für ca. zwei Jahre aus. 1930/31 wurde er dann in die 3. (Preuß.) Kompanie der 5. Kraftfahr-Abteilung nach Kassel versetzt. Nach einem Jahr wurde er dann 1931/32 in die 7. Batterie vom 5. Artillerie-Regiment nach Ludwigsburg versetzt. Am 1. Mai 1933 gehörte er zum Stab vom Gruppenkommando 2 in Kassel. Am 1. November 1933 wurde er zum Chef der 3. Kompanie der Kraftfahrkampfabteilung 5 in Kassel ernannt. Bei der Erweiterung der Reichswehr wurde er am 1. Oktober 1934 als Hauptmann zum Kommandeur der Kampfwagen-Abwehr-Abteilung 15, mit dem Tarnnamen Kraftfahr-Abteilung Würzburg B, auf dem Truppenübungsplatz Münsingen ernannt. Mit dieser wurde er der 2. Kraftfahr-Brigade unterstellt. Zum 1. Juni 1935 wurde er zum Major befördert. Bei der Enttarnung der Einheiten wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur der Panzer-Abwehr-Abteilung 15 in Würzburg ernannt. Vom 28. Februar 1936 bis zum 1. April 1936 besuchte er einen Schießlehrgang für Artillerie-Offiziere in Jüterbog. Vom 1. März 1937 bis zum 5. März 1937 wurde er zum Lehrgang der Stabsoffiziere der Panzer-Abwehr-Abteilungen nach Halle kommandiert. Als Abteilungskommandeur wurde er am 1. Februar 1938 zum Oberstleutnant befördert. Im gleichen Jahr verlegte er mit seiner Abteilung nach Büdingen. Auch bei Beginn des 2. Weltkrieges im Sommer 1939 wurde er noch in dieser Funktion eingesetzt. Im Rahmen der 15. Infanterie-Division bezog er dann Stellungen im Westen. Durch die Umbenennung seiner Abteilung wurde er dann Mitte März 1940 zum Kommandeur der Panzerjäger-Abteilung 15 ernannt. Im Frühjahr 1940 führte er seine Abteilung im Divisionsverband der 15. Infanterie-Division in den Westfeldzug. Dabei wurden ihm beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Danach gab er sein Kommando über die Abteilung ab. Er wurde nämlich Mitte August 1940 in das Oberkommando des Heeres (OKH) nach Berlin versetzt. Dort wurde er als Gruppenleiter im Prüfungsstab des Heeres-Waffenamtes eingesetzt. Dort wurde er am 1zum 1. Januar 1941 zum Oberst befördert. Am 7. April 1942 wurde er zum Abteilungsleiter (Wa I Rü Mun 2) in der Amtsgruppe für Industrielle Rüstung / Munition im Heereswaffenamt im OKH ernannt. Als solcher wurde er dann zum 1. Dezember 1944 zum Generalmajor befördert. Er blieb bis zum Kriegsende im OKH eingesetzt.