von Einsiedel, Heinrich Ernst Burghard

 

* 24. Januar 1893, Dresden

† 29. Januar 1951, Berlin-Charlottenburg (Selbstmord)

 

 

Heinrich von Einsiedel war der zweitälteste Sohn vom Major der sächsischen Kavallerie Konrad Detlev von Einsiedel und dessen Ehefrau Alexandra Elisabeth Katharina, geborene von Vietinghoff. Er trat am 1. April 1912 als Fahnenjunker in die Sächsische Armee ein. Er kam dabei zum 1. Husaren-Regiment "König Albert" Nr. 18 nach Großenhain. Am 12. November 1912 wurde er zum Fähnrich befördert. Danach wurde er bei der 2. Eskadron seines Regiments in Großenhain eingesetzt. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 14. August 1913 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 19. August 1911 datiert. Danach wurde er als Eskadronoffizier bei der 4. Eskadron vom 1. Husaren-Regiment "König Albert" Nr. 18 in Großenhain verwendet. Am 5. Oktober 1916 wurde er zum Oberleutnant befördert. Er wurde im Ersten Weltkrieg nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Ihm wurden in diesem Krieg neben beiden Eisernen Kreuzen noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er im Jahr 1919 als Oberleutnant in das vorläufige Reichsheer übernommen. Bei der Bildung des 200.000 Mann-Übergangsheeres der Reichswehr Mitte Mai 1920 gehörte er zum Stab der 2. Kavallerie-Divsion, der er zu Ausbildungszewecken zur Verfügung gestellt worden war. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr am 1. Oktober 1920 gehörte er zum Reiter-Regiment 12. Bei diesem wurde er anfangs als Eskadronoffizier eingesetzt. Am 3. Oktober 1921 starb sein Vater. Noch Anfang der 20iger Jahre wurde er zum Adjutant vom 12. (Sächsisches) Reiter-Regiment in Dresden ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1924 zum Rittmeister befördert. Diese Funktion als Regimentsadjutat behielt er bis zum 1. Oktober 1926 bei. An diesem Tag wurde er durch Oberleutnant Otto Beutler abgelöst. Dafür wurde er an diesem Tag als Nachfolger von Rittmeister Martini zum Chef der 2. Eskadron vom 12. Reiter-Regiment in Großenhain ernannt. Diese Funktion übte er etwa vier Jahre aus. Er hat am 12. Februar 1927 die etwas mehr als sechs Jahre jüngere Dorothea Margarete Clementine Marie von Diebitsch, Tochter von Hans Gotthard Alfred Friedrich Paul von Diebitsch, in Johnsdorf (1951 Mallmitz) geheiratet. Dieser Ehe entsprangen vier Kinder. Am 12. Dezember 1927 wurde sein Sohn Alexander Clemens Heinrich Hildebrand von Einsiedel in Großenhain geboren. Am 9. September 1930 wurde seine Tochter Margarete von Einsiedel in Großenhain geboren. Am 1. Oktober 1930 übergab er seine 2. Eskadron an Rittmeister Hans-Arwed von Poser und Groß-Nädlitz. Dafür wurde er jetzt in die 3. Eskadron vom 12. Reiter-Regiment in Grimma versetzt. Auch bei dieser Eskadron blieb er mehrere Jahre zugeordnet. Zum 1. Oktober 1933 wurde er zum Major befördert. Am 1. April 1934 gehörte er zum Stab der 3. Kavallerie-Brigade in Hannover. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht gehörte er am 1. Oktober 1934 als Adjutant zur 2. Kavallerie-Brigade in Hannover. Bei der Enttarnung der Einheiten am 15. Oktber 1935 wurde er als Adjutant der 2. Reiter-Brigade in Hannover eingesetzt. Am 1. April 1936 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Als solcher gehörte er im Herbst 1936 zur Kavallerieabteilung (In 3) beim Allgemeines Heeres-Amt (AHA). Am 12. Oktober 1937 wurde er als Nachfolger von Oberst Rudolf Graf von Schmettow zum Kommandeur vom Kavallerie-Regiment 8 in Brieg ernannt. Kurz vor Sommerbeginn des Jahres 1938 verlegte er mit seinem Regimentsstab nach Oels. Dort wurde er als Regimentskommandeur zum Oberst befördert. Bei Kriegsbeginn des 2. Weltkrieges wurde er bei den Sonstige Offizieren zur Verfügung beim Oberbefehlshaber des Heeres verwendet. Oberst a.D von Einsiedel starb am 29. Januar 1951 zwischen 16 und 17 Uhr in seiner eigenen Wohnung in der Bleibtreustrasse 26 in Berlin-Charlottenburg durch Freitod durch Erhängen. Er wurde in Berlin-Wilmersdorf beigesetzt.

Seine ältere Schwester war die am 3. Juni 1885 in Dresden geborene Sophie Emma Karoline von Einsiedel. Sein älterer Bruder war der am 23. Januar 1891 in Dresden geborene Detlev Innocenz Richard von Einsiedel. Sein jüngerer Bruder war der am 21. Mai 1897 in Dresden geborene Johannes Konrad von Einsiedel.