Sattler, Ottfried

 

* 10. Oktober 1886, Kohlo, Kreis Sorau (Schlesien)

† 25. August 1952, Hamburg

 

Ottfried Sattler trat am 12. März 1906 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Dabei kam der Sohn eines Pastors zum Feldartillerie-Regiment „Groß-Komtur“ Nr. 71. Bei diesem wurde er am 18. November 1906 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch an der Kriegsschule wurde er am 16. August 1907 zum Leutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den 14. Februar 1906 datiert. Als solcher wurde er jetzt als Batterieoffizier im Feldartillerie-Regiment „Groß-Komtur“ Nr. 71 eingesetzt. Am 1. Oktober 1912 wurde er dann in seinem Regiment zum Abteilungsadjutant ernannt. In dieser Funktion diente er auch noch bei Beginn des 1. Weltkrieges im August 1914. Als solcher wurde er am 8. Oktober 1914 zum Oberleutnant befördert. Anfang Juni 1915 wurde er dann in das Feldartillerie-Regiment Nr. 213 versetzt. Bei diesem wurde er dann als Regimentsadjutant eingesetzt. Am 18. Oktober 1915 wurde er als solcher zum Hauptmann befördert. Ab Mitte März 1917 wurde er dann als Abteilungsführer im Feldartillerie-Regiment Nr. 213 eingesetzt. Am 1. Dezember 1917 wurde er zum Adjutant vom Artilleriekommandeur 157 ernannt. Ab Mitte August 1918 wurde er dann als Abteilungsführer im Magdeburgisches Feldartillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold von Bayern“ Nr. 4 eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurden neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er anfangs bei verschiedenen Einheiten verwendet. 1919 wurde er als Rittmeister mit seinem alten Rangdienstalter in das Reichsheer übernommen. Im Herbst 1919 kam er dann zum Reichswehr-Artillerie-Regiment 2. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 gehörte er dann zur Fahr-Abteilung 2 der Reichswehr-Brigade 2. Nach der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er dann in die 2. (Preuß.) Fahr-Abteilung versetzt. Bei dieser wurde er dann die nächsten Jahre als Eskadronchef eingesetzt. Am 1. Februar 1924 wurde er dann in die 2. (Preuß.) Sanitäts-Abteilung in Stettin versetzt. Am 1. Oktober 1925 wurde er dann in den Stab der I. Abteilung vom 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment ebenfalls in Stettin versetzt. Nach einem Jahr wurde er am 1. Oktober 1926 in den Stab der III. Abteilung vom 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment nach Itzehoe versetzt. Am 1. April 1928 wurde er dann für die nächsten drei Jahre in den Stab der 2. Kavallerie-Division nach Breslau versetzt. Bei diesem wurde er am 1. September 1928 zum Major befördert. Am 1. April 1931 wurde er zum Stab der III. Abteilung vom 1. (Preuß.) Artillerie-Regiment nach Allenstein versetzt. Am 1. April 1933 wurde er dort zum Oberstleutnant befördert. Am 1. Oktober 1933 wurde er in den Stab der 1. Division der Reichswehr nach Königsberg versetzt. Ende Februar 1934 wurde er aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet.

Am 1. April 1934 trat er dann als Oberstleutnant in die Luftwaffe ein. Er wurde dabei als Offizier z.b.V. dem Reichsluftfahrtministerium (RLM) zugeteilt. Von dort wurde er zum Gehobenes Luftamt I in Königsberg kommandiert. Dabei wurde er zum 1. April 1935 zum Oberst befördert. Ab diesem Tag gehörte er durch die Umbenennung des Stabes zum Luftkreiskommando I. Am 1. Oktober 1936 wurde er zum Kommandeur vom Flak-Regiment 6 in Hamburg-Altona ernannt. Als solcher wurde er zum 1. Januar 1938 zum Generalmajor befördert. Am 1. Juli 1938 wurde er als Offizier z.b.V. wieder in das RLM versetzt und dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe zugeteilt. Am 1. August 1938 wurde er dann zum Kommandeur vom Luftverteidigungskommando Hamburg eingesetzt. Am 1. August 1939 wurde er dann durch die Umbenennung seines Stabes zum Kommandeur vom Luftverteidigungskommando 3 in Hamburg ernannt. Er unterstand jetzt dem Luftgau-Kommando XI. Zum 1. Januar 1940 wurde er zum Generalleutnant befördert. Mitte Januar 1940 wurde er dann zum Flakkommandeur im Luftgau XI ernannt. Ende Februar 1940 wurde er dann als General z.b.V. dem Oberbefehlshaber der Luftwaffe im RLM unterstellt. Am 30. April 1940 wurde er dann aus dem aktiven Dienst der Wehrmacht verabschiedet.

Am 1. September 1940 trat er dann wieder zur Verfügung der Luftwaffe. Er wurde jetzt als Höherer Kolonnenführer dem Stab vom Luftflotten-Kommando 3 zugeteilt. Anfang Dezember 1940 musste er die Luftflotte 3 verlassen und wurde zur Verfügung vom Luftgau XI gestellt. Ende Februar 1941 wurde er erneut verabschiedet. Bei der Kapitulation der deutschen Wehrmacht kam er dann in alliierte Gefangenschaft. Aus dieser wurde der ledige Generalleutnant a.D. 1947 wieder entlassen.