Trepper, Wilhelm

 

* 14. Februar 1876, Metz

† 21. Juni 1932,

 

 

Wilhelm Trepper war er Sohn des späteren Char. General-Oberarzt Dr. Jakob August Trepper und dessen Ehefrau. Er trat 1893/94 als Fahnenjunker in die Preußische Armee ein. Er kam dabei zum  Schleswig-Holsteinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 9 in Köln. Am 8. Oktober 1894 wurde er zum Portepeefähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 18. August 1895 zum Sekondeleutnant befördert. Er gehörte dabei zum  Schleswig-Holsteinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 9 in Köln. Bei diesem wurde er anfangs als Kompanieoffizier bei der 4. Kompanie in Köln verwendet. 1897 gehörte er zur 5. Kompanie vom Schleswig-Holsteinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 9 in Ehrenbreitstein. Am 1. Oktober 1897 wurde er zur Artillerie- und Ingenieurschule kommandiert. Dort wurde er durch die Umbenennung seines Dienstgrades am 1. Januar 1899 zum Leutnant ernannt. Nach seiner Rückkehr wurde er am 1. Oktober 1899 Nachfolger von Leutnant Lichtschlag zum Adjutant des II. Bataillons vom Schleswig-Holsteinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 9 in Ehrenbreitstein ernannt. Diese Funktion übte er einige Jahre aus. Am 1. Oktober 1902 wurde er von seinem Regiment für seine Generalstabsausbildung zur Kriegsakademie nach Berlin kommandiert. Sein Nachfolger als Bataillonsadjutant wurde Leutnant Kettner. Während der Kommandierung zur Kriegsakademie wurde er er am 15. September 1905 zum Oberleutnant befördert. Nach seiner Rückkehr aus Berlin wurde er als Kompanieoffizier in der 3. Kompanie vom Schleswig-Holsteinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 9 in Köln verwendet. 1907 wurde er als Nachfolger von Leutnant Heukrodt zum Regimentsadjutant vom Schleswig-Holsteinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 9 in Ehrenbreitstein ernannt. 1909 wurde er als Kompanieoffizier zur 5. Kompanie vom Schleswig-Holsteinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 9 in Ehrenbreitstein versetzt. Oberleutnant Uhlenbruck wurde sein Nachfolger als Regimentsadjutant. 1910 wurde er als Kompanieoffizier bei der 8. Kompanie seines Regiments in Ehrenbreitstein verwendet. Im Jahr 1911 wurde in glecher Funktion bei der 7. Kompanie seines Regiments am gleichen Standort eingesetzt. Am 11. Dezember 1911 wurde sein Sohn Friedrich-Wilhelm Heinrich Trepper in Pfaffendorf, Kreis Koblenz-Land, geboren. Am 20. Februar 1912 wurde er zum Huaptmann befördert. Als solcher wurde er als Nachfolger von Hauptmann Wilcke Chef der 8. Kompanie des II. Bataillons vom Schleswig-Holsteinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 9 auf der Festung Ehrenbreitstein ernannt. Vom 4. Januar 1914 bis zum 4. April 1914 wurde er zum Lehrgang für ältere Offiziere an die Fußartillerieschule kommandiert. Auch bei der Mobilmachung für den 1. Weltkrieg Anfang August 1914 war er noch als Chef der 8. Kompanie beim Schleswig-Holsteinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 9 im Einsatz. Er ging dann im Sommer 1914 ins Feld. Dort am 24. Februar 1915 schwer verwundet. Am 27. Januar 1917 wurde er zum Major befördert. Nach Kriegsende wurde er im Jahr 1919 in das vorläufige Reichsheer übernommen. Ab dem 1. Oktober 1919 wurde er als Referent im Reichswehrministerium (RWM) in Berlin eingesetzt. Auch bei der Bildung des 200.000 Mann Heeres der Reichswehr Mitte Mai 1920 gehörte er in gleicher Funktion weiter zum RWM. Bei der Bildung des 100.000 Mann Heeres der Reichswehr blieb er am 1. Oktober 1920 weiter im RWM eingesetzt. Am 1. Juni 1922 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Noch Anfang der 20iger Jahre wurde er zum Kommandeur der III. (Württembergischen) Abteilung vom 5. Artillerie-Regiment in Ludwigsburg ernannt. Am 1. Februar 1925 wurde er als Nachfolger von Oberst Arnold Fischer zum Chef des Stabes der Inspektion der Artillerie (In 4) ernannt. Sein Nachfolger als Kommandeur der III. (Württ.) Abteilung vom 5. Artillerie-Regiment in Ludwigsburg wurde Major Hinkelbein. Seine private Adresse wurde jetzt die Heinrichstraße 5 b in Berlin-Schlachtensee mit der Telefonnummer Steglitz 2424. Als Chef des Stabes der In 4 wurde er am 1. Februar 1927 zum Oberst befördert. Am 1. November 1928 wurde er als Chef des Stabes In 4 von Oberst Wilhelm Marx abgelöst. Er wurde an diesem Tag aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter als Generalmajor verliehen. Nach seinem Abschied war seine private Anschrift die Hohenzollerstraße 7 mit der Telefonnummer Steglitz 4418. Er blieb aber weiter dem Militär verbunden und wurde jetzt direkt in der Sowjetunion tätig. Dort war beim Gastestgelände bei Volsk (Wolsk) als Nachfolger des plötzlich verstorbenen ersten Leiters tätig. Der Tarnname der Einrichtung lautete Tomka. Dieses befand sich in der Nähe der Bahnstation Prichernavskaya im Oblast Saratov. Der Etat von Tomka betrug 1929 780.000 Reichsmark. Ab Herbst 1929 konnten er und seine Fachreferenten regelmäßig an sowjetischen Gasübungen teilnehmen. Im Juni 1932 ist er als Stationsleiter Tomka gestorben. Seine Ehefrau Elisabeth Trepper lebte nach seinem Tod im Jahr 1935 in der Südendstraße 15 in Berlin-Steglitz. Spätestens im Folgejahr zog sie in die Machnower Straße 22 nach Berlin-Zehlendorf. Sein Sohn Friedrich-Wilhelm Trepper hat am 31. Mai 1941 in Neustadt in Holstein Paula Gesine Schacht geheiratet. Sein Sohn Dipl. Ing. Friedrich-Wilhelm Trepper ist am 23. April 1945 als Gefreiter bei Märkisch-Buchholz gefallen. Sein am 10. Mai 1883 in Metz geborener jüngerer Bruder Amandus Trepper ist als Oberarzt und Angehöriger der Schutztruppe Kamerun, der er seit April 1910 angehörte, am 5. Januar 1915 in Edéa gefallen.

 

Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10853
Rang- und Quartierlisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1896, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1896
Rang- und Quartierlisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1897, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1897
Rang- und Quartierlisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1898, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1898
Rang- und Quartierlisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1899, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1899
Rang- und Quartierlisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1900, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1900
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1901, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1901
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1902, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1902
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1903, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1903
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1904, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1904
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1905, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1905
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1906, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1906
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1907, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1907
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1908, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1908
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1909, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1909
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1910, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1910
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1911, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1911
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1912, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1912
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1913, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1913
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1914, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1914
Dienstaltersliste der Offiziere der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich  Württembergischen) Armeekorps 1917, Mittler und Sohn 1917
Dienstaltersliste der Offiziere der bisherigen Preußischen Armee und des XIII. (bisherigen Württembergischen) Armeekorps 1919, Mittler und Sohn 1919
Stellenbesetzung im Reichsheer 16. Mai 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1921, Biblio-Verlag 1968
Wilhelm Marx - Geschichte des 3. lothr. Feldartillerie-Regiments Nr. 69, Verlag G. Legal, Berlin 1920
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1923, Berlin, Mittler und Sohn 1923
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1924, Berlin, Mittler und Sohn 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler und Sohn 1925
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1927, Berlin, Mittler und Sohn 1927
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1928, Berlin, Mittler und Sohn 1928
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1929, Berlin, Mittler und Sohn 1929
Manfred Zeidler - Reichswehr und Rote Armee 1920–1933: Wege und Stationen einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit, Verlag De Gruyter Oldenbourg, München 1993