Ubl, Bruno Franz

 

* 31. Dezember 1887, Maschau, Bezirk Podersam Sudetenland

† 10. Mai 1973, Wien

 

 

Bruno Ubl besuchte zwischen 1904 und 1907 die Infanterie-Kadettenschule Triest. 1907 und 1908 besuchte der Sohn eines Technischen Beamten in einer Zuckerfabrik dann die Infanterie-Kadetten-Schule Marburg/Drau. Danach wurde er am 1. August 1908 als Kadett-Offiziersstellvertreter (Fähnrich) in die k.u.k. Armee übernommen. Dabei kam er jetzt zum k.u.k. Ungarisches Infanterie Regiment "Galgótzy" Nr. 71 in Trentschin. Am 1. Mai 1911 wurde er zum Leutnant befördert. Als solcher wurde er dann als Kompanieoffizier in seinem Regiment eingesetzt. Am 1. August 1914 wurde er zum Oberleutnant befördert. Als solcher wurde er dann bei Beginn des 1. Weltkrieges zum Kommandeur der Regiments-Aufklärungs-Abteilung ernannt. Ab dem 6. September 1914 wurde er dann als Kompaniechef im k.u.k. Ungarisches Infanterie Regiment "Galgótzy" Nr. 71 eingesetzt. Am 10. Oktober 1914 wurde er erstmals verwundet. Ab dem 6. Januar 1915 wurde er dann dem Ersatztruppenteil zugeteilt. Am 15. Januar 1915 wurde er dann zum Kommandant der 2. Marsch-Kompanie ernannt. Am 10. Februar 1915 wurde er dann zum Adjutant des II. Bataillons vom k.u.k. Ungarisches Infanterie Regiment "Galgótzy" Nr. 71 ernannt. Am 5. April 1915 wurde er erneut verwundet. Am 29. Juni 1915 wurde er erneut dem Ersatztruppenteil zugeordnet. Am 1. September 1915 wurde er zum Chef der MG-Ersatz-Kompanie ernannt. Am 19. Dezember 1915 wurde er zum Kommandant der 2. MG-Kompanie vom k.u.k. Ungarisches Infanterie Regiment "Galgótzy" Nr. 71 ernannt. Ab dem 15. November 1916 wurde er dann bei seinem Regimentsstab als Regimentsadjutant eingesetzt. Am 15. März 1917 kam er dann wieder zum Ersatz-Bataillon zurück. Bei diesem wurde er zum 1. August 1917 zum Hauptmann befördert. Als solcher wurde er dann ab dem 16. September 1918 als Adjutant des Ersatz-Bataillons vom k.u.k. Ungarisches Infanterie Regiment "Galgótzy" Nr. 71 eingesetzt. Bereits am 14. September 1918 hat er die 5 Jahre jüngere Anna Handschig geheiratet. Ab dem 1. November 1918 gehörte er dann zum Niederösterreichisches Infanterie Regiment "Freiherr von Bolfras" Nr. 84. Am 20. November 1918 wechselte er als Adjutant zum Kreiskommando Wien. Im Frühjahr 1920 wurde er in das neue österreichische Bundesheer übernommen. Ab dem 1. September 1920 wurde er dann als Kommandant der 1. MG-Kompanie vom Niederösterreichisches Infanterieregiment General der Infanterie Carl Vaugoin Nr. 5 nach St. Pölten. Dort wurde er 1921 zum Major befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Juli 1921 festgelegt. Am 31. Juli 1925 wurde er dann zum Chef der 2. MG-Kompanie vom Niederösterreichisches Infanterieregiment General der Infanterie Carl Vaugoin Nr. 5 ernannt. Anfang Juli 1926 kam er dann als Chef der MG-Lehr-Kompanie auf den Schießplatz Bruckneudorf. Am 23. Juni 1928 wurde er dort zum Kommandeur der MG-Versuchs-Abteilung ernannt. Am 22. Oktober 1928 wurde er dann als Referent und Lehrer an die Infanterie-Fachschule nach Wien versetzt. Dort wird er dann mehrere Jahre eingesetzt. Ab dem 4. April 1934 wurde er als Frequentant am Informationskursus für Stabsoffiziere eingesetzt. Am 20. Oktober 1934 wurde er dann als Referent beim technischen Amt im Bundesministerium für Heereswesen eingesetzt. Am 28. Dezember 1935 wurde er dort zum Oberstleutnant befördert, sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. März 1936 festgelegt. Nach der Umgliederung des Ministeriums gehörte er dann ab dem 1. November 1936 als Gruppenleiter und Referent zum technisches Amt beim Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV). Bei der Eingliederung des Bundesheeres in die Wehrmacht nach dem Anschluss Österreichs wurde er dann in das Heer übernommen. Sein Rangdienstalter als Oberstleutnant wurde dabei auf den 1. März 1936 festgelegt. Zuerst war er dann mit Liquidierungsarbeiten im technischen Amt in Wien beschäftigt. Am 1. August 1938 wurde er dann in den Regimentsstab vom Infanterie-Regiment 81 nach Frankfurt am Main versetzt. Bei diesem wurde er am 20. April 1939 zum Oberst befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Oktober 1938 festgelegt. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg im Sommer 1939 wurde er Ende August 1939 zum Kommandeur vom neuen Infanterie-Ersatz-Regiment 15 in Hanau ernannt. Anfang Dezember 1940 wurde er dann mit der Aufstellung vom neuen Infanterie-Regiment 692 beauftragt und dann auch zum Kommandeur dieses Regiments ernannt. Anfang Mai 1941 verlegte er mit seinem Regiment im Verband der 339. Infanterie-Division an die Demarkationslinie in Frankreich. Dort wurde es als Besatzungstruppe eingesetzt. Bereits im August 1941 wurde er mit seinem Regiment an die Ostfront verlegt. Dort wurde es mit der Division im Mittelabschnitt der Ostfront eingesetzt. Am 30. Juni 1942 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve vom Wehrkreis IX versetzt. Zum 1. Juli 1942 wurde er zum Generalmajor befördert. Als solcher wurde er am 19. September 1942 zur Heeresgruppe A kommandiert. Am 20. Oktober 1942 wurde er nach einem Autounfall ins Lazarett eingeliefert. Danach gehörte er zur Führerreserve vom Wehrkreis XVII. Am 15. August 1943 wurde er dann zum Kommandant der neuen Feldkommandantur 1015 (FK 1015) ernannt. Mit dieser wurde er dann in der Folge als Kommandant der Militärkommandantur 1015 (MK 1015) in Italien eingesetzt. Am 29. August 1944 kam er erneut ins Lazarett. Er erhielt einen Kuraufenthalt im Reservelazarett Semmering. Ab dem 1. Januar 1945 wurde er dann zum General z.b.V. beim Stellvertretendes Generalkommando XVII. Armeekorps in Wien ernannt. Anfang Mai 1945 kam er dann in Gefangenschaft, aus der er nach nur zwei Monaten wieder entlassen wurde. Er fand 1973 seine Grabstelle am Neustifter Friedhof in Wien.