Hundt, Gustav
| * 27. September 1894, Pfaffenhofen † 21. März 1945, bei Troppau (vermisst) |
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Gustav Hundt trat am 17. Juli 1913 als Fahnenjunker in das 1. Unter-Elsässisches Feldartillerie-Regiment Nr. 31 ein. Mit diesem zog er bei Beginn des 1. Weltkrieges als Fähnrich ins Feld. Dort wurde er am 7. August 1914 zum Leutnant befördert. Im Krieg wurde er in den verschiedensten Stellungen seines Regiments eingesetzt. Ihm wurden beide Eisernen Kreuze verliehen. Dabei wurde er am 22. März 1918 zum Oberleutnant befördert. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er in das Reichsheer übernommen. Dort wurde er anfangs im Reichswehr-Artillerie-Regiment 4 eingesetzt. Ab Herbst 1920 wurde er dann im Reichswehr-Artillerie-Regiment 16 eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er aus der Armee entlassen. Am 12. August 1921 wurden ihm die Charakter eines Hauptmanns verliehen. Die nächsten zwei Jahre studierte er Politikwissenschaften an der Universität Hamburg. Dabei wurde er Mitglied des Norddeutschen Heimatbundes und später vom Wehrwolf. Anfang der 30iger Jahre war er dann im Stahlhelm aktiv. Am 1. Juli 1934 wurde er als Hauptmann wieder in den aktiven Dienst übernommen. Zuerst kam er zum 2. (Preuß.) Artillerie-Regiment. Bei der Erweiterung der Reichswehr wurde er am 1. Oktober 1934 zum Chef der 5. Batterie des Artillerie-Regiment Rendsburg ernannt. Damit wurde er dann bei der Enttarnung automatisch zum Chef der 5. Kompanie vom Artillerie-Regiment 20. Durch die Umbenennung der Abteilung wurde er am 6. Oktober 1936 zum Chef der 5. Batterie des Artillerie-Regiment 30 ernannt. Am 1. April 1937 wurde er zum Major befördert. Am 12. Oktober 1937 wurde er zum Kommandeur der I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 66 ernannt. Diese Abteilung führte er dann zuerst im Polenfeldzug in den 2. Weltkrieg. In diesem wurde ihm die Spange zum Eisernen Kreuz 2. Klasse verliehen. Danach kommandierte er die Abteilung im Westfeldzug. Dort wurde ihm die Spange zum Eisernen Kreuz 1. Klasse verliehen. Am 1. September 1940 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Danach führte er die I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 66 auch zum Auftakt des Ostfeldzuges beim Vormarsch nach Nordrussland. Am 20. September 1941 gab er sein Kommando ab und wurde dafür zum Kommandeur des Artillerie-Regiment 30 ernannt. Als solcher wurde er am 15. Dezember 1941 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 1. Februar 1942 wurde er zum Oberst befördert. Ab Sommer 1942 übernahm er trotz seines weiter bestehenden Kommandos einige Male die Führung anderer Einheiten, meist nur für einige Tage. Am 9. Juni 1943 gab er sein Kommando ab und wurde dafür zum Artillerie-Kommandeur 138 (Arko 138) ernannt. Am 3. Januar 1944 gab er sein Kommando ab und wurde in die Führerreserve des OKH versetzt. Dabei nahm er am 10. Divisionsführerlehrgang teil. Am 2. Mai 1944 wurde er zur Heeresgruppe Südukraine versetzt. Am 8. Mai 1944 wurde er mit der Führung der 304. Infanterie-Division beauftragt. Im August 1944 gab er die Führung wieder ab und übernahm für einige Tage die Führung der 306. Infanterie-Division. Am 20. September 1944 wurde er zum Generalmajor befördert. Am 3. Oktober 1944 wurde er zum Kommandeur der 1. Ski-Jäger-Division ernannt. Am 1. März 1945 wurde er zum Generalleutnant befördert. Am 15. April 1945 wurde er mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 18. April 1945 wurde er namentlich im Wehrmachtsbericht genannt: "Im Kampfraum Ratibor wurden starke sowjetische Angriffe unter Abschuss von 22 Panzern im Hauptkampffeld aufgefangen. Die 1. Ski-Jäger-Division unter Führung von Generalleutnant Hundt hat sich in diesen Kämpfen durch vorbildliche Standhaftigkeit hervorragend bewährt." Seit dem 21. April 1945 gilt Generalleutnant Gustav Hundt im Raum Troppau als vermisst.
Ritterkreuz (15. April 1945)
Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10847 Hei - Kar
http://www.oocities.org/~orion47/WEHRMACHT/HEER/Generalleutnant/HUNDT_GUSTAV.html