Schubert, Heinrich

 

* 7. Mai 1875, Regensburg

† 11. Dezember 1960, Bonn

 

 

Heinrich Schubert war der Sohn vom Regierungsrat Oskar Schubert und dessen Ehefrau Charlotte, geborene Neudegger. Er trat am 16. Juli 1894 als Fahnenjunker in die Königlich Bayerische Armee ein. Dabei kam er zum Königlich Bayerisches Eisenbahn-Bataillon. Bei diesem wurde er am 8. März 1895 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule München wurde er am 27. Februar 1896 zum Sekondeleutnant befördert. Sein Patent wurde dabei auf den gleichen Tag datiert. Als solcher wurde er dann als Kompanieoffizier im Königlich Bayerisches Eisenbahn-Bataillon eingesetzt. Durch die Umbenennung seines Dienstgrades wurde er am 1. Januar 1899 zum Leutnant ernannt. Am 15. November 1900 wurde er zum Oberleutnant befördert. An diesem Tag wurde er auch zur Fortifikation Ingolstadt kommandiert. Am 18. März 1903 wurde er dann zum 2. königlich bayerisches Pionier-Bataillon versetzt. 1905 gehörte er als Kompanieoffizier zur Telegraphen-Kompanie in München. Am 1. Oktober 1906 wurde er zum Hauptmann ohne Patent befördert. An diesem Tag wurde er dann als Kompaniechef der 2. Kompanie vom Telegraphen-Detachement in München. Diese Position behielt er dann mehrere Jahre. Am 23. März 1907 hat er Elisabeth Höggenstaller geheiratet. Aus dieser Ehe entstanden zwei Kinder. Am 26. Oktober 1911 hat er sein Patent als Hauptmann erhalten. Am 1. Oktober 1912 wurde er als Adjutant zur Inspektion der Verkehrstruppen versetzt. Ab dem 1. Oktober 1913 wurde er als Adjutant bei der Inspektion des Luft- und Kraftfahrwesens eingesetzt. Im Mai 1914 wurde er als Hauptmann beim Stabe zum königlich bayerisches 2. Telegraphen-Bataillon versetzt. Auch kurz vor der Mobilmachung für den 1. Weltkrieg im Sommer 1914 war er noch Kompaniechef im 2. königlich bayerisches Telegraphen-Bataillon. Bei der Mobilmachung wude er als Führer zur 1. Ersatz-Kompanie des königlich bayerisches 1. Telegraphen-Bataillon versetzt. Am 13. September 1914 wurde er zum Kommandeur der bayerischen Armee-Telegraphen-Abteilung 6 ernannt. Vom 23. September 1914 bis zum 6. Oktober 1914 wurde er bei der Schlacht an der Somme eingesetzt. Vom 6. Oktober 1914 bis zum 13. Oktober 1914 folgte die Schlacht bei Arras. Daran schloß sich bis zum 10. Oktober 1914 die Schlacht westlich St. Quentin an. Vom 10. Oktober 1914 bis zum 8. Mai 1915 wurde er mit seiner Abteilung bei den Stellungskämpfen im Artois und in Flandern eingesetzt. Während dieser Zeit wurde ihm am 23. November 1914 das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Am 1. April 1915 wurde ihm auch das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Zwischen dem 25. September 1915 und dem 13. Oktber 1915 wurde er bei der Herbstschlacht bei Le Baisse und Arras eingesetzt. Vom 14. Oktober 1915 bis zum 26. Dezember 1915 folgten wieder Stellungskämpfe im Artois und in Flandern. Ab dem 26. Dezember 1915 wurde er als Stabsoffizier der Telegraphentruppe der Armee-Abteilung Falkenhausen eingesetzt. Vom 27. Dezember 1915 bis zum 9. September 1916 wurde er damit bei Stellungskämpfen in Lothringen und den nördlichen Vogesen eingesetzt. Ab April 1916 wurde er durch die Umbenennung des Kommandos als Stabsoffizier der Telegraphentruppe der Armee-Abteilung A genannt. Am 9. September 1916 wurde er zur Verfügung des Feldbahnchefs gestellt. Am 21. September 1916 wurde er als Stabsoffizier der Telegraphentruppe zum AOK 9 versetzt. Angeblich wurde er jetzt bereits als Stabsoffizier der Nachrichtentruppe (Stonach) bzw. Armee-Fernsprech-Kommandeur 9 bei der 9. Armee bezeichnet. Mit dieser war er jetzt auf dem rumänischen Kriegsschauplatz im Einsatz. Vom 26. September 1916 bis zum 29. September 1916 wurde er in der Schlacht bei Hermannstadt eingesetzt. Vom 29. September 1916 bis zum 4. Oktober 1916 wurde er bei den Kämpfen um Fogaras verwendet. Am 5. Oktober 1916 folgte die Schlacht vor dem Geisterwalde. Vom 7. Oktober 1916 bis zum 9. Oktober 1916 stand die Schlacht bei Kronstadt auf dem Plan. Danach kam er durch die weite Verteilung der 9. Armee kam er bei verschiedenen Einsätzen zum Einsatz. So war er zwischen dem 19. September 1916 und dem 22. November 1916 bei den Kämpfen bei , vom 30. September 1916 bis zum 24. November 1916 bei den Gebirgskämpfen am Roten-Turm-Pass, vom 10. Oktober 1916 bis zum 26. November 1916 bei den Gebirgskämpfen im Predeal- und Bodza-Gebiet, zwischen dem 10. Oktober 1916 und dem 28. November 1916 bei den Gebirgskämpfen am Törzburger Paß, zwischen dem 10. Oktober 1916 und dem 22. Dezember 1916 bei den Gebirgskämpfen am Ojtozgebiet und zwischen dem 10. Oktober 1916 und dem 8. Dezember 1916 bei den Gebirgskämpfen im Predeal- und Brdzagebiet im Einsatz. Vom 18. November 1916 bis zum 23. November 1916 gehörte auch Verfolgung durch die Westwalachei und vom 24. November 1916 bis zum 27. November 1916 die Kämpfe am unteren Alt mit auf seinen Gefechtskalender. Vom 1. Dezember 1916 bis zum 3. Dezember 1916 gehörte auch die Schlacht am Arges und vom 4. Dezember 1916 bis zum 8. Dezember 1916 die Verfolgung nach der Schlacht am Arges dazu. Auch bei der Einnahme von Bukarest am 6. Dezember 1916 war er im Einsatz. Vom 9. Dezember 1916 bis zum 20. Dezember 1916 folgten die Verfolgungskämpfe im Raum Jalomita-Prahova und Buzaul. Zwischen dem 21. und dem 27. Dezember 1916 war er dann an der Schlacht bei Rimnicul-Sarat beteiligt und ab dem 28. Dezember 1916 bis zum 3. Januar 1917 folgten die Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul-Sarat. Vom 4. Januar 1917 bis zum 8. Januar 1917 war er an der Schlacht an der Putna beteiligt. Ab dem 9. Januar 1917 wurde er im Stellungskrieg an Putna und Sereth verwendet. Dazu gehörten auch am 9. Januar 1917 das Gefecht bei Radulesti, am 12. Januar 1917 die Erstürmung von Mihaela und am 19. Januar 1917 die Erstürmung des Brückenkopfes von Nanesti. Vom 8. Oktober 1917 bis zum 12. Oktober 1917 wurde er zur Nachrichtenmittelschule Namur kommandiert. Ab dem 20. November 1917 wurde er zusätzlich auch mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Akonach 9 beauftragt. Am 20. April 1918 wurde er zum Kommandeur der Funkerschule Namur ernannt. Als solcher wurde er am 18. August 1918 zum Major befördert. Bis zum Ende des Krieges wurde er zum Kommandeur der Funkerschule Namur eingesetzt. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch einige andere Auszeichnungen verliehen. Nach dem Krieg wurde er ab dem 28. Januar 1919 bis zum 22. Mai 1919 als Major beim Stabe eingeteilt und als Führer der Sicherheit. Als Major wurde er auch im Jahr 1919 in das vorläufige Reichsheer übernommen. Dabei wurde er vom 23. Mai 1919 bis zum 15. Juni 1919 beim Reichswehr-Gruppenkommando 4 in München als Führer der Nachrichtentruppen eingeteilt. Als dessen Aufstellung abgebrochen wurde, wurde er zum Offizier der Nachrichtentruppe beim Wehrkreiskommando VII ebenfalls in München ernannt. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er weiter in dieser Funktion eingesetzt. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er als erster Kommandeur der 7. (Bayerische) Nachrichten-Abteilung in München übernommen. Dieses Kommando behielt er auch die ersten Jahre. Am 1. April 1923 wurde er in dieser Funktion zum Oberstleutnant befördert. Ende September 1923 gab er sein Kommando über die 7. (Bayer.) Nachrichten-Abteilung an Major Karl Prügel ab. Er selbst wurde dafür am 1. Oktober 1923 als Kommandeur der Nachrichtentruppe zum Gruppenkommando 1 nach Berlin versetzt. Auch diese Position behielt er wieder über drei Jahre bei. Am 1. Februar 1927 wurde er dann in das Reichswehrministerium (RWM) ebenfalls in Berlin versetzt. Dort wurde er dann als Abteilungschef im Heeres-Waffenamt (WaA) eingesetzt. Dort wurde er dann am 1. Februar 1928 zum Oberst befördert. Am 31. Januar 1930 wurde er als solcher aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet.

Über seine Tätigkeit in den nächsten Jahren ist nichts bekannt. Anscheinend fand er bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht keine Verwendung. Am 1. November 1938 wurde er dann wieder zur Verfügung der Wehrmacht gestellt. Am 17. Juli 1941 wurde er zum Kommandant der Feldkommandantur 752 (FK 752) in Quimper ernannt. Als solcher wurde er zum 1. Februar 1942 zum Generalmajor z.V. befördert. Sein Kommando über die FK 752 behielt er dann bis zum 20. Juni 1942. An diesem Tag wurde er in die Führerreserve versetzt. Er erhielt dann keine neue Verwendung mehr. Am 30. August 1942 wurde seine Mobilmachungsverwendung aufgehoben. Nach der Kapitulation der Wehrmacht wurde er von den Besatzungstruppen anscheinend nicht gefangen genommen.