Rieke, Georg Hermann
| * 27. Januar 1894, Hameln an der Weser † 2. November 1970, Bad Pyrmont |
Georg Rieke war der Sohn des Fabrikanten Ernst August Georg Rieke und dessen Ehefrau Clara Margarethe Johanna, geborene Franke. Er trat kurz nach Beginn des 1. Weltkrieges am 6. August 1914 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum Ersatz-Bataillon vom 4. Hannoversches Infanterie-Regiment Nr. 164 in Hameln. Am 24. August 1914 wurde er vereidigt. Bereits am 15. Oktober 1914 wurde er bis zum 10. Dezember 1914 zu einem Fahnenjunker-Kursus nach Döberitz kommandiert. Am 23. Novembr 1914 wurde er zum Fahnenjunker-Gefreiten befördert. Bereits am 5. Dezember 1914 wurde er zum Fahnenjunker-Unteroffizier befördert. Nach seiner Rückkehr zu seinem Ersatz-Bataillon wurde er am 18. Januar 1915 in das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 260 versetzt. Am 1. Februar 1915 ging er mit diesem vom Truppenübungsplatz Altengrabow an die Front. Vom 4. Februar 1915 bis zum 22. Februar 1915 wurde er in der Winterschlacht in den Masuren eingesetzt. Danach folgten vom 23. Februar 1915 bis zum 6. März 1915 die Gefechte am Bobr. Vom 9. März 1915 bis zum 12. März 1915 war er dann bei den Gefechten bei Sejny im Einsatz. Am 16. März 1915 wurde er zum Fähnrich befördert. Danach wurde er als Kompanie-Offizier und stellvertretender Kompanieführer eingesetzt. Zwischen dem 25. und dem 30. März 1915 kam er bei Krasnopol und Krasna zum Einsatz. Es folgten vom 31. März 1915 bis zum 25. April 1915 Stellungskämpfe zwischen Augustowo, Mariampol und Pilwiczki. Am 25. April 1915 erfolgte die Beförderung zum Leutnant. Vom 26. April 1915 bis zum 9. Mai 1915 war er am Vorstoß nach Litauen und Kurland beteiligt. Am 28. April 1915 wurde er dabei bei Kielwy eingesetzt. Am 30. April 1915 wurde er im Gefecht bei Schaulen verwendet. Vom 3. Mai 1915 bis zum 6. Mai 1915 kam er im Gefecht bei Roszinie zum Einsatz. Danach war er bis zum 23. Mai 1915 an der unteren Dubissa im Einsatz. Am 23. Mai 1915 wurde er als stellvertretender Kompanieführer der 7. Kompanie vom Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 260 eingesetzt. Am gleichen Tag wurde er bei Zermigola durch einen Querschläger am linken Oberschenkel verwundet und in das Reserve-Feldlazarett 107 des 39. Reservekorps nach Rossijeny gebracht. Am 26. Mai 1915 wurde er in das Kriegslazarett Tilsit eingeliefert. Vom 28. Mai 1915 bis zum 26. Juni 1915 wurde er im Reservelazarett 2 (Kurhotel Richmond) in Braunschweig behandelt. Vom 27. Juni 1915 bis zum 29. August 1915 wurde er im Reservelazarett Hameln behandelt. Nach seiner Genesung wurde er ab dem 30. August 1915 als Kompanie-Offizier beim II. Ersatz-Bataillon des 1. Hannoversches Infanterie-Regiment Nr. 74 in Hannover eingesetzt. Am 15. Dezember 1915 kehrte er als Kompanieführer in das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 260 an die Front zurück. Vom 15. Dezember 1915 bis zum 30. Juni 1916 wurde er bei den Stellungskämpfen vor Dünaburg eingesetzt. Am 1. Juli 1916 wurde er in die Flieger-Ersatz-Abteilung 6 (FEA 6) nach Großenhain versetzt. Dort sollte er eine Flugzeugführer-Ausbildung absolvieren. Deshalb wurde er zur Militärischen Fliegerschule Leipzig-Mockau kommandiert. Zwischenzeitlich wurde er vom 4. Oktober 1916 bis zum 17. Oktober 1916 wegen einer Entzündung der rechten Schulter im Reservelazarett II Leipzig ambulant behandelt. Er war damals 178 Zentimeter groß und wog 70 Kilogramm. Danach setzte er seine Ausbildung bei der Flieger-Ersatz-Abteilung 6 in Großenhain fort. Am 18. November 1916 wurde er als Flugschüler abgelöst. Ab dem 25. November 1916 folgte eine Beobachter-Ausbildung bei der Fliegerersatz-Abteilung 10 (FEA 10) in Böblingen. Ab dem 14. Januar 1917 folgte noch ein Beobachter-Kursus beim Versuchs- und Übungsflugpark Ost im Bereich Warschau. Nach seiner bestandenen Ausbildung wurde er am 1. März 1917 als Beobachter zum Kampfgeschwader 4 der OHL versetzt. Vom 6. April 1917 bis zum 27. Mai 1917 fand er Verwendung in der Doppelschlacht Aisne-Champagne. Vom 28. Mai 1917 bis zum 30. Juli 1917 folgten die Stellungskämpfe am Chemin des Dammes. Vom 30. Juli 1917 bis zum 4. Dezember 1917 wurde er bei der Schlacht in Flandern eingesetzt. Vom 22. Dezember 1917 bis zum 12. März 1918 kam er dann auf dem italienischen Kriegsschauplatz bei den Stellungskämpfen an der Piave zum Einsatz. Am 19. und 20. März 1918 wurde er bei den Stellungskämpfen bei St. Quentin und an der Oise eingesetzt. Vom 21. März 1918 bis zum 6. April 1918 wurde er bei der großen Schlacht in Frankreich verwendet. Dazu gehörten die Durchbruchsschlacht bei St. Quentin und La Fere am 21. und 22. März 1918. Am 23. und 24. März 1918 folgten die Kämpfe beim Übergang über die Sommer und den Crozatkanal zwischen St. Christ und Tergnier, danach vom 25. März 1918 bis zum 31. März 1918 die Verfolgungskämpfe bis Montdidier und Noyon. Vom 7. April 1918 bis zum 8. Juni 1918 wurde er bei den Kämpfen an der Avre und bei Montdidier und Noyon verwendet. Vom 9. Juni 1918 bis zum 13. Juni 1918 kam er bei der Schlacht bei Noyen zum Ensatz. Vom 14. Juni 1918 bis zum 5. Juli 1918 wurde er bei den Kämpfen an der Avre und an der Matz eingesetzt. Danach folgten vom 6. Juli 1918 bis zum 8. August 1918 erneut Kämpfe an der Avre und bei Montdidier und Noyon. Vom 9. August 1918 bis zum 3. September 1918 wurde er bei der Abwehrschlacht zwischen Somme und Oise eingesetzt. Vom 4. September 1918 bis zum 18. September 1918 wurde er in die Kämpfe vor der Siegfriedfront verwickelt. In der Nacht vom 15. September 1918 zum 16. September 1918 war er in diesem Zeitraum am Bombenabwurf auf Paris beteiligt. Im Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Schwarz widerspiegelte. Außerdem wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuzen noch andere Auszeichnungen verliehen. Am 12. Dezember 1918 wurde er dann zur Fliegerfunker-Lehranstalt in Neuruppin versetzt. Am 13. Dezember 1918 erhielt er folgendes Dienstleistungszeugnis von Rittmeister Bruno Neumann, Kommandeur vom Bombengeschwader 4 der OHL (Bogohl 4): "Leutnant Rieke, R.I.R. 260, hat vom 1. März 1917 bis zur Auflösung dem Geschwader angehört. Auf über 100 Feindflügen, darunter ein Flug nach Paris, hat er grosse Umsicht und ausserordentlichen Schneid gezeigt. In treuer Pflichterfüllung versah er seinen Dienst. Er ist ein ruhiger, bescheidener Offizier mit gutem militärischen Auftreten, sowohl Vorgesetzten wie Untergebenen gegenüber. Im Kameradenkreise war er sehr beliebt." Am 1. April 1919 wurde er zum Adjutant vom Fliegerhorst Neuruppin ernannt. Am 10. April 1919 erhielt er folgende Beurteilung von Oberleutnant Bührdel, Kommandeur vom Fliegerhorst Neuruppin: "Leutnant Rieke wurde nach der Demobilmachung des Bogohl 4 vom Fliegerhorst Neuruppin übernommen. Da zunächst alle Offiziersstellen besetzt waren und für ihn keine Beschäftigung vorlag, wurde er beurlaubt. Nach kurzer Zeit wurde er zurückgeholt, um sich mit den örtlichen Verhältnissen des Flugplatzes und mit allen Einzelfunktionen eines Offiziers z.b.V., vertraut zu machen. Infolge seiner Umsicht, seines großen Geschicks mit Leuten umzugehen und seiner Gewandheit im gesamten Schriftverkehr wurde er befohlen, die hiesigen Adjutanten-Geschäfte zu übernehmen, die er zur vollen Zufriedenheit erledigt. Trotz seiner wenigen Dienstjahre leistet er Gutes, und kann ich ihn infolge seines militärischen Auftretens und seiner guten Umgangsformen nur bestens empfehlen, um in die spätere Fliegertruppe übernommen zu werden." Am 30. Juni 1919 erhielt er folgende Beurteilung von Hauptmann Stein, Kommandeur vom Auflösungskommando vom Fliegerhorst Neuruppin: "1. Beurteilung im Frieden: Kriegsoffizier. 2. Verwendung im Freiden: ----- 3. Familienverhältnisse: ledig. 4. Vermögensverhältnisse: ledig. 5. Verwendung im Kriege: a) Im Truppendienst: 11 Monate Zug- und Kompanieführer bei der Infanterie. 20 Monate Flugzeugbeobachter beim Kampf- bzw. Bomben-Geschwader 4 O.H.L., b) bei höheren Stäben, Ausbildungsdienst hinter der Front, Generalstab: 1 1/2 Monate im Flugpark Ost, Ausbildung als Beobachtungsoffizier. c) In der Etappe oder besetztem Gebiet: -------- d) In der Heimat: 1 Jahr 1. Infolge Verwundung: 3 Monate, 2. Infolge Krankheit: ------ 3. In besonderen Stellen 6 Monate Ausbildungszeit. 4. In Schonungsstellen: 3 Monate beim Ersatztruppenteil. e) in Gefangenschaft: ------- 6. Auszeichnungen: EK I und II, L V, Beobachter-Abzeichen. 7. Geistige Frische: gut. 8. Körperliche Rüstigkeit: unbehindert. 9. Persönliches Auftreten: ruhig, besonnen, bestimmt. 10. Charaktereigenschaften: bescheiden, liebenswürdig, taktvoll. 11. Versteht bei Aufrechterhaltung der Manneszucht bei seinen Untergebenen (Offz, Unteroff., Mannschaften) Dienstfreudigkeit zu wecken und zu erhalten: Versteht es Untergebenen gegnüber sich durchzusetzen und mit ihnen gut auszukommen. Bei Kameraden und Vorgesetzten beliebt. 12. Besonders hervortretende Eigenschaften: Gesetzte Persönlichkeit mit anständiger und vornehmer Denkungsart. 13. Dienstliche Tüchtigkeit: Selbständiger Arbeiter, ausgeprägtes Pflichtbewusstsein, hohe Pflichttreuer. 14. Wird zu besonderer Verwendung empfohlen: Front und Adjutantur. 15. Ist Verwendung in z.D. Stellung gewünscht: ------- 16. Wird Abschied freiwillig erbitten: Nein. 17. Wird bei Verringerung der Armee zur Verabschiedung vorgeschlagen: Nein. 18. Für seine Stelle oder die nächsthöhere geeignet oder nicht geeignet: Geeignet. 19. Verbleiben in der Armee aus dienstlichen Gründen sehr erwünscht: Ja! Infolge seiner Arbeitstüchtigkeit, seines richtigen Denkens und besonnenen Handelns sicher eine zuverlässige Kraft unseres neuen Heeres. 20. Bezieht voraussichtlich eine höhere Pension als seinem Dienstgrad nach: ------ 21. Sonstige Berichterstattung: -------" Im Sommer 1919 wurde er in das vorläufige Reichsheer übernommen. Sein Rangdienstalter als Leutnant wurde dabei auf den 1. September 1915 festgelegt. Am 16. Oktober 1919 wurde er schließlich Kommandoführer und Leiter der Abwicklungsstelle des Fliegerhorstes Schwerin ernannt. Im Anschluss daran, wurde er am 12. Februar 1920 als Kompanie-Offizier zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 19 versetzt. Am 1. April 1920 wurde er zum Reichswehr-Fliegerhorst Paderborn versetzt. Am 16. Aprl 1920 wurde er neu vereidigt. Bei der Bildung des 200.000 Mann Heeres der Reichswehr Mitte Mai 1920 wurde er am 14. Mai 1920 als Kompanie-Offizier zur Kraftfahr-Abteilung 7 der Reichswehr-Brigade 7 nach Münster in Westfalen versetzt, aber dabei auch gleich zum Abteilungsstab kommandiert. Am 24. Juli 1920 erhielt er folgende Beurteilung von Major Kurt Rellstab, Kdr. der Kraftfahr-Abteilung 7: "1. Im Kriege bei Infanterie und Fliegertruppen, nach dem Kriege Fliegertruppen, auch ganz kurz Kraftfahrtruppen. 2. Im Felde gut beurteilt, bewährter Fliegeroffizier. 3. Militärisch und technisch vorscheinend gut beanlagt. Ruhig und besonnen, fleißig und zuverlässig, von ausgeprägtem Pflichtbewußtsein. Gute Allgemeinbildung, taktvoll und bescheiden, sehr beliebter Kamerad. 4. Ergebnis: Für künftige Heeres-Kraftfahrtruppen, sehr geeignet." Am 13. August 1920 erhielt er die Erlaubnis zur Verheiratung. Am 23. September 1920 hat er die fast zwei Jahre ältere Emma Fanny (Emmy) Brune, Tochter vom Ober-Gütervorsteher und späteren Eisenbahnoberinspektor Rudolf Julius Brune, in Hameln geheiratet. Bei der Bildung des 100.000 Mann Heeres der Reichswehr wurde er dann ab dem 1. Oktober 1920 in die 1. Kompanie vom I. Bataillon vom Reichswehr-Infanterie-Regiment 110 versetzt. Am 1. Januar 1921 wurde er in die 1. Kompanie vom 16. Infanterie-Regiment in Bremen übernommen. In diesem wurde er dann die nächsten Jahre als Zugführer eingesetzt. Anfänglich im I. Bataillon des Regiments, wurde er aus Gesundheitsrücksichten am 15. September 1921 mit Wirkung vom 1. Oktober 1921 in das II. Bataillon des Regiments versetzt. Im Sommer 1922 wurde ihm der 1. September 1915 als neues Rangdienstalter zugewiesen. Am 15. Juli 1922 wurde sein Sohn Hans-Georg Rudolf Rieke in Hameln geboren. Vom 25. August 1922 bis zum 9. September 1922 wurde er zu einem Lehrgang als Artillerebeobachter zum Truppenübungsplatz Munter-Lager kommandiert. Am 12. Oktober 1922 erhielt er folgende Beurteilung von Oberstleutnant Arnold von Engelbrechten, Kdr. des II. Bataillons vom 16. Infanterie-Regiment: "Mittelgroße, kräftige Erscheinung. Felddienstfähig. Geregelte wirtschaftliche Verhältnisse. Ruhiger, etwas stiller Charakter,von sehr bescheidenem und etwas zurückhaltenden Wesen. Im Dient eine energische Persönlichkeit mit ganz bestimmtem Auftreten vor der Front; eine gewisse Unsicherheit beim Hineinfinden in taktische Lagen wird sich bei seiner Beanlagung bald geben. Gute gesellschaftliche und kameradschaftliche Formen. Füllt seine Stelle gut aus und ist zur Beförderung geeignet." Am 1. Januar 1923 wurde er für neun Monate zum Bataillons-Nachrichtenoffizier seines II. Bataillons ernannt. Im Frühjahr 1923 diente er in der 7. (Preußische) Kompanie vom 16. Infanterie-Regiment in Hannover. Am 30. September 1923 erhielt er folgende Beurteilung von Major Adolf Kahler, Kdr. des II. Bataillons vom 16. Infanterie-Regiment: "Ruhiger, stiller, aber fester und zuverlössiger Charakter, sehr bescheiden und zurückhaltend, gute gesellschaftliche Formen, beliebter Kamerad. Als Nachrichten- und Kompanieoffizier des Bataillons hat er seine Dienstgeschäfte zur vollsten Zufriedenheit wahrgenommen. Im Dienste energisch, vor der Front bestimmt, hat er ausreichenden Blick für taktische Lagen und das Gelände bekommen. Wird am 1. Oktober 1923 zum Adjutanten des Bataillons ernannt und kommt daher für Sonderwaffen nicht in Betracht. Füllt seine Stelle gut aus." Am 1. Oktober 1923 wurde er als Nachfolger von Leutnant Carl André zum Adjutant des II. (Preuß.) Bataillons vom 16. Infanterie-Regiment in Hannover ernannt. Zur letzten Beurteilung ergänzte am 7. Oktober 1923 Oberst Johannes Severin, Regimentskommandeur vom 16. Infanterie-Regiment: "Einverstanden ! Seine ganze Persönlichkeit und sein militärisches Können ließen ihn für die Stellung als Adjutant besonders geeignet erscheinen." Im März 1925 nahm er an der Wehrkreisprüfung 1925 teil. Dabei erreichte er insgesamt 168 Punkte. Am 15. März 1925 wurde folgender Bericht zur Wehrkreisprüfung 1925 durch Oberstleutnant Adolf Kahler, Kommandeur II. Bataillon vom 16. Infanterie-Regiment erstellt: "Leutnant Rieke ist ein wohlerzogener, taktvoller Offizier mit ruhigen aber festen und zuverlässigen Charakter, bescheiden und verschwiegen. In der Front und als Führer des Nachrichtenzuges bewährt, ist er seit 1. Oktober 1923 Adjutant des Bataillons und hat sich in dieser Stellung durch Fleiß und Umsicht besonders ausgezeichnet. Während des Krieges als Beobachtungsoffizier bei einem Bombengschwader verwendet, nimmt er jede Gelegenheit wahr, um seine Kenntnisse zu erweitern. Er besitzt eine feste Gesundheit, ist verheiratet und lebt in geordneten Verhältnissen. Nach seiner ganzen Persönlichkeit halte ich ihn zur Ausbildung und späteren Verwendung als Führergehilfe für sehr geeignet." Dazu ergänzte am 24. März 1925 Oberst Johannes Severin, Kommandeur vom 16. Infanterie-Regiment: "Einverstanden! Leutnant Rieke hat gerade in dem letzten Jahr, bei seiner Verwendung als Bataillonsadjutant, bewiesen, daß er für seinen Beruf besonders befähigt ist und in ihm aufgeht. Zur Führergehilfen-Ausbildung durchaus geeignet." Dazu ergänzte am 25. März 1925 Generalmajor Ernst Freiherr von Forstner, Infanterieführer VI: "Macht mir einen sehr guten Eindruck." Vom 23. März 1925 bis zum 26. März 1925 nahm er an der Wehrkreisprüfung in Hannover teil. Als solcher wurde er am 1. April 1925 zum Oberleutnant befördert. Am 12. März 1926 erhielt er folgende Beurteilung von Oberstleutnant Adolf Kahler, Kommandeur II. Bataillon vom 16. Infanterie-Regiment: "Ruhiger, gefestigter, zuverlässiger Charakter, sehr bescheiden und zurückhaltend, beliebter Kamerad, durchaus verschwiegen. Im praktischen Frontdienst und als Führer des Nachrichtenzuges voll bewährt, ist er seit dem 1. Oktober 1923 Adjutant des Bataillons und hat sich in dieser Stellung durch Fleiß und Umsicht besonders ausgezeichnet. Während des Krieges als Flieger-Beobachtungsoffizier verwendet, nimmt er jede Gelegenheit wahr, um seine Kenntnisse zu erweitern. Er besitzt eine feste, gute Gesundheit, ist verheiratet und lebt in geordneten Verhältnissen. Im Dienste energisch, an der Front bestimmt, hat er einen guten Blick für taktische Lagen. Ich halte ihn zur Ausbildung und späteren Verwendung als Führergehilfe für geeignet." Dazu ergänzte am 17. März 1926 Oberst Hans Freiherr Seutter von Lötzen, Kommandeur vom 16. Infanterie-Regiment: "Gediegener, ernster, zuverlässiger Offizier. Zur Ausbildung als Führergehilfe geeignet." Dazu ergänzte am 25. März 1926 Generalmajor Ernst Freiherr von Forstner, Infanterieführer VI: "Zur Ausbildung als Führergehilfe geeignet." Vom 8. April 1926 bis zum 20. August 1926 wurde er zum III. Waffenschullehrgang für Offiziere die noch keine Waffenschule besucht haben an der Infanterieschule in Dresden als Schüler kommandiert. Am 6. August 1926 erhielt er folgende Beurteilung von Oberstleutnant Adolf Hüttmann, nach dem Waffenlehrgang auf der Infanterieschule Dresden: "Gefestigter, ruhiger, vornehmer Charakter; gewissenhaft, bedächtig und fleißig. Militärisch gut begabt. Bei Bearbeitung taktischer Lagen zeigte er gutes Verständnis, treffendes Urteil und stilistische Gewandtheit. Im Gelände bewies er Findigkeit und Entschlußkraft, sowie Geblick im Stellen und beschreiben kleinerer Aufgaben. Sein kriegsgeschichtlicher Vortrag war gut. Im Kraftfahrwesen standen seine Leistungen über dem Durchschnitt. Außerdienstlich ist er taktvoll und bescheiden mit recht guten Umgangsformen. Durch seine Gesangsvorträge erfreute er häufig das Offiziers-Corps. Ein im Kameradenkreise sehr beliebter Offizier, dem allseitig Vertrauen entgegengebracht wurde. Oberleutnant Rieke, der im 32. Lebensjahre steht, bietet die Gewähr, dereinst ein guter Erzieher des Offizierscorps seiner Kompanie zu werden." Dazu ergänzte der Kommandeur des Waffenschullehrgangs, Oberst Cordt Freiherr von Brandis: "Einverstanden." Am 20. August 1926 wurden auf dem Abgangszeugnis des Lehrgangs außer im Reiten, wo er nur genügend bekam, in allen Fächern gute oder ziemlich gute Kenntnisse bestätigt. Am 23. August 1926 ergänzte zur Beurteilung der Inspekteur der Waffenschulen (In 1), Generalmajor Horst von Metzsch, in Berlin: "Einverstanden" Am 1. Oktober 1926 wurde er wieder Zugführer, diesmal in der 6. Kompanie vom 16. Infanterie-Regiment in Hannover. Sein Nachfolger als Bataillonsadjutant wurde Oberleutnant Ottomar Domizlaff. Am 3. Dezember 1926 erhielt er folgende Beurteilung von Oberstleutnant Adolf Kahler, Kommandeur II. Bataillon vom 16. Infanterie-Regiment: "Hat auf der Waffenschule recht gute Leistungen auf allen Gebieten bewiesen. Als Adjutant weiter voll bewährt, nach seiner Zurückversetzung in die Front hat er sich schnell in den praktischen Dienst sicher eingelebt. Ein tüchtiger Offizier." Ab dem 1. Juni 1927 wurde er auch wieder zum Bataillons-Nachrichten-Offizier des II. Bataillons ernannt, was er dieses Mal auch über zwei Jahre blieb. Am 29. September 1927 erhielt er folgende Beurteilung von Major Friedrich Rabsilber, Kdr. II. Bataillon vom 16. Infanterie-Regiment: "Mittelgroße, stattliche Erscheinung. Felddienstfähig. Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse, kein nennenswertes Vermögen. Stiller, ernster, zuverlässiger Charakter. Taktvoll und bescheiden mit guten gesellschaftlichen Formen, beliebter Kamerad. Bestimmt und energisch mit sicherem militärischen Blick und gutem taktischen Verständnis. Als Führer des Nachrichtenzuges und als Kompanieoffizier voll bewährt. Im Kriege als Beobachtungsoffizier eines Bombergeschwaders verwendet, bringt er der Fliegerwaffe besonderes Interesse entgegen. Ein ausgezeichneter Offizier, der seine Stelle recht gut ausfüllt." Vom 1. Oktober 1927 bis zum 31. Dezember 1927 war er zusätzlich Vertreter des Bataillonsadjutanten. Ab dem 1. Januar 1928 wurde Oberleutnant Wurmb neuer Adjutant des II. Bataillons. Am 20. September 1928 erhielt er folgende Beurteilung von Oberstleutnant Friedrich Rabsilber, Kdr. II. Bataillon vom 16. Infanterie-Regiment: "Mittelgroße, stattliche Erscheinung. Felddienstfähig. Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse, kein nennenswertes Vermögen. Stiller, ernster, zuverlässiger Charakter, bestimmt und energisch mit sicherem militärischen Blick und gutem taktischen Verständnis. Taktvoll und bescheiden mit guten gesellschaftlichen Formen, beliebter Kamerad. Als Führer des Nachrichtenlehrgangs und als Kompanieoffizier voll bewährt. Bringt der Fliegerwaffe als alter Beobachtungsflieger eines Bombergeschwaders besonders Interesse entgegen. In jeder Beziehung ein ausgezeichneter Offizier, der seine Stelle recht gut ausfüllt. Für die Stellung als Kompaniechef und zur Beförderung geeignet." Vom 15. Februar 1929 bis zum 11. März 1929 besuchte er als Teilnehmer einen Lehrgang für die Überwachung der Fleischversorgung der Truppe. Zur letzten Beurteilung ergänzte sein Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Friedrich Rabsilber, am 24. Februar 1929: "Nichts hinzuzufügen." Im Frühjahr 1929 gehörte er wieder zur 7. (Preußische) Kompanie vom 16. Infanterie-Regiment in Hannover. Privat wohnte er damals in der Gneisenaustraße 54 in Hannover. Am 31. Juli 1929 wurde er offiziell aus der Reichswehr entlassen. Dabei wurden ihm die Charakter als Hauptmann und die Berechtigung zum Tragen seiner bisherigen Uniform verliehen.
Von August 1929 bis Oktober 1931 absolvierte er eine geheime Fliegerausbildung in Lipezk in der UdSSR, in Berlin und in Lübeck. Am 1. November 1930 wurde er in die Geheime Fliegerliste der Reichswehr aufgenommen. Neben ihm enthielt sie die Namen von 167 Piloten im aktiven Dienst. Ab Juni 1931 war er im Reichswehrministerium (RWM) in Berlin bei der Inspektion der Waffenschulen (In 1) tätig. Nach seiner Rückkehr wurde er am 11. September 1931 mit Wirkung vom 1. Oktober 1931 wieder in der Reichswehr reaktiviert. Als Rittmeister wurde er anfangs dem Fahrpersonal der 2. (Preuß.) Sanitäts-Abteilung zugeteilt. Sein Rangdienstalter wurde auf den 1. Februar 1929 festgelegt, später aber auf den 1. Oktober 1929 geändert. Am 1. Oktober 1931 wurde er dann aber als Nachfolger von Rittmeister Vogel zum Chef der 3. Eskadron der 2. (Preußische) Fahr-Abteilung in Rendsburg ernannt. Am 6. Februar 1932 erhielt er den Militär-Kraftfahr-Führerschein der Klasse 3b. Vom 19. Mai 1932 bis zum 25. Mai 1932 wurde er zur Wehrkreis-Luftschutzübungsreise in die Gegend Bad Landeck kommandiert. Vom 15. Juni 1932 bis zum 24. Juni 1932 wurde er zur Wehrkreisübungsreise 1932 in die Gegend Minden kommandiert. Am 8. Juli 1932 erhielt er folgende Beurteilung von Oberst Maximilian Freiherr von Weichs, Chef des Stabes der 1. Kavallerie-Division: "Anscheinend etwas zurückhaltend, hat aber die von ihm geforderten Aufgaben, hauptsächlich hinsichtlich Luftaufklärung, zufriedenstellend gelöst." Am 4. November 1932 erhielt er den Militär-Kraftfahr-Führerschein der Klasse 2. Vom 6. Juni 1933 bis zum 13. Juni 1933 wurde er zur Wehrkreisübungsreise 1933 der 2. Division der Reichswehr in die Gegend Kiel-Lübeck kommandiert. Am 30. Juni 1933 wurde er erneut aus dem Militärdienst entlassen. An diesem Tag erhielt er folgende Beurteilung von Major Kurt Pflugbeil, Kdr. der 2. (Preuß.) Fahr-Abteilung: "Mittelgroße, gute Erscheinung. Felddienstfähig. Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse. Ernster, gewiefter, zuverlässiger Charakter. Klar im Urteil, sehr bestimmt und energisch. Beliebter Kamerad, immer taktvoll und bescheiden. Militärisch gut veranlagt, leitet und führt mit Auge und Sicherheit. Ab 1. Oktober 1931, Beginn der Anstellung der Abteilung, hat er als Eskadronchef sehr Gutes geleistet. Besonders gut hat er es verstanden, auf weite Sicht zu organisieren und der Eskadron von Anfang an Lust und Liebe zu dem neuen, z.T. schwierigen Aufgaben gehörten einzuimpfen. Ein in jeder Hinsicht ausgezeichneter Offizier. Füllt seine Stelle sehr gut aus."
Dieses Mal absolvierte er im Anschluss eine geheime dreimonatige Fliegerausbildung in Italien. Nach deren Beendigung wurde er am 1. Oktober 1933 als Rittmeister angestellt. Er wurde jetzt Offizier z.b.V. bei der Inspektion der Schulen (I 4) im Reichsluftfahrtministerium (RLM). Sein Rangdienstalter wurde dabei wieder auf den 1. Oktober 1929 festgelegt. Am 10. Oktober 1933 wurde er zum Kommandoleiter Deutsche Luft-Hansa (D.L.H.) in Berlin-Tempelhof ernannt. Privat wohnte er ab November 1933 in der Erfurterstraße 2 in Berlin-Schöneberg. Am 1. Februar 1934 wurde er zum Leiter der Streckenstaffel 1 in Berlin-Tempelhof ernannt. Vom 4. April 1934 bis zum 18. April 1934 wurde er als Gruppenleiter des Auswahlkursus nach Braunschweig kommndiert. Am 1. Mai 1934 wurde er zum Leiter der Streckenstaffel 2 (Berlin-Breslau) in Berlin-Tempelhof ernannt. Am 28. Juni 1934 erhielt er folgende Beurteilung von der D.L.H.: "Flieger-Kapitän Rieke gehörte der Verkehrsinspektion der Deutschen Lufthansa AG seit dem Oktober 1933 an. Bis Februar 1934 hatte Fliegerkapitän Rieke Gelegenheit, am Streckendienst der D.L.H. bei allen Wetterlagen teilzunehmen. Ab Februar 1934 war Flieger-Kapitän Rieke Staffelführer der R.B. 2 (Berlin-Breslau). Er hat mit grosser Umsicht und viel Takt bei den schwierigen Verhältnissen innerhalb einer Zivilfirma die militärischen Belange für die Ausbildung zur Geltung gebracht und seine Staffel geführt. Seine persönliche vielseitige Erfahrung war für die Ausbildung von grossem Nutzen. Flieger-Kapitän Rieke ist voll geeignet, einen Flieger-Verband zu führen." Am 1. Juli 1934 übernahm er dann das Kommando über die 1. Staffel der Fliegergruppe Fassberg, aus der später die II. Gruppe vom Kampfgeschwader 154 "Boelcke" hervorging. Am 3. August 1934 wurde er auf en Führer und Reichskanzler Adolf Hitler vereidigt. Am 1. März 1935 wurde er als Soldat wieder verpflichtet. Die vorherige Zeit seit dem 1. Oktober 1933 wurde als militärische Dienstzeit anerkannt. Am 21. März 1935 wurde er dann als Gruppenleiter beim Lehrstab bei den Infanterie-Lehrgängen auf dem Truppenübungsplatz Königsbrück eingesetzt. Zum 1. April 1935 erhielt er folgende Beurteilung von Oberst Alfred Keller, Kdr. vom Kampfgeschwader Boelcke: "Rieke ist ein Offizier mit guten soldatischen und mennschlichen Eigenschaften: ruhig und abgeklärt, von aufrechter vornehmer Gesinnung, strenger Dienstauffassung, im Auftreten sicher und bestimmt, im Wesen zurückhaltend und soldatisch in jeder Beziehung. Seine Dienstzeit als Staffelführer wurde durch häufige Kommandos unterbrochen, trotzdem hat er gezeigt, daß er die Fähigkeiten und Eigenschaften besitzt, eine Kampfstaffel mit Erfolg zu erziehen und auszubilden. Militärisch und fliegerrisch sehr befähigt und erfahren, besitzt er einen starken Sinn für Gerechtigkeit und straffe Disziplin neben einem väterlichen Wohlwollen für seine Untergebenen. Die Staffel hat er zur rechten Manneszucht und Gefolgschaft erzogen und sie militärisch, technisch und fliegerisch den Anforderungen gemäß gut ausgebildet. Seine hervorragende taktische Begabung hat ihn in besonderem Maße befähigt, die taktische Weiterbildung des Offizierskorps zu leiten: er hat diese Aufgabe durch Kriegsspiele und Planübungen mit großem Fleiß, Geschick und Erfolg durchgeführt. Rieke hat seine Stelle als Führer einer Kampfstaffel gut ausgefüllt. Er ist als Kommandeur eines Kampfgeschwaders sowie auch im besonderen Maße als Taktiklehrer an der Luftakademie - geeignet." Am 1. September 1935 wurde er als Referent und Gruppenleiter zum Luftwaffen-Personalamt beim RLM versetzt. Am 22. Mai 1936 wurde er zum Major befördert. Die Ernennungsurkunde dafür hat er erst am 8. Oktober 1936 erhalten. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Dezember 1934 festgelegt. Am 17. Juni 1936 wurden ihm auch die Zeiträume seiner geheimen Fliegerausbildungen als militärische Dienstzeit anerkannt. Am 6. Juli 1936 ist sein Vater in Hameln gestorben. Vom 17. August 1936 bis zum 22. August 1936 wurde er zur fliegerischen Weiterbildung zur Flugzeugführerschule (See) nach Warnemünde kommandiert. Vom 24. August 1936 bis zum 30. August 1936 wurde er zur fliegerischen Weiterbildung zur Flugzeugführerschule nach Hildesheim kommandiert. Am 15. Oktober 1936 erhielt er folgende Beurteilung von Generalmajor Grauert, Chef der Abteilung P 1 vom Personalamt der Luftwaffe: "Major Rieke hat sich in seiner Stellung als Gruppenleiter - wie zu erwarten stand - vortrefflich bewährt. Er wird ein ausgezeichneter Kampfgruppenkommandeur werden und kommt später als Regimentskommandeur in Frage. Listenvorschlag I." Am 19. Januar 1937 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Januar 1937 festgelegt. Die Verleihungsurkunde erhielt er dieses Mal am 17. Juni 1937. Seine Privatadresse war zu jener Zeit die Hohenzollernstraße 25 in Berlin-Zehlendorf. Am 4. September 1937 ist seine Mutter verstorben. Am 1. Februar 1939 wurde er zum Abteilungschef LP IA im Luftwaffen-Personalamt ernannt. Am 1. April 1939 wurde er zum Oberst befördert. Seine Position behielt er auch bei Ausbruch des 2. Weltkrieges im Spätsommer 1939. Am 8. Januar 1940 wurde er vom 13. Januar 1940 auf eine insgesamt 36-tägige Kurierreise nach Tokio in Japan kommandiert. Am 23. Januar 1941 wurde sein Rangdienstalter als Oberst auf den 1. Oktober 1938 festgesetzt. Er war jetzt 180 Zentimeter groß und wog 82 Kilogramm. Als Abteilungschef LP 1 wurde er am 1. September 1941 zum Generalmajor befördert. Ab dem 23. März 1943 wurde er zum Stab der 10. Flieger-Division nach Frankreich kommandiert und dort am 1. September 1943 zum Generalleutnant befördert. Am 15. Mai 1943 wurde er als Nachfolger von Generalleutnant Walter Lackner zum Kommandeur der 10. Flieger-Division ernannt. Durch die Umbenennung seiner Division wurde er am 12. November 1943 zum Kommandeur der 1. Flieger-Ausbildungs-Division ernannt. Am 1. Mai 1944 gab er sein Kommando an Generalmajor Heinz Funcke ab. Dafür wurde er an diesem Tag zum ständigen Vertreter des Chefs des Luftwaffen-Personalamtes im RLM ernannt. Am 6. Februar 1945 übernahm er schließlich noch das Kommando über die Flieger-Ersatz-Division. Am 1. März 1945 wurde er dann noch zum General der Flieger ernannt. Am 19. April 1945 geriet er in amerikanische Gefangenschaft. Aus dieser wurde er am 10. März 1947 wieder entlassen.
Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar: Deutsche
Generale 1867-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10851 Ple-Sac
Dienstaltersliste der Offiziere der königlich Preußischen Armee und des XIII.
(königlich Württembergischen) Armeekorps 1917, Mittler und Sohn 1917
Dienstaltersliste der Offiziere der bisherigen Preußischen Armee und des XIII.
(bisherigen Württembergischen) Armeekorps 1919, Mittler und Sohn 1919
Stellenbesetzung im Reichsheer 16. Mai 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1921, Biblio-Verlag 1968
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1923, Berlin,
Mittler und Sohn 1923
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1924, Berlin,
Mittler und Sohn 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin,
Mittler und Sohn 1925
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1926, Berlin,
Mittler und Sohn 1926
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1927, Berlin,
Mittler und Sohn 1927
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1928, Berlin,
Mittler und Sohn 1928
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1929, Berlin,
Mittler und Sohn 1929
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1930, Berlin,
Mittler und Sohn 1930
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1931, Berlin,
Mittler und Sohn 1931
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1932, Berlin,
Mittler und Sohn 1932
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem
Stand vom 1. Mai 1933
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem
Stand vom 1. April 1934
Karl Friedrich Hildebrand: Die Generale der deutschen Luftwaffe 1935–1945 Teil
II, Band 3: Odebrecht–Zoch, Biblio Verlag, Osnabrück 1992
Pers 6/315