von Förster, Sigismund
Hans Eberhard
| * 23. Juni 1887, Sonderburg/Alsen † 12. Januar 1959,
Bremen |
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Sigismund von Förster war der Sohn des char. Generals der Infanterie
Sigismund von Förster und dessen Ehefrau Dorothea, geborene Eunike. Er trat nach seiner Kadettenausbildung
am Kadettenhaus Potsdam und der Haupt-Kadettenanstalt Groß Lichterfelde am 28. Februar 1907
(Bb) als Fähnrich in die Königlich
Preußische
Armee ein. Er wurde dabei von der Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde zum 1. Thüringisches Infanterie-Regiment "Graf Bose" Nr.
31 nach Altona überwiesen. Dort wurde er dann am 19. März 1907 vereidigt. Nach
dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 27.
Januar 1908 zum Leutnant
befördert. Das Patent wurde dabei auf den 22. Juni 1906 (F) datiert. Als solcher
wurde er anfangs als Kompanieoffizier in der 5. Kompanie seines Regiments in
Altona eingesetzt. Im Herbst 1908 wurde er in gleicher Funktion in die 7.
Kompanie seines Regiments am gleichen Standort versetzt. Ab dem 7. Februar 1910
wurde er für 3 Monate zur Wiederherstellung seiner Gesundheit beurlaubt und
erhielt im Anschluß daran noch 45 Tage Nachurlaub in die Schweiz und nach
Italien. Er kehrte am 16. Juni 1910 wieder zum Regiment zurück. Am 15. Januar
1911 wurde er als Nacfolger von Oberleutnant von Loewenich zum Adjutant des II.
Bataillons vom 1. Thüringisches Infanterie-Regiment "Graf Bose" Nr. 31 in Altona ernannt.
Diese Position behielt er bis zum 31. März 1914. An diesem Tag wurde er von
Leutnant Kurt von Rauchfuß abgelöst. Dafür wurde er als Kompanieoffizier in die
12. Kompanie seines Regiments in Altona versetzt. Zu Beginn des 1. Weltkrieges kam
er dann als Regimentsadjutant vom Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 31 an die
Front. Dort wurde er am 8. November 1914 zum Oberleutnant befördert. Bereits am 18. Dezember 1915
(B5b) wurde er zum Hauptmann befördert. Ende 1916
wechselte er dann in den Generalstab über. Die restlichen zwei Jahre vom Krieg
wurde er dann in verschiedenen Generalstäben eingesetzt. Im Krieg wurde er neben
beiden Eisernen Kreuzen und dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens
von Hohenzollern mit Schwertern noch mit weiteren Orden ausgezeichnet. Nach dem Ende des
Ersten Weltkrieges wurde er als Hauptmann in das vorläufige Reichsheer übernommen. Er kam dabei zuerst
als Abwehroffizier zum
Reichswehr-Gruppenkommando 1
nach Berlin. Von diesem wurde er dann aber zur Luftfahrt-Friedens-Kommission
(Luftfriko) abkommandiert. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres
kam er dann als Generalstabsoffizier zum Stab der
1.
Division der Reichswehr. Im Herbst 1923 wurde er dann zum Chef der 2.
Kompanie vom 1.
(Preuß.) Infanterie-Regiment in Königsberg ernannt. Am 1. April 1926 wurde
er dann in den Generalstab vom
Artillerieführer II
nach Stettin versetzt. Dort wurde er am 1. Februar 1927 zum Major befördert. Als
solcher wurde er am 1. Februar 1928 in den Stab vom
Infanterieführer III
nach Potsdam versetzt. Am 1. Oktober 1930 wurde er dann zum Kommandeur des I.
Bataillons vom 5. (Preuß.)
Infanterie-Regiment in Stettin ernannt. Als solcher wurde er am 1. März 1931
zum Oberstleutnant befördert. Am 30. September 1932 gab er sein Kommando ab. Er
wurde dafür am 1. Oktober 1932 zum Kommandant von Deutsch-Krone ernannt. Am 1.
Oktober 1933 wurde er zum Oberst befördert. 1934 wurde er dadurch automatisch
zum Kommandeur vom Grenzschutz-Abschnittskommando Deutsch-Krone ernannt. Am 15.
Oktober 1935 wurde er durch die erneute Umbenennung seines Stabes zum Kommandeur der
Heeresdienststelle 2 ernannt. Zum Ende des Jahres gab er dieses Kommando ab. Er
wurde dafür am 1. Januar 1936 zum Wehrersatzinspekteur Erfurt ernannt. Als
solcher wurde er am 1. August 1936 zum Generalmajor befördert. Am 1. April 1938
wurde er dann zum Generalleutnant befördert. Als solcher wurde er an diesem Tag
mit der Führung der
24. Infanterie-Division in Chemnitz beauftragt. Im Herbst 1938 wurde er dann
als Nachfolger von Generalleutnant Fritz Kühne zum
Kommandeur der 26.
Infanterie-Division in Köln ernannt. Mit dieser Division nahm er dann zu
Beginn des 2. Weltkrieges Stellungen im Westen ein. In den Kampf führte er die
Division zuerst im Westfeldzug. Dort wurden ihm beide Spangen zu seinen Eisernen
Kreuzen verliehen. Mitte Januar 1941 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er
jetzt zum Kommandeur der
97. leichte
Infanterie-Division ernannt. Nach nur drei Monaten gab er sein Kommando
wieder ab. Er wurde dann in die Führerreserve versetzt. Im Sommer 1941 wurde er
dann in den Stab vom
Befehlshaber rückwärtiges Heeresgebiet Süd versetzt. Am 1. Oktober 1941
wurde er dann zum
Kommandant des rückwärtigen Armeegebiet 550 (Korück 550) ernannt. Am 20.
November 1942 gab er sein Kommando wieder ab. Er wurde jetzt zum Kommandierenden
General vom Kommandostab z.b.V., auch Generalkommando Förster, bei der
17. Armee
ernannt. Anfang 1943 wurde er durch die Umbenennung des Stabes zum Kommandant
Taman ernannt. Durch die erneute Umbenennung Anfang Februar 1943 wurde er dann
zum Befehlshaber Straße Kertsch ernannt. Am 1. Mai 1943 wurde er dann zum
General der Infanterie befördert. An diesem Tag wurde er dann zum Befehlshaber
Westtaurien ernannt. Am 22. Juli 1943 wurde ihm das Deutsche Kreuz in Gold
verliehen. Am gleichen Tag wurde er zum
Befehlshaber Krim
ernannt. Durch die Umbenennung des Stabes wurde er am 13. Februar 1944 zum
Kommandierenden General vom
LXXII. Armeekorps z.b.V. ernannt. Im September 1944 gab er sein Kommando ab.
Er wurde erneut in die Führerreserve OKH versetzt. Bereits Ende September 1944 wurde
er dann zum Kommandierenden General vom
Höheren Kommando
Niederrhein ernannt. Ende April 1945 geriet er dann in Kriegsgefangenschaft.
Aus dieser wurde er 1947 wieder entlassen.