Lang, Georg
| * 14. Juli 1887, Zell im Landkreis Beilngries † 19. Februar 1940, München |
Georg Lang war der Sohn des Oberlehrers Gottfried Lang und dessen Ehefrau Magdalena, geborene Baumann. Er trat am 16. Juli 1907 als Zweijährig-Freiwilliger (Fahnenjunker) in die Bayerische Armee ein. Er kam dabei in das Königlich Bayerisches 6. Infanterie-Regiment "Kaiser Wilhelm, König von Preußen" nach Amberg. In diesem wurde er am 19. Oktober 1907 zum Unteroffizier befördert. Das Zeugnis der Reife zum Fähnrich wurde ihm am 14. Januar 1908 verliehen. Daraufhin wurde er am 11. Februar 1908 (11) zum Fähnrich befördert. Als solcher wurde er vom 22. April 1908 bis zum 1. Mai 1909 zum Kriegsschullehrkus 1908/09 nach München kommandiert. Am 25. April 1909 erhielt er das Zeugnis der Reife zum Offizier. Daraufhin wurde er am 26. Mai 1909 (87) zum Leutnant befördert. Danach wurde er anfangs als Kompanieoffizier in der 7. Kompanie seines Regiments in Amberg eingesetzt. Vom 9. Juni 1911 bis zum 27. Juli 1911 wurde er zu dem im Standort Amberg stattfindenden Reitkurs vom Königlich Bayerisches 6. Chevauleger-Regiment "Prinz Albrecht von Preußen" kommandiert. Vom 7. Juli 1912 bis zum 19. Juli 1912 wurde er zur Unterweisung über den Dienst der Verpflegungsoffiziere sowie zum Fleischbeschaukurs im Standort Regensburg kommandiert. Er war im Frühjahr 1914 noch immer Zugführer in der 7. Kompanie seines Regiments in Amberg. Bei Ausmarsch des Regiments zu Beginn des 1. Weltkrieges übernahm er am 8. August 1914 die Führung über die 9. Kompanie vom 6. Infanterie-Regiment "Kaiser Wilhelm, König von Preußen". Mit dieser wurde er zunächst im Raum Rémilly an der Westfront eingesetzt. Ab dem 20. August 1914 führte er die Kompanie bei der Schlacht in Lothringen. Vom 22. August 1914 bis zum 28. August 1914 folgte die Schlacht vor Nancy-Epinal. An diesem 28. August 1914 erlitt er bei Bonviller einen Schlüsselbein- und Rippenbruch infolge Verschüttung, die durch Granateinschläge im Schützengraben hervorgerufen wurde. Daraufhin wurde er vom 28. August 1914 bis zum 30. August 1914 im Reservelazarett Duss behandelt. Anschließend wurde er vom 1. September 1914 bis zum 13. September 1914 im Reservelazarett Nanzig weiterbehandelt. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde ihm bereits am 8. September 1914 verliehen. Ab dem 13. September 1914 bis zum 20. Oktober 1914 gehörte er zum Ersatz-Bataillon seines Regiments in Amberg. Die Lazarettbehandlung dauerte bis zum 1. Oktober 1914, danach war er wieder dienstfähig. Er kehrte am 20. Oktober 1914 wieder zum Regiment zurück und übernahm als Kompanieführer die 6. Kompanie. Am 19. Mai 1915 wurde er zum Oberleutnant befördert. Vom 19. Juli 1915 bis zum 28. Juli 1915 erhielt er einen Urlaub nach Amberg. Vom 3. Dezember 1915 bis zum 12. Dezember 1915 erhielt er einen Urlaub nach Albing bei Regensburg und nach München. Vom 19. Mai 1916 bis zum 1. Juni 1916 erhielt er wieder einen Urlaub nach Albing bei Regensburg und nach München. Eine Marschkrankmeldung erfolgte am 6. August 1916. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde ihm am 7. August 1916 verliehen. Am 22. September 1916 wurde er erneut verwundet (verschüttet), verblieb aber bei der Truppe. Bereits am 2. Oktober 1916 war er wieder dienstfähig. Er war vom 4. Oktober 1916 bis zum 3. November 1916 stellvertretender Führer des II. Bataillons seines Regiments. Danach war er wieder Kompanieführer der 6. Kompanie. Vom 14. November 1916 bis zum 4. Dezember 1916 wurde er nach München und nach Albing bei Regensburg beurlaubt. Nach seiner Rückkehr wurde er am 8. Dezember 1916 Führer der 1. MG-Kompanie und des Regiments-Bau-Kommandos. Vom 12. Februar 1917 bis zum 27. Februar 1917 war er wieder stellvertretender Führer des II. Bataillons seines Regiments. Direkt im Anschluß übernahm er bis zum 7. März 1917 als stellvertretender Führer das I. Bataillon seines Regiments. Vom 9. März 1917 bis zum 21. März 1917 war er stellvertretender Führer des III. Bataillons vom 6. Infanterie-Regiment "Kaiser Wilhelm, König von Preußen". Vom 28. März 1917 bis zum 4. April 1917 war er stellvertretender Führer des I. Bataillons seines Regiments. Ab dem 6. Mai 1917 war er als Kompanieführer beim Feldrekruten-Depot der 6. Infanterie-Division im Einsatz. Ab dem 29. Juni 1917 bis zum 1. September 1917 war er wieder stellvertretender Bataillonsführer des I. Bataillons. Wirtschaftlich wurde er am 30. Juni 1917 bei der 12. Kompanie seines Regiments eingeteilt. Die Wirtschaftliche Einteilung wechselte am 8. Juli 1917 als Führer zur 1. MG-Kompanie. Vom 1. September 1917 bis zum 3. September 1917 war er stellvertretender Führer des III. Bataillons. Vom 3. September 1917 bis zum 20. September 1917 erhielt er wieder Urlaub nach Albing bei Regensburg und nach München. Er wurde aber dringend zurückgerufen und traf am 13. September 1917 wieder bei der Truppe ein. Danach war er vom 14. September 1917 bis zum 16. September 1917 wieder stellvertretender Führer des III. Bataillons. Ab dem 19. September 1917 wurde er als Minenwerfer-Offizier beim Regimentsstab vom 6. Infanterie-Regiment "Kaiser Wilhelm, König von Preußen" eingeteilt. Vom 28. September 1917 bis zum 1. Oktober 1917 wurde er wieder als stellvertretender Führer des I. Bataillons verwendet. Ab dem 15. Oktober 1917 wurde er zum 48. Gasschutzlehrgang nach Berlin kommandiert. Vom 22. Oktober 1917 bis zum 30. Oktober 1917 erhielt er wieder Urlaub nach Albing und München. Bei seiner Rückkehr wurde er am 1. November 1917 in die Kompaniefürer-Gebührnisse und die Stelle als Führer der 3. Kompanie seines Regiments eingewiesen. Vom 5. November 1917 bis zum 9. November 1917 wurde er wieder als stellvertretender Führer des I. Bataillons eingesetzt. Vom 20. November 1917 bis zum 3. Dezember 1917 war er Teilnehmer an einem Minenwerfer-Kurs bei der Minenwerfer-Kompanie 6. Vom 6. Dezember 1917 bis zum 22. Dezember 1917 wurde er als Kompanieführer zur 6. Infanterie-Division kommandiert. Am 30. Dezember 1917 wurde er zum Kurs im Schießen für Minenwerfer nach Thimangies kommandiert. Am 1. Januar 1918 wurde er wirtschaftlich auf der Kompanieführerstelle der 5. Kompanie eingeteilt. Am 8. und 9. Januar 1918 wurde er zum Ausbildungskurs am Flachfeuerschießgestell der leichten Minenwerfer zum Sturm-Bataillon 6 kommandiert. Vom 14. Januar 1918 bis zum 18. Januar 1918 und vom 20. Januar 1918 bis zum 27. Januar 1918 wurde er wieder als stellvertretender Führer des III. Bataillons verwendet. Vom 8. Februar 1918 bis zum 23. Februar 1918 wurde er wieder als stellvertretender Führer des II. Bataillons verwendet. Am 22. März 1918 wurde er durch Splitter eines Artilleriegeschoßes am Rücken leicht verwundet. Er wurde daraufhin im Vereinslazarett Familienhaus Charlottenburg behandelt. Vom 24. März 1918 bis zum 28. März 1918 wurde er in der Kriegslazarett-Abteilung Bayr. 24 Gruppe II behandelt. Nach seiner Rückkehr zum Regiment wurde er am 30. März 1918 wieder als Minenwerfer-Offizier zum Regimentsstab versetzt. Vom 1. Mai 1918 bis zum 1. Juni 1918 wurde ihm zur Wiederherstellung der Gesundheit ein Urlaub nach München und Albing genehmigt. Am 28. Mai 1918 (15) wurde er zum Hauptmann befördert. Daraufhin wurde ihm vom 1. Juni 1918 bis zum 21. Juni 1918 ein Nachurlaub genehmigt. Er wurde vom 25. Mai 1918 bis zum 21. Juni 1918 im Garnisonslazarett Regensburg ambulant behandelt. Am 21. Juni 1918 meldete er sich beim Ersatz-Bataillon und wurde als Führer des Rekruten-Depot II eingeteilt. Am 22. Juli 1918 wurde er zum Fahnenjunker-Kurs nach Freising kommandiert. Am 13. Dezember 1918 wurde ihm das Auflösungskommando der Genesenden-Kompanie übertragen. Am 16. Dezember 1918 wurde er der 1. Kompanie des Ersatz-Bataillons zugeteilt. Am 31. Dezember 1918 hat er dann die Führung dieser Kompanie übernommen. Im Krieg kämpfte Georg Lang ausschließlich an der Westfront. Im Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur mehrmals verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Mattweiß wiederspiegelte. Außerdem wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuze auch noch der Militär-Verdienstorden 4. Klasse mit Schwertern am 23. Februar 1915 verliehen. Am 27. Januar 1919 wurde er mit der Führung der 6. Kompanie vom 6. Infanterie-Regiment "Kaiser Wilhelm, König von Preußen" beauftragt. Am 25. Februar 1919 wurde er als Speise- und Geräte-Verwalter des Regiments eingeteilt. Am 17. Mai 1919 wurde er mit Wirkung vom 22. Mai 1919 zur kriegsgeschichtlichen Abteilung des Großen Generalstabes nach Berlin kommandiert. Sein Patent als Hauptmann wurde am 11. Oktober 1919 auf den 5. Oktober 1916 vorpatentiert. Vom 4. März 1920 bis zum 13. März 1920 wurde er nach Regensburg beurlaubt. Am 20. März 1920 folgte seine Übernahme in das vorläufige Reichsheer und in die Versetzung in den Stab der Reichswehr-Brigade 24. Auch bei der Bildung des 200.000 Mann-Heeres der Reichswehr Mitte Mai 1920 gehörte er noch zum Stab der Reichswehr-Brigade 24. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er am 1. Oktober 1920 als Chef der 3. Kompanie in das Infanterie-Regiment 20 übernommen. 1922 wurde ihm ein neues Rangdienstalter als Hauptmann vom 18. August 1916 (22) zugewiesen. Am 1. Oktober 1923 wurde er in den Stab des I. Bataillons vom inzwischen zum 20. (Bayerisches) Infanterie-Regiment umbenannten Regiment ebenfalls in Regensburg versetzt. Seine Nachfolge als Chef der 3. Kompanie wurde Hauptmann Anton Dostler. Bei diesem Bataillonsstab blieb er für viele Jahre im Einsatz. Am 1. Oktober 1929 (4) folgte seine Beförderung zum Major und am 1. März 1930 seine Versetzung zur Kommandantur von Ingolstadt. Am 1. Februar 1931 übernahm er als Nachfolger von Major Walter Friedrichs das Kommando über das II. Bataillon vom 21. (Bayerisches) Infanterie-Regiment, wo er am 1. Oktober 1933 (19) zum Oberstleutnant befördert wurde. Am 1. April 1934 wurde er durch Oberstleutnant Friedrich Fürst abgelöst. Dafür wurde er ab diesem 1. April 1934 bei der Kommandantur Regensburg G eingesetzt. Auch bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht gehörte er zum Stab vom Grenz-Abschnitts-Kommando Regensburg. Während dieser Phase wurde er am 1. September 1935 (9) zum Oberst befördert. Bei der Enttarnung der Einheiten wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 62 in Landshut ernannt. Seine private Anschrift war damals die Straße der SA 2 in Landshut. Am 1. April 1939 wurde er zum Generalmajor befördert. Bei Beginn des 2. Weltkrieges führte er sein Regiment im Verband der 7. Infanterie-Division in den Polenfeldzug. Nach dem Polenfeldzug wurde er am 1. Dezember 1939 als Kommandeur vom Infanterie-Regiment 62 durch Oberst Gerhard Sturt abgelöst. Dafür wurde er jetzt erster Kommandeur der neu aufgestellten 88. Infanterie-Division. Bereits am 2. Februar 1940 wurde er wegen schwerer Erkrankung durch Generalmajor Friedrich Gollwitzer abgelöst und dafür in die Führerreserve OKH versetzt. Bereits am 19. Februar 1940 verstarb er um 3:40 Uhr in der Universitäts-Ohrenklinik in der Pettenkoferstraße 4a in München. Als Todesursache wurden Pneumonie und Kehlkopfkarzinom angegeben. Er wurde am 22. Februar 1940 auf dem Ehrenfriedhof (Städtischer Friedhof) in Landshut beigesetzt.
Literatur und Quellen:
Ottomar Krug: Die Generale der Wehrmacht 1918 - 1945, Bundesarchiv / Militärarchiv Sig MSG 109/10849