Seywald, Heinrich
| * 23. Dezember 1894, Regensburg † 15. September 1973, Regensburg |
Heinrich Seywald war der Sohn vom Gymnasialprofessor Ludwig Seywald und dessen Ehefrau Sophie, geborene Saalig. Er trat am 10. August 1914 als Kriegsfreiwilliger in die Bayerische Armee ein. Er kam dabei in das Rekruten-Depot des I. Ersatz-Bataillons vom Königlich Bayerisches 11. Infanterie-Regiment "von der Tann" in Regensburg. Am 23. September 1914 wurde er als Fahnenjunker in die 1. Kompanie des Ersatz-Bataillons versetzt. Vom 18. Oktober 1914 bis zum 10. Dezember 1914 wurde er zum Fahnenjunkerkursus nach Döberitz kommandiert. Während des Lehrgangs wurde er am 2. November 1914 zum überzähligen Gefreiten und am 1. Dezember 1914 zum Fahnenjunker-Unteroffizier befördert. Laut Bataillonsbefehl des Ersatz-Bataillons wurde er am 15. Dezember 1914 zur 2. Kompanie des aktiven Regiments versetzt. Am 18. Dezember 1914 ging er mit dem Nachersatz zum aktiven Königlich Bayerisches 11. Infanterie-Regiment "von der Tann" an die Front. Dort wurde er am 21. Dezember 1914 der 4. Kompanie seines Regiments zugeteilt. Am 21. Januar 1914 wurde er in die 6. Kompanie seines Regiments versetzt. Es folgte am 4. März 1915 seine Beförderung zum Fähnrich, vorläufig ohne Patent. Gleichzeitig wurde er in die MG-Kompanie seines Regiments versetzt. Am 7. Mai 1915 wurde er zum Leutnant, vorläufig ohne Patent, befördert. Als solcher wurde er am 31. Mai 1915 vereidigt. Bereits ab dem 21. Mai 1915 wurde er als Zugführer in der 11. Kompanie seines aktiven Regiments eingesetzt. Vom 25. Juni 1915 bis zum 4. Juli 1915 wurde er beurlaubt. Nach seiner Rückkehr wurde er vorerst wieder als Zugführerin der 11. Kompanie verwendet. Vom 10. Juli 1915 bis zum 4. Oktober 1915 wurde er zum Rekruten-Depot des III. bayerischen Armeekorps kommandiert. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde ihm am 27. Juli 1915 verliehen. Danach wurde er vom 5. Oktober 1915 bis zum 5. November 1915 zum Königlich Bayerischen 10. Infanterie-Regiment "König" kommandiert und bei dessen 9. Kompanie als Zugführer verwendet. Am 5. November 1915 wurde er zur 12. Infanterie-Brigade vrsetzt, kehrte aber am 6. November 1915 als Zugführer zur 11. Kompanie in sein Stamm-Regiment zurück. Zwischen dem 20. Februar 1916 und dem 21. April 1916 absolvierte er eine Beobachter-Ausbildung bei der bayerischen Flieger-Ersatz-Abteilung Schleißheim. Am 17. April 1916 wurde er auch in die Flieger-Ersatz-Abteilung Schleißheim versetzt. Am 22. April 1916 wurde er zum Armee-Flug-Park 2 kommandiert. Am 22. Mai 1916 wurde er als Beobachter bei der Kampfstaffel 33 eingeteilt. Am 15. Januar 1917 wurde er zur bayerischen Schutzstaffel 24 versetzt. Von diesem 15. Januar 1917 bis zum 4. April 1917 wurde er bei der Flieger-Abteilung 274 eingesetzt. Im Zeitraum vom 21. Februar 1917 bis zum 8. März 1917 wurde er nach Regensburg beurlaubt. Am 30. April 1917 wurde er mit Wirkung vom 2. Mai 1917 zum Armee-Flugpark 6 versetzt. Aber am 2. Mai 1917 wurde er bereits zur bayerischen Flieger-Abteilung 48 kommandiert und am 15. Mai 1917 auch in diese versetzt. Zwischen dem 21. Mai 1917 und dem 29. September 1917 besuchte er eine Flugzeugführer-Ausbildung bei der bayerischen Flieger-Ersatz-Abteilung 1, der Flieger-Schule 1 und der preußischen Jagdstaffel-Schule. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde ihm am 13. Juli 1917 verliehen. Vom 18. August 1917 bis zum 4. September 1917 wurde er wieder nach Regensburg beurlaubt. Ab dem 30. September 1917 diente er als Flugzeugführer in der Jagdstaffel 23 (Jasta 23). Sein Patent als Leutnant vom 11. September 1913 (23) hat er am 12. Oktober 1917 erhalten. Bei La Bassee gelang ihm am 23. März 1918 der Abschuß eines englischen Doppeldeckers, was ihm als 1. Luftsieg anerkannt wurde. Am 2. Juni 1918 wurde er zum Staffelführer der Jagdstaffel 23 ernannt. In dieser Funktion errang er noch 5 weitere Luftsiege. Am 29. Juni 1918 wurde er im Luftkampf durch Steckschuß im linken Fuß verwundet. Daraufhin wurde er bis zum 19. Juli 1918 im Kriegslazarett 3 in Cambrai behandelt. Am 30. Juli 1918 wurde er durch feindlich Erd-MG durch Steckschuß im Rücken verwundet. Daraufhin wurde er im Kriegslazarett 63 bis zum 21. August 1918 ärztlich behandelt. Bereits am 11. August 1918 erlitt er beim feindlichen Angriff mit Phosphor auf den Fluplatz Epinay eine Verbrennung an der rechten Hand. Im Ersten Weltkrieg wurde er nicht nur mehrmals verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Mattweiß widerspiegelte. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuze noch weitere Auszeichnungen wie das Ritterkreuz des Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern (22. November 1918), der Bayerische Militär-Verdienstorden 4. Klasse mit Schwertern (28. Juni 1916), das Preussisches Abzeichen für Militär Flugzeugführer (7. Januar 1918) und der Ehrenbecher für dem Sieger im Luftkampf (22. Juni 1918) verliehen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er am 2. Januar 1919 in die bayerische Flieger-Ersatz-Abteilung 2 versetzt und bei der Flugaufsicht S.S.W. Nürnberg eingeteilt. Am 25. April 1919 ist er in das Freikorps Epp eingetreten und bei der Flieger-Abteilung A 2 (Flieger-Abteilung Häfner) eingeteilt. Sie wurde auch als Artillerie-Fliegerstaffel 121bezeichnet. Vom 9. Juli 1919 bis zum 30. September 1919 wurde er zur bayerischen Offiziersschule in München kommandiert. Nach der Auflösung der Schule wurde er am 1. Oktober 1919 als Leutnant in das vorläufige Reichsheer überommen. Er wurde dabei zum Reichswehr-Fliegerhorst Schleißheim versetzt und beim III. Bataillon vom Reichswehr-Schützen-Regiment 42 der Reichswehr-Brigade 21 eingeteilt. Danach wurde er am 30. Oktober 1919 neu vereidigt. Im folgenden Winter wurde Heinrich Seywald am 28. Januar 1920 als Verbindungs-Offizier zum Stab des bayerischen Beauftragten der Luftfahrt-Friedens-Kommission kommandiert. Auf dem Flug von Dortmund nach München am 2. Mai 1920 musste er bei Gunzenhausen notlanden. Dabei erlitt er einen komplizierten Nasenbeinbruch, der bis zum 31. Mai 1920 behandelt wurde. Bei der Bildung des 200.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er Mitte Mai 1920, unter Belassung in seinem bisherigen Kommando, in die bayerische Reichswehr-Kraftfahr-Kolonne 241 versetzt. Am 1. September 1920 wurde er in die Reichswehr-Kraftfahr-Kompanie 124 versetzt. Dadurch gehörte er jetzt zur Kraftfahr-Abteilung 21 der Reichswehr-Brigade 21. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er am 27. September 1920 mit Wirkung vom 1. Oktober 1920 in die 7. (Bayerische) Kraftfahr-Abteilung übernommen. Bei dieser wurde er anfangs bei der 3. Kompanie in Fürth als Kompanieoffizier eingesetzt. Den Militärführerschein der Klasse 3b hat er am 17. Februar 1921 erworben. Am 10. September 1921 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1921 in die 9. Batterie vom 7. (Bayerisches) Artillerie-Regiment versetzt. Dabei wurde er am 15. September 1921 mit Wirkung vom 1. Oktober 1921 zur 3. Kompanie der 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung nach Fürth kommandiert. Dort hat er am 16. März 1922 auch den Militärführerschein der Klasse 1 erworben. Am 1. Juli 1922 hat er ein neues Rangdienstalter als Leutnant vom 1. April 1914 (46) erhalten. Ebenfalls an diesem Tag wurde er zum 19. (Bayerisches) Infanterie-Regiment versetzt. Bereits am 15. September 1922 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1922 zur Kommandantur Ingolstadt versetzt. Am 16. September 1922 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1922 wieder zur 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung kommandiert und bei deren 2. Kompanie in Würzburg eingeteilt. Vom 28. Juni 1923 bis zum 15. Juli 1923 nahm er an einem Segelfluglehrgang in der Rhön teil. Noch im gleichen Jahr wurde er am 1. Oktober 1923 (6) zum Oberleutnant befördert. Vom 17. März 1924 bis zum 21. März 1924 nahm er an der Wehrkreisprüfung 1924 teil. Den Militärführerschein der Klasse 2 hat er am 9. April 1924 erworben. Seine Militärführerscheine wurde am 13. Mai 1924 als Militär-Kraftfahrzeug-Führerscheine der Klasse 1, 2 und 3b anerkannt. Vom 23. September 1924 bis zum 27. September 1924 wurde er zur Luftschutzübungsreise 1924 der 7. Division der Reichswehr kommandiert. Ab dem 1. November 1924 wurde er in seinem Kommando als Fürsorge-Offizier bei der 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung verwendet. Am 5. September 1925 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1925 zum 17. (Bayerisches) Reiter-Regiment versetzt und der 1. Eskadron in Bamberg zugeteilt. Gleichzeitig wurde er zur 2. Kompanie der 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung nach Würzburg kommandiert. Vom 19. Oktober 1925 bis zum 23. Oktober 1925 wurde er zur Luftschutzübungsreise 1925 der 7. Division kommandiert. Vom 5. Januar 1926 bis zum 1. April 1926 wurde er zum 2. Kraftfahrlehrgang für Offiziere bei der 3. (Preußische) Kraftfahr-Abteilung kommandiert. Im Herbst 1926 wurde er etatmäßig in die 2. Eskadron vom 17. (Bayer.) Reiter-Regiment in Ansbach versetzt. Vom 8. April 1926 bis zum 30. April 1926 wurde er zur Prüfung für Militär-Kraftfahrsachverständige zum Ausbildungs-Kommando der 3. (Preuß.) Kraftfahr-Abteilung kommandiert. Am 21. Mai 1926 wurde er zum Militär-Kraftfahrsachverständigen für die Klassen 1, 2 und 3b ernannt. Genau einen Monat später hat er den Militär-Führerschein und Militär-Fahrlehrerschein für Zugmaschinen erworben. Vom 3. Juli 1926 bis zum 10. Juli 1926 wurde er zu einer Luftschutzübungsreise kommandiert. Vom 3. Oktober 1926 bis zum 23. Oktober 1926 wurde er zur Luftschutzübungsreise 1926 der 7. Division kommandiert. Am 6. September 1927 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1927 unter Belassung in seinem Kommando zur 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung in das III. Bataillon vom 20. (Bayerisches) Infanterie-Regiment versetzt und dort bei der 11. Kompanie in Passau eingeteilt. Am 23. Februar 1928 wurde seine Versetzung von Würzburg nach München von Major Ernst Feßmann bei der 7. Division beantragt. Dieser Antrag wurde am 24. Februar 1928 zum Personalamt weitergereicht. Am 16. April 1928 wurde er mitt Wirkung vom 1. April 1928 (43) zum Hauptmann befördert. Zum gleichen Datum wurde er bereits am 13. März 1928 in das 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment versetzt und dort in eine Haushaltsstelle in der 3. Batterie in Würzburg eingeteilt. Seine dienstliche Verwendung blieb dabei unverändert. Unter Bewilligung der gesetzlichen Versorgung und der Berechtigung zum Tragen der bisherigen Uniform schied Hauptmann Seywald am 19. Oktober 1928 mit Wirkung vom 31. Oktober 1928 aus dem Heerssdienst aus.
Anschließend absolvierte er bis 1930 eine geheime Fliegerausbildung in der Sowjetunion. Nach deren Abschluß bat er am 1. Februar 1930 um Wiedereinstellung in das Reichsheer zum 1. April 1930, nch Möglichkeit in der 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung. Daraufhin wurde er am 10. Februar 1930 mit Wirkung vom 1. April 1930 als Hauptmann in der Reichswehr reaktiviert. Als Rangdienstalter wurde ihm wieder der 1. April 1928 (43) zugewiesen. Er wurde etatmäßig in der 3. Batterie vom 7. (Bayer.) Artillerie-Regiment in Würzburg eingeteilt. Gleichzeitig wurde er wieder zur 7. (Bayer.) Kraftfahr-Abteilung kommandiert, wobei das Kommando einer Versetzung gleichzusetzen war. Deswegen trug er auch deren Uniform. Er wurde am 12. März 1930 zur Dienstleistung bei der 3. Kompanie in Fürth eingeteilt. Am 27. März 1930 wurde der Standort seines Kommandos von Fürth nach München abgeändert. Vom 27. Mai 1930 bis zum 7. Juni 1930 wurde er zu einer Pionier-Inspektionsreise kommandiert. Am 1. Oktober 1930 wurde er zur 4. Kraftfahr-Abteilung versetzt. Er hat dort die Chefstelle der 4. (Preußische) Kompanie in Magdeburg besetzt. Vom 31. Mai 1931 bis zum 6. Juni 1931 wurde er zur Luftschutzübungsreise der 4. Division der Reichswehr kommandiert. Vom 23. Mai 1932 bis zum 27. Mai 1932 wurde er wieder zur Luftschutzübungsreise der 4. Division kommandiert. Am 18. Mai 1933 wurde er mit Wirkung vom 1. Juni 1933 unter Anordnung des Umzuges zum Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin kommandiert. Dort wurde er als Referent im Luftschutzamt verwendet. Ab dem 6. Juni 1933 hatte er die Uniform des RWM zu tragen, nachdem er auch in das RWM versetzt wurde. Am 31. August 1933 ist er mit der Berechtigung zum Tragen seiner bisherigen Uniform wieder aus dem Heeresdienst ausgeschieden.
Am 1. September 1933 wurde er als Referent in der Abteilung L.P. I im Reichsluftfahrtministerium (RLM) angestellt. Hier wurde er am 1. September 1934 (3) zum Major befördert. Am 25. Oktober 1934 wurde er neu vereidigt. Nach dem Erlaß des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler vom 26. Februar 1935 wurde er ab dem 1. März 1935 als Soldat neu verpflichtet. Er wurde in der Wehrmachts-Reichsluftwaffe mit einem Rangdienstalter vom 1. September 1934 (3) als Major wieder angestellt. Die vom 1. September 1933 bis zum 28. Februar 1935 geleistete Dienstzeit wurde als aktive militärische Dienstzeit anerkannt. Vom 23. September 1935 bis zum 2. Oktober 1935 wurde er zur Fliegergruppe Tutow kommandiert. Vom 10. November 1935 bis zum 31. Dezember 1935 wurde er zur Weiterbildung als Flugzeugführer zum Flugkommando Berlin kommandiert. Das Kommando wurde später bis zum 31. Januar 1936 verlängert. Vom 10. Februar 1936 bis zum 29. Februar 1936 wurde er erneut zum Flugkommando Berlin kommandiert. Am 10. Februar 1936 wurde er vom 1. März 1936 bis zum 31. März 1936 zur Fliegergruppe Greifswald kommandiert. Dieses Kommando wurde am 29. Februar 1936 vorläufig aufgehoben. Stattdessen wurde er am 12. März 1936 zum Kommandeur der Fliegergruppe Barth und gleichzeitig zum Kommandant des Fliegerhorstes Barth ernannt. Aus seiner Gruppe wurde später die III. Gruppe vom Kampfgeschwader 152 gebildet, deren Kommandeur er weiter blieb. Am 23. April 1936 hat er den Militär-Flugzeug-Führerschein der Klasse C 2 Land Nr. 118 erhalten. Am 17. Juni 1936 wurde entschieden, die Zeit vom 1. November 1928 bis zum 31. März 1930 als militärische Dienstzeit anzurechnen, da er nur aus Tarnungsgründen verabschiedet war. Am 2. Oktober 1936 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1936 (16) zum Oberstleutnant befördert. Vom 6. Januar 1937 bis zum 22. Januar 1937 wurde er zu einem Navigationslehrgang nach Brandis kommandiert. Am 1. April 1938 wurde er als Kommander zur Flugzeugführerschule Fürth versetzt und gleichzeitig zum Fliegerhorst-Kommandant Fürth ernannt. Ab dem 1. August 1938 war er dann Kommandeur vom Kommando der Fliegerschulen und der Flieger-Ersatz-Abteilungen 13 in Nürnberg. Als solcher wurde er am 1. Januar 1939 (15) zum Oberst befördert wurde. Am 26. Januar 1939 wurde er mit Wirkung vom 1. Februar 1939 zum Kommodore vom Kampfgeschwader 153 in Merseburg ernannt, Mit Wirkung vom 16. März 1939 verlegte er mit seinem Stab nach Prag. Durch die Umbenennung seines Geschwaders wurde er am 14. April 1939 mit Wirkung vom 1. Mai 1939 zum Kommodore vom Kampfgeschwader 77 ernannt. Dieses Geschwader führte er bis zum 13. September 1939, um im Anschluß Offizier z.b.V. des Reichsluftfahrtministeriums und Oberbefehlshabers der Luftwaffe zu werden. Er wurde dem Chef Ausbildungswesen (AW) zugeteilt. Am 25. und 26. September 1939 wurde er zwecks Abwicklung der Geschäfte seines bisherigen Dienstbereiches zum Stab vom KG 77 nach Prag kommandiert. Am 15. Oktober 1939 wurde er zum Vorkommando der Großen Kampffliegerschule in Thorn kommandiert und am 15. November 1939 zum Kommandeur der Großen Kampffliegerschule 4 in Thorn ernannt. Gleichzeitig wurde er auch Fliegerhorst-Kommandant Thorn. Am 1. November 1941 (3) folgte die Beförderung zum Generalmajor. Als solcher wurde er am 16. Juni 1942 in Thorn durch Oberst Hans-Joachim Rath abgelöst. Dafür wurde er zum Inspekteur für Flugzeugführer-Ausbildung im RLM ernannt. Ab dem 8. März 1943 war er dann Kommandeur der Waffentechnischen Schulen der Luftwaffe. Ab dem 16. September 1944 General z.b.V. bei der Luftflotte Reich. Am 1. Oktober 1944 folgte seine Ernennung zum Kommandeur der Auffang-Organisation der Luftwaffe in der Slowakei. Am 21. November 1944 wurde er darüber informiert, dass zum 28. Februar 1945 seine Entlassung aus dem aktiven Wehrdienst geplant wäre, um die Verjüngung des Offizierkorps nicht zu hemmen. Ihm wurde dabei die Möglichkeit eröffnet, die Verabschiedung von sich aus zu beantragen. Wenn er davon bis zum 30. November 1944 keinen Gebrauch machen würde, so wurde angekündigt, seine Entlassung nach Wehrgesetz § 24 (3) zu beantragen.
Im Januar 1945 war er zum Verbindungsstab OKL Südost kommandiert. Am 25. Januar 1945 wurde er Kommandeur der Leistelle der Luftwaffe in Olmütz und ab Mitte Februar 1945 der Hauptleiststelle Süd der Luftwaffe in Pardubitz. Am 1. April 1945 war er schließlich Höherer Kommandeur der Wehrmacht-Ordnungstruppen im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 10. März 1947 entlassen wurde.
Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur
MSG 109/10853
Stellenbesetzung im Reichsheer 16. Mai 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1921, Biblio-Verlag 1968
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1923, Berlin,
Mittler und Sohn 1923
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1924, Berlin,
Mittler und Sohn 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin,
Mittler und Sohn 1925
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1926, Berlin,
Mittler und Sohn 1926
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1927, Berlin,
Mittler und Sohn 1927
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1928, Berlin,
Mittler und Sohn 1928
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1929, Berlin,
Mittler und Sohn 1929
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1930, Berlin,
Mittler und Sohn 1930
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1931, Berlin,
Mittler und Sohn 1931
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1932, Berlin,
Mittler und Sohn 1932
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. Mai 1933
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. April 1934
Pers 6/1826