Waenker von Dankenschweil, Richard Constantin Ludovicus

 

* 12. Dezember 1876, Mahlberg

† 22. Januar 1937, Inzigkofen

 

 

Richard Waenker von Dankenschweil trat am 28. Juni 1895 in das Württembergische Heer ein. Der Sohn vom Großherzoglich-badischer Kammerherr und Forstmeister Richard Ferdinand Ludwig Waenker von Dankenschweil und dessen Ehefrau Angelica, geborene Sautyer, kam dabei zum Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109. Bei diesem wurde er am 16. Februar 1896 zum Fähnrich befördert. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 18. Oktober 1896 zum Sekondeleutnant befördert. Als solcher wurde er dann als Kompanieoffizier im Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 eingesetzt. 1898 gehörte er zur 3. Kompanie. Durch die Umbenennung seines Dienstgrades wurde er am 1. Januar 1899 zum Leutnant ernannt. In diesem Jahr diente er in der 10. Kompanie vom Regiment. Im Jahr 1900 diente er als Zugführer in der 7. Kompanie seines Regiments. Ab Anfang Oktober 1900 wurde er dann für zwei Jahre beim Lehr-Infanterie-Bataillon eingesetzt. Am 1. Mai 1903 wurde er dann für über drei Jahre im Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 zum Bataillonsadjutant des I. Bataillons ernannt. Am 22. März 1907 wurde er dann zum Oberleutnant befördert. Als solcher wurde er zur 11. Kompanie vom Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 versetzt, wo er mehrere Jahre als Zugführer verwendet wurde. 1907 hat er Marie Philomene Gabriela Antonia Clara Josepha Freiin Call zu Rosenburg und Kulmbach gehiratet. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor. Im Frühjahr 1909 gehörte er als Zugführer zur 4. Kompanie seines Regiments. Im Jahr 1909 wurde auch sein Sohn Hans-Georg Waenker von Dankenschweil geboren. Am 1. Oktober 1909 zum Regimentsadjutant vom Badisches Leib-Grenadier-Regiment Nr. 109 ernannt. Am 22. März 1910 wurde er als Oberleutnant in den Großen Generalstab kommandiert. Bei diesem wurde er am 22. März 1912 zum Hauptmann i.G. befördert. Zeitgleich wurde er dann auch in den Großen Generalstab versetzt. Mitte November 1912 wurde er dann in den Generalstab vom Generalkommando XX. Armeekorps versetzt. Auch kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges im Sommer 1914 versah er im Generalstab des XX. Armeekorps seinen Dienst. Auch nach Kriegsbeginn versah er anfangs seinen Dienst in diesem Generalstab. Am 3. Oktober 1914 wurde sein Sohn Richard Gottfried Waenker von Dankenschweil in Treptow an der Rega geboren. Anfang November 1914 wurde er dann als Generalstabsoffizier zur 37. Division versetzt. Ende Februar 1916 wurde er dann zum Kommandeur eines Bataillons vom 2. Masurisches Infanterie-Regiment Nr. 147 ernannt. Anfang August 1916 wurde er dann in den Stab der Heeresgruppe Linsingen versetzt. Am 29. September 1916 wurde er dann in den Generalstab vom 30. Reservekorps versetzt. Am 28. Dezember 1916 wurde er dort zum Major befördert. Anfang Juni 1917 wurde er als solcher in den Generalstab der Heeresgruppe Mackensen versetzt. Bei diesem blieb er dann bis zum Ende des Krieges. Im 1. Weltkrieg wurden ihm neben dem Ritterkreuz des Königlich Preußischen Hausordens mit Schwertern und beiden Eisernen Kreuzen noch jede Menge andere Orden verliehen. Nach dem Krieg wurde er dann im Frühjahr 1919 als Führer eines Freiwilligen-Bataillons eingesetzt. Am 1. August 1919 wurde er dann als Major in das vorläufige Reichsheer übernommen. Dabei wurde er anfangs beim Reichswehrministerium (RWM) in Berlin eingesetzt. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 als Generalstabsoffizier beim Wehrkreiskommando V eingesetzt. Auch bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr blieb er weiter beim Heer. Ab Herbst 1920 wurde er dann als Generalstabsoffizier bei der 5. Division der Reichswehr in Stuttgart eingesetzt. Im September 1921 wurde er dann als Nachfolger von Oberstleutnant Albert Freiherr von Rotberg zum Kommandeur des III. (Jäger) Bataillons vom 14. (Badisches) Infanterie-Regiment in Konstanz ernannt. 1922 wurde er dort zum Oberstleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Juni 1921 festgelegt. Am 1. April 1924 wurde er für die nächste Zeit als Leiter des II. Lehrgangs an die Infanterieschule versetzt. Sein Kommando als Bataillonskommandeur übernahm dafür Oberstleutnant Erfurth. Am 1. Februar 1926 wurde er zum Oberst befördert. Als solcher wurde er dann im Frühjahr 1926 beim Regimentsstab vom 14. (Bad.) Infanterie-Regiment in Konstanz eingesetzt. Am 1. Februar 1927 wurde er dann wieder als Nachfolger von Oberst Albert Freiherr von Rotberg zum Kommandeur vom 14. (Bad.) Infanterie-Regiment in Konstanz ernannt. 1928 wurde er dadurch auch zum Landeskommandant in Baden ernannt. Am 31. Oktober 1928 gab er sein Kommando über sein Regiment an Oberst Alfred Boehm-Tettelbach ab. Er wurde danach am 1. November 1928 als Nachfolger von Generalmajor Gerd von Rundstedt zum Chef des Stabes vom Gruppenkommando 2 in Kassel ernannt. Als solcher wurde er am 1. Juni 1929 zum Generalmajor befördert. Er behielt aber weiter die Position als Landeskommandant in Baden. Diese Position behielt er auch am 1. Februar 1930 bei seiner Ernennung zum Infanterieführer V als Nachfolger von Generalmajor Emil Fleck in Stuttgart. Sein Nachfolger als Chef des Stabes vom Gruppenkommando 2 in Kassel wurde Generalmajor Curt Liebmann. Am 31. Oktober 1930 gab er diesen Posten an Generalleutnant Hans Halm ab. Er wurde an diesem Tag aus dem aktiven Dienst der Reichswehr verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter eines Generalleutnant verliehen. Er wurde später in der Wehrmacht nicht wieder verwendet. Am 6. November 1934 ist sein ältester Sohn, Hans-Georg Waenker von Dankenschweil, Leutnant im 18. Reiter-Regiment gemeinsam mit Kurt Bastian, Leutnant im 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment, beim Nachtflug von Königsberg nach Berlin bei Klein-Rakitt in Pommern tödlich verunglückt. Noch vor Beginn des 2. Weltkrieges ist Generalleutnant Waenker von Dankenschweil Anfang 1937 auf Schloß Inzigkofen bei Sigmaringen verstorben. Am 23. Juni 1941 ist sein Sohn Richard Gottfried Waenker von Dankenschweil, welcher im Zivilleben als Gerichtsreferendar in München tätig war, als Offizier bei Sculeni am Pruth gefallen. Er erhielt als Leutnant und Angehöriger der 13. Kompanie vom Infanterie-Regiment 305 einen Kopfschuß und Armschuss durch Infanteriegeschoß. Er wurde auf dem Ehrenfriedhof Sculeni in Bessarabien beerdigt. Der dritte Sohn, Berthold Friedrich Waenker von Dankenschweil, ist am 8 August 1944 bei Plabennec Finistére, nördlich von Brest, gefallen.