von Sommerfeld, Hans

 

* 7. Januar 1885, Magdeburg

† 10. November 1961, Mönchengladbach

BArch Pers 6/873 im Jahr 1922 als Hauptmann

 

Hans von Sommerfeld war der Sohn des damaligen Hauptmanns und Kompaniechef im Infanterie-Regiment Nr. 27 und späteren Generalmajors und Kommandant von Glatz, Curt von Sommerfeld, und dessen Ehefrau Anna Therese Wilhelmine 'Minetta', geborene von Staff. Er besuchte von 1899 bis Ostern 1904 das Kadettenhaus Köslin und danach bis 1906 die Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde, wo er im Februar 1906 sein Fähnrichsexamen ablegte. Sein Vater ist bereits am 3. März 1905 im Alter von 58 Jahren und 5 Monaten in der Universitätsklinik in der Tiergartenstraße 66 in Breslau gestorben. Er trat am 22. März 1906 als charakterisierter Fähnrich in die Königlich Preußische Armee ein. Er wurde dabei von der Hauptkadettenanstalt zum 2. Magdeburgisches Infanterie-Regiment "Prinz Louis Ferdinand von Preußen" Nr. 27 nach Halberstadt überwiesen. Bei diesem wurde er am 31. März 1906 vereidigt. Sein Patent als Fähnrich hat er am 17. November 1906 (S7s) erhalten. Nach dem Besuch der Kriegsschule wurde er am 16. August 1907 (H3h) zum Leutnant befördert. Danach wurde er anfangs als Kompanieoffizier in der 11. Kompanie seines Regiments in Halberstadt eingesetzt. Im Juli und August 1909 war er für vier Wochen zu einem Lehrkursus für Handwaffen zur Gewehrfabrik Erfurt kommandiert. Danach wurde er im Herbst 1909 als Kompanieoffizier in die 10. Kompanie seines Regiments in Halberstadt versetzt. Im August 1910 wurde er für vier Wochen zum Lehrkursus für Leutnants zur Schießschule Spandau kommandiert. Vom 1. Juni 1911 bis zum 30. Juni 1911 wurde er zum Pionier-Ausbildungs-Kursus beim Magdeburgisches Pionier-Bataillon Nr. 4 nach Magdeburg kommandiert. Vom 1. Oktober 1911 bis zum 30. September 1912 wurde er zur Dienstleistung zum Magdeburgisches Pionier-Bataillon Nr. 4 nach Magdeburg kommandiert. Nach seiner Rückkehr wurde er als Kompanieoffizier in die 7. Kompanie vom 2. Magdeburgisches Infanterie-Regiment "Prinz Louis Ferdinand von Preußen" Nr. 27 in Halberstadt versetzt. Im September und Oktober 1913 wurde er für sechs Wochen zum Lehrkursus für MG's zur Gewehrfabrik Spandau kommandiert. Er wurde zu jener Zeit auch in die MG-Kompanie seines Regiments in Halberstadt versetzt. Auch bei Beginn des 1. Weltkrieges blieb er weiter bei seinem Regiment im Einsatz. Am 7. September 1914 wurde er durch ein Infanteriegeschoß am Oberkiefer verwundet und danach ins Feldlazarett vom IV. Armeekorps eingeliefert. Später wurde er im Bethanienlazarett in Magdeburg weiterbehandelt. Am 21. September 1914 wurde ihm das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Danach kehrte er am 16. November 1914 zum aktiven Regiment zurück. Bei diesem wurde er am 27. Januar 1915 (P44p) zum Oberleutnant befördert. Danach wurde er vom 10. Februar 1915 bis zum 11. Oktober 1915 als Leiter des Offizier-Aspiranten-Kursus vom Feldrekruten-Depot der 7. Infanteriedivision eingesetzt. Vom 3. Januar 1916 bis zum 5. Januar 1916 wurde er zum Gasschutzmaskenkursus nach Houl de Bryeres kommandiert. Vom 15. Februar 1916 bis zum 18. Februar 1916 wurde er zum 32. Lehrkursus im Gebruach der Gasschutzmasken nach Berlin kommandiert. Nach seiner Rückkehr war er ab dem 29. März 1916 Leiter des Offizier- und OffizierAspiranten-Kursus vom Feldrekruten-Depot der 7. Infanteriedivision verwendet. Unter Belassung in seinem Kommando zum Feldrekruten-Depot der 7. Infanteriedivision wurde er zum Infanterie-Regiment Nr. 393 versetzt. Am 26. September 1916 wurde ihm das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Am 25. November 1916 (Ww) wurde er zum Hauptmann befördert. Als solcher wurde er am 1. Februar 1917 zum Führer des Feldrekruten-Depots der 7. Infanteriedivision ernannt. Seine Versetzung zurück zum 2. Magdeburgisches Infanterie-Regiment "Prinz Louis Ferdinand von Preußen" Nr. 27 erfolgte am 4. September 1917. Vom 13. September 1917 bis zum 11. Oktober 1917 war er Vertreter des Führers des I. Bataillons seines Regiments. Danach wurde er vom 12. Oktober 1917 bis zum 17. Oktober 1917 zur Nachrichtenschule Marle kommandiert. Direkt danach wurde er bis zum 4. November 1917 zur besonderen Verfügung des Regiments gestellt. Ab diesem Datum wurde er als MG-Offizier beim Regimentsstab vom 2. Magdeburgisches Infanterie-Regiment "Prinz Louis Ferdinand von Preußen" Nr. 27 verwendet. Vom 21. November 1917 bis zum 4. Januar 1918 und vom 15. März 1918 bis zum 5. April 1918 wurde er als Vertreter des Bataillonsführers vom III. Bataillon eingesetzt. Vom 6. April 1918 bis zum 31. Mai 1918 war er erneut Vertreter des Führers des I. Bataillons seines Regiments. Während dieser Zeit wurde er am 28. April 1918 durch ein Artilleriegeschoß an der rechten und linken Hand verwundet, blieb aber bei der Truppe. Am 1. Juni 1918 wurde er zum Kommandeur des I. Bataillons seines Regiments ernannt. Vom 30. September 1918 bis zum 4. Oktober 1918 war er sogar Regimentsführer vom 2. Magdeburgisches Infanterie-Regiment "Prinz Louis Ferdinand von Preußen" Nr. 27. Am 4. November 1918 wurde er durch Infanteriegeschoß in der Brust verwundet und danach in das Lazarett Mons eingeliefert. Später wurde er in das Hilfslazarett Achtermann in Goslar überführt. Im 1. Weltkrieg wurde er nicht nur mehrmals verwundet, was sich in der Verleihung des Verwundetenabzeichens in Mattweiß wiederspiegelte. Im Ersten Weltkrieg wurden ihm neben beiden Eisernen Kreuze noch weitere Auszeichnungen, wie der Hausorden von Hohenzollern mit Schwertern (10. Juni 1918) verliehen. Vom 17. Januar 1919 bis zum 25. Januar 1919 wurde er im Oberschlesischen Freiwilligen-Korps Peiskretscham eingesetzt. Vom 26. Februar 1919 bis zum 26. April 1919 wurde er zur Prüfungsstelle für Kriegsakten zum Großen Generalstab kommandiert. Danach wurde er am 27. April 1919 als Leiter der MG-Instandsetzungswerktätte Breslau zum Oberkommando Grenzschutz Süd versetzt. Am 1. August 1919 wurde er zum Freiwilligen Landesjäger-Korps versetzt. Am 14. Oktober 1919 wurde er neu vereidigt. Am 1. November 1919 wurde er zum Reichswehr-Jäger-Regiment 32 versetzt. Beim 200.000 Mann-Übergangsheer der Reichswehr Mitte Mai 1920 gehörte er weiterhin zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 32 der Reichswehr-Brigade 16. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr wurde er am 1. Januar 1921 mit Wirkung vom 1. Oktober 1920 zum Chef der 2. Kompanie vom Infanterie-Regiment 12 ernannt. Am 1. Februar 1922 wurde ihm ein neues Rangdienstalter vom 25. November 1916 (5) zugewiesen. Am 1. August 1922 wurde er als Hauptmann beim Stabe zum Stab des III. Bataillons vom 12. Infanterie-Regiment nach Magdeburg versetzt. Dort wurde er auch als Fürsorgeoffizier verwendet. Sein Nachfolger als Kompanieführer der 2. Kompanie wurde Oberleutnant Karl Rorich. Den Antrag auf Erteilung der Heiratserlaubnis reichte er am 10. April 1923 ein. Dieser wurde am 13. April 1923 durch Oberst Rudolf Schniewindt, Kdr. vom 12. Inf.Rgt., befürwortend weitergereicht. Danach reichte am 16. April 1923 der stellvertretende Infanterieführer IV, Oberst Pikanz, diesen ebenfalls weiter. Am 17. April 1923 reichte dann auch Generalleutnant Alfred Müller, Kdr. der 4. Division der Reichswehr diesen an das Heeres-Personalamt (PA) weiter. Am 20. April 1923 erhielt er die Erlaubnis zur Verheiratung. Er heiratete daraufhin am 23. Juni 1923 die über acht Jahre jüngere geschiedene Ernestine Clara von Platen, geborene Zuckschwerdt, geschiedene Ehefrau des Rittmeisters a.D. Joachim von Platen, Tochter des Geheimen Kommerzienrats und Bankiers Dr. h.c. Wilhelm Zuckschwerdt, in Magdeburg. Am 15. März 1924 wurde er zum Chef der 10. Kompanie vom 12. Infanterie-Regiment in Magdeburg ernannt. Seine älteste Tochter Fanny Christa-Luisa von Sommerfeld wurde am 11. April 1924 in Magdeburg geboren. Am 31. Januar 1925 wurde er vom 12. Februar 1925 bis zum 1. April 1925 zur Inspektion der Infanterie (In 2) im Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin kommandiert. Vom 20. Oktober 1925 bis zum 18. November 1925 wurde er zum Kampfschullehrgang auf den Truppenübungsplatz Döberitz kommandiert. Sein ältester Sohn Hans-Jürgen Wilhelm Kurt von Sommerfeld wurde am 16. Dezember 1925 in Magdeburg geboren. Seine jüngste Tochter Wilhelmine Dora von Sommerfeld wurde am 3. Dezember 1927 in Magdeburg geboren. Am 13. Januar 1928 wurde er mit Wirkung vom 1. Februar 1928 zum RWM nach Berlin versetzt. Zum 1. Februar 1930 (4) wurde er zum Major befördert. Den Militär-Kraftfahrzeug-Führerschein der Klasse 3b hat er am 28. November 1933 erworben. Am 23. Dezember 1933 wurde er mit Wirkung vom 1. Februar 1934 als Nachfolger von Oberstleutnant Erich Denecke zum Kommandeur des II. Bataillons vom 12. Infanterie-Regiment in Quedlinburg ernannt. Zum 1. Februar 1934 (1) wurde er zum Oberstleutnant befördert. Am 2. August 1934 wurde er auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler neu vereidigt. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur des II. Bataillons vom Infanterie-Regiment Halberstadt in Quedlinburg ernannt. Am 1. Juni 1935 wurde er zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment Dessau ernannt. Bei der Enttarnung der Einheiten wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur vom Infanterie-Regiment 33 in Dessau ernannt. Als solcher wurde er zum 1. November 1935 (1) zum Oberst befördert. Sein jüngster Sohn Hermann Gustav Karl Konstantin von Sommerfeld wurde am 2. Mai 1936 in Dessau geboren. Auch nach der Umgliederung seines Regiments zum Infanterie-Regiment (motorisiert) 33 behielt er weiter das Kommando. Am 10. März 1939 wurde er mit Wirkung vom 1. April 1939 zum Kommandeur der Heeresdienststelle 9 in Aachen ernannt. Sein Nachfolger als Kommandeur vom Infanterie-Regiment (mot.) 33 wurde Oberst Gustav Fehn. Bei der Mobilmachung für den 2. Weltkrieg wurde er durch die Umbenennung seiner Dienststelle zum Kommandeur vom Grenzschutz-Abschnitts-Kommando 9 in Aachen ernannt. In dieser Funktion wurde er am 30. September 1939 mit Wirkung vom 1. Oktober 1939 (2) zum Generalmajor befördert. Am 6. Oktober 1939 wurde er mit Wirkung vom 15. Oktober 1939 durch die Umbenennung seines Stabes zum Kommandeur der 526. Infanterie-Divison ernannt. Der Stab wurde teilweise auch als 526. Division z.b.V. bezeichnet. Am 1. Juli 1940 erhielt er folgende Beurteilung von Generalleutnant Gerhard Glokke, KG vom Stellv. Generalkommando VI. Armeekorps: "Grenzwachtdivision mit Passion organisiert, gut geführt." Am 14. November 1940 gab er sein Kommando an Generalleutnant Günther Freiherr von Hammerstein-Equord ab. Dafür wurde er zum 15. November 1940 zum Kommandeur der neuen bodenständigen 306. Infanterie-Division ernannt. Am 11. März 1941 erhielt er folgende Beurteilung von General der Infanterie Gerhard Glokke, KG vom Stellv. Generalkommando VI. Armeekorps: "Etwas behäbig, ruhig und sicher, hat Division gut ausgebildet, sehr guter Ausbilder. Bewertung: Füllt gut aus. Empfehlung: Für nächsthöhere Verwendung nicht geeignet." Am 14. August 1941 wurde er mit Wirkung vom 1. September 1941 (1) zum Generalleutnant befördert. Das Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse wurde ihm am 15. November 1941 verliehen. Seine Mutter starb am 10. Januar 1942 um 6:30 Uhr im Alter von 91 Jahren an Altersschwäche bzw. Herzschwäche in der Finkensteinallee 86 in Berlin-Lichterfelde. Das Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse wurde ihm am 1. September 1941 verliehen. Am 12. April 1942 erhielt er folgende Beurteilung von General der Infanterie z.V. Alfred Boehm-Tettelbach, Befehlshaber Höheres Kommando z.b.V. XXXVII: "Etwas behäbige, aber kraftvolle Erscheinung, ruhig und sicher im Auftreten. Führt Division im Küstenschutz mit fester Hand und mit Verständnis für die Küstenbefestigung und die Ausbildung der Truppe. Besonders eifrig, bemüht um Truppenfürsorge. Keine Feindbewährung. Bewertung: Füllt gut aus." Dazu ergänzte am 15. April 1942 Generaloberst Curt Haase, OB der 15. Armee: "Sehr sorglich und überlegt." Am 30. Oktober 1942 (Verfügung vom 14. Dezember 1942) wurde er mit Wirkung vom 1. November 1942 in die Führerreserve OKH versetzt. Seinen Dienst regelte der Wehrkreis VI. Der Grund für die Versetzung war die Tatsache, dass er nicht ostverwendungsfähig war. Seine Privatanschrift war damals die Salzbergenerstraße 69 in Rheine, wo er die Telefonnummer 8586 hatte. Die Führung der 306. Infanterie-Division übernahm zum gleichen Datum Oberst Matthiass. Am 5. November 1942 erhielt er folgende Beurteilung von Generaloberst Curt Haase, OB der 15. Armee: "Hat sich ruhig, gleichmäßig fleißig, besonnen weiterentwickelt, Division gut ausgebildet und in der Küstenbefestigung vorzügliche Leistungen der Truppe erzielt. Im Verkehr mit anderen Wehrmachtsteilen und der Organisation Todt (O.T.) hatte er eine sehr glückliche Hand, die eine reibungslose, vertrauensvolle Zusammenarbeit erzielte. Seine große Erfahrung in all diesen Dingen sollte dem Heere erhalten bleiben. Ich würde es daher begrüßen, wenn er als Divisionskommandeur einer Festungs-Division im Bereich der Armee wieder eingesetzt werden würde." Der OB der 15. Armee hatte ihm damals bereits vom 6. November 1942 bis zum 21. November 1942 einen Urlaub bewilligt. Am 28. November 1942 (Verfügung vom 13. Januar 1943) wurde er mit Wirkung vom 7. Dezember 1942 bis zum 16. Dezember 1942 zu einem Lehrgang im Kriegsgefangenenwesen nach Wien kommandiert, wo er am 6. Dezember 1942 eintreffen sollte. Am 23. Dezember 1942 (Verfügung vom 13. Februar 1943) wurde er mit Wirkung vom 24. Dezember 1942 als Nachfolger für den am 17. Dezember 1942 verstorbenen Generalleutnant Ernst Güntzel zum Kommandeur der Division Nr. 462 ernannt. Am 12. März 1943 erhielt er folgende Beurteilung von General der Infanterie Albert Steppuhn, KG vom Stellv. Generalkommando XII. Armeekorps: "Guter, erfahrener Ausbilder und Erzieher. In diesem Kriege keine Feindbewährung. Bewertung: Füllt seine Stelle gut aus. Guter Durchschnitt." Am 5. Oktober 1943 war er erkrankt, weshalb er in das Reservelazarett I Metz eingeliefert wurde. Nachdem er am 27. Oktober 1943 aus dem Lazarett entlassen wurde, wurde ihm bis zum 12. November 1943 ein Urlaub gewährt. Danach absolvierte er vom 27. November 1943 bis zum 15. Januar 1944 eine Kur und einen anschließend notwendigen Urlaub. Am 25. Januar 1944 erhielt er folgende Beurteilung vom Abteilungs-Arzt Dr. Fuchs vom Reservelazarett I Metz: "Derzeitige Wehrtauglichkeit nach L 17, L 18 bedingt kv. Dienstfähigkeit wird bejaht. Wird bei seinem derzeitigen Gesundheitszustand für die Zukunft stärkeren Belastungen als Kommandeur nicht gewachsen sein." Am 2. März 1944 erhielt er folgende Beurteilung von General der Infanterie Walther Schroth, KG vom Stellv. Generalkommando XII. Armeekorps: "Guter Ausbilder seiner Einheiten, gibt mit nüchternem praktischen Blick zweckmäßige Anleitung. Fleißig, in letzter Zeit gesundheitlich behindert. Ausbildungsgabe. Angegriffene Gesundheit. Nach ärztlichem Urteil für die Zukunft stärkeren Belastungen nicht gewachsen. Bewertung: Durchschnitt. Empfehlung: Wehrersatz-Inspekteur." Am 8. April 1944 wurde er als bedingt k.v. eingestuft. Daraufhin entschied der Chef vom HPA, Generalleutnant Wilhelm Burgdorf: "Ablösen und Wehrersatzinspekteur." Zur letzten Beurteilung ergänzte am 4. Mai 1944 Generaloberst Friedrich Fromm, Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber de Ersatzheeres: "Nichts hinzuzufügen." Am 1. August 1944 wurde er mit Wirkung vom 15. Juli 1944 wieder in die Führerreserve OKH versetzt. Seinen Dienst regelte wieder der Wehrkreis VI. Am 16. Oktober 1944 wurde er zur Verwendung als Rheinkommandant II Düsseldorf zum Wehrkreis VI kommandiert. Bei Kriegsende geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er im Jahr 1947 wieder entlassen wurde. Er starb am 10. November 1961. Seine Witwe starb ebenfalls dort am 1. Juli 1965.

Aus der am 11. Mai 1875 in Lübben geschlossenen Ehe seiner Eltern hatte er mehrere Geschwister:
Seine älteste Schwester war die am 29. April 1876 in Magdeburg geborene Elisabeth Hilaria Therese Mathilde Charlotte von Sommerfeld. Diese heiratete am 1. Oktober 1895 den etwa dreizehn Jahre älteren Hauptmann und Adjutant der 36. Division Hauptmann Helmuth Freiherr Digeon von Monteton in Dessau. Der Ehemann war 1913 Major und Bataillonskommandeur im 6. Lothringisches Königs-Infanterie-Regiment Nr. 145 in Metz. Seine Schwester starb am 21. August 1969 in Eimsbüttel.
Sein älterer Bruder war der am 18. Januar 1881 in Magdeburg geborene Kurt Wilhelm Constantin Hermann von Sommerfeld. Auch der Bruder schlug bereits die Offizierslaufbahn ein. Er wurde am 24. Februar 1900 in der Königlich Preußischen Armee angestellt. Er wurde dabei vom Kadettenhaus in Plön als Fähnrich zum Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3 überwiesen. Bereits am 1. Juni 1900 wurde er zum Leutnant mit einem Patent vom 20. März 1899 befördert. Am 12. Juni 1906 wurde er zur Dienstleistung bei seiner königlichen Hoheit dem Prinzen Friedrich Leopold von Preußen behufs Verwendung bei dem jüngsten Prinzensohn kommandiert. Am 5. April 1907 wurde er unter Enthebung von dem Kommando zum zweiten Militär-Gouverneur der drei Prinzensöhne seiner königlichen Hoheit des Prinzen Leopold von Preußen ernannt. Er trug dabei die Uniform vom Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3. Am 9. September 1908 wurde er zum Oberleutnant befördert und zum Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiment Nr. 4 versetzt, blieb aber noch bis zum 30. September 1908 in seiner bisherigen Stellung kommandiert. Sein Nachfolger als Zweiter Militär-Gouverneur wurde Leutnant Freiherr von Schleinitz, den er ab dem 15. September 1908 einarbeiten durfte. Am 22. März 1912 wurde er ab dem 1. April 1912 auf ein Jahr zur Dienstleistung zum Großen Generalstab kommandiert. Am 22. März 1913 wurde er ab dem 1. April 1913 auf ein ferneres Jahr zur Dienstleistung beim Großen Generalstab kommandiert. Am 29. März 1913 heiratete er die elfeinhalb Jahre jüngere Auguste Berta Dora Burchardt, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Julius Paul Burchardt in Magdeburg. Am 16. September 1913 wurde er zum überzähligen Hauptmann befördert. Sein erstes Kind war der am 3. März 1914 in Berlin-Wilmersdorf geborene Wilhelm Kurt Friedrich Paul von Sommerfeld. Am 22. März 1914 wurde er von dem Kommando zur Dienstleistung beim Großen Generalstab enthoben, unter Ernennung zum Adjutant der 33. Infanterie-Brigade in Hamburg. Taufpaten seines ersten Kindes waren am 1. Juni 1914 Kronprinz Wilhelm und General der Infanterie Fritz von Below, KG vom XXI. Armeekorps. Ein zweiter Sohn war der am 18. Dezember 1921 in Berlin-Spandau geborene Kurt Konstantin von Sommerfeld. Die Ehefrau starb in der eigenen Wohnung in der Walter Rathenaustraße 43 in Magdeburg. am 14. April 1925 im Alter von 32 Jahren. Der Bruder wohnte dort als Major a.D. Sein Bruder heiratete in zweiter Ehe am 2. April 1929 die fast genau siebzehneinhalb Jahre jüngere Hedwig Luise Anna Schmücking, Tochter des Realgymnasial-Oberlehrers Otto Schmücking, in Dessau. Sein Bruder der Oberstleutnant Constantin von Sommerfeld starb am 23. Januar 1940 um 10:30 Uhr in seiner Wohnung in der Finckensteinallee 86 in Berlin-Lichterfelde. Als Todesursache wurde Freitod durch Erschießen (nervöser Zusammenbruch angegeben. Er wurde auf dem Parkfriedhof Lichterfelde beigesetzt. Der Sohn Leutnant Kurt von Sommerfeld ist als Angehöriger der 3. Kompanie vom Grenadier-Regiment 169 am 12. Februar 1943 bei Troitzkoje, 12 Kilometer östlich von Obojan durch Infanteriegeschoß ins Herz gefallen und wurde am Dorfausgang Troizkoje beerdigt. Der Sohn Hauptmann Wilhelm von Sommerfeld starb als Angehöriger vom Artillerie-Regiment 24 am 13. Juni 1943 bei Turowo. Als Todesursache wurde auch hier Selbstmord angegeben. Die Witwe seines Bruders, die Fürsorgerin Hedwig von Sommerfeld starb am 20. August 1984 um 1:45 Uhr in der Busseallee 23-25 in Berlin-Zehlendorf.

 

Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10853
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1906, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1906
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1907, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1907
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1908, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1908
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1909, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1909
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1910, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1910
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1911, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1911
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1912, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1912
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1913, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1913
Ranglisten der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich Württembergischen) Armeekorps 1914, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1914
Dienstaltersliste der Offiziere der königlich Preußischen Armee und des XIII. (königlich  Württembergischen) Armeekorps 1917, Mittler und Sohn 1917
Dienstaltersliste der Offiziere der bisherigen Preußischen Armee und des XIII. (bisherigen Württembergischen) Armeekorps 1919, Mittler und Sohn 1919
Stellenbesetzung im Reichsheer 16. Mai 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1920, Biblio-Verlag 1968
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1921, Biblio-Verlag 1968
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1923, Berlin, Mittler und Sohn 1923
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1924, Berlin, Mittler und Sohn 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler und Sohn 1925
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1927, Berlin, Mittler und Sohn 1927
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1928, Berlin, Mittler und Sohn 1928
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1929, Berlin, Mittler und Sohn 1929
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1930, Berlin, Mittler und Sohn 1930
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1931, Berlin, Mittler und Sohn 1931
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1932, Berlin, Mittler und Sohn 1932
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. Mai 1933
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. April 1934
Stellenbesetzung Reichsheer 1. Oktober 1934
Stellenbesetzung Reichsheer 15. Oktober 1935
Stellenbesetzung Wehrmacht 6. Oktober 1936
Stellenbesetzung des Heeres mit Stand vom 12. Oktober 1937
Stellenbesetzung des Heeres 1938
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Militär-Wochenblatt
Pers 6/873
Pers 6/300666