Steppuhn, Albrecht Georg August Hermann

 

* 15. Juli 1877, Zoppot, Kreis Neustadt (Westpreußen)

† 22. Februar 1955, Wiesbaden

 

 

Albrecht Steppuhn war der Sohn des Oberst a.D. Friedrich Steppuhn, zuletzt Kommandeur vom 5. Ostpreußisches Infanterie-Regiment "von Boyen" Nr. 41, und dessen Ehefrau Ida Luisa Dorothea, geborene von Huet. Er wurde nach seiner Kadettenausbildung, vier Jahre in den Kadettenhäusern Kulm und Köslin und drei Jahre der Hauptkadettenanstalt Groß Lichterfelde, am 7. März 1896 als Sekondeleutnant an die Königlich Preußische Armee überwiesen. Er kam dabei zum Infanterie-Regiment Nr. 128 nach Danzig. Sein Patent wurde auf den gleichen Tag datiert. Bei diesem wurde er am 19. März 1896 vereidigt. In seinem Regiment wurde er anfangs als Kompanieoffizier in der 8. Kompanie eingesetzt. Am 1. Oktober 1897 wurde er dann als Kompanieoffizier in die 5. Kompanie seines Regiments versetzt. Diese Position füllte er dann einige Jahre aus. Zum 1. Januar 1898 erhielt er folgenden Qualifikationsbericht von seinem Regimentskommandeur Oberst Richard Richter: "Kleine, schlanke, zarte Figur, ernster, zuverlässiger Charakter, ist Leutnant Steppuhn mit annerkennenswerter Energie bestrebt, die Schwierigkeiten zu überwinden, welche ihm sein noch nicht voll entwickelter Körper bereitet. Eifrig und strebsam im Dienst, geistig genügend beanlagt, sind seine Leistungen trotz seiner kurzen Dienstzeit schon recht befriedigend. Durch seine gute Erziehung, sein freundliches und ansprechendes Wesen ist er bei Vorgesetzten und Kameraden gleich beliebt und verspricht, ein recht tüchtiger Offizier zu werden." Durch die Umbenennung seines Dienstgrades wurde er am 1. Januar 1899 zum Leutnant ernannt. Zum 1. Januar 1900 erhielt er folgenden Qualifikationsbericht von seinem Regimentskommandeur Oberst August Eschenburg: "Leutnant Steppuhn ist klein und schlank von Figur, von offenem liebenswürdigen Wesen, durchaus zuverlässig und gewissenhaft, von außerordentlicher Energie und geistig gut beanlagt. Seine dienstlichen Leistungen sind recht gut, seine gewinnende Persönlichkeit macht ihn bei Vorgesetzten und Kameraden gleich beliebt. Füllt seine Stellung aus." Vom 1. Oktober 1900 bis zum 28. Februar 1901 wurde er zur Militärturnanstalt kommandiert. Danach wurde er als Kompanieoffizier zur 11. Kompanie vom Infanterie-Regiment Nr. 128 versetzt. Zum 1. Dezember 1901 erhielt er folgenden Qualifikationsbericht von seinem Regimentskommandeur Oberst August Eschenburg: "Leutnant Steppuhn, mittelgroß, schlank von Figur, von offenem liebenswürdigen Wesen, durchaus zuverlässig und gewissenhaft, von außergewöhnlicher Energie und geistig recht gut beanlagt. Zum Bataillons-Adjutanten in Aussicht genommen. Seine dienstlichen Leistungen sind recht gut, seine gewinnende Persönlichkeit macht ihn bei Vorgesetzten und Kameraden gleich beliebt. Eignet sich zur Beförderung." Am 1. April 1902 wurde er als Nachfolger von Oberleutnant Schmundt zum Adjutant und Gerichtsoffizier des III. Bataillons vom Infanterie-Regiment Nr. 128 ernannt. Zum 1. Dezember 1903 erhielt er folgenden Qualifikationsbericht von seinem Regimentskommandeur Oberst Richard Voigt: "Mittelgroß, schlank, von gediegenem, festem Charakter und offenem, liebenswürdigen Wesen, recht gut beanlagt, zuverlässig, strebsam, energisch, hat sich im Frontdienst und als Bataillonsadjutant und Gerichtsoffizier vortrefflich bewährt. guter Turner und Reiter. Im Kameradenkreis und gesellschaftlich sehr beliebt. Füllt seine Stelle recht gut aus und ist zur Beförderung geeignet." Am 23. Mai 1904 gab er die Position als Bataillonsadjutant und Gerichtsoffizier an Leutnant Neumann ab. Am 24. Mai 1904 wurde er dafür als Nachfolger von Oberleutnant Wilhelm Siegert zum Regimentsadjutant ernannt. Diese Position übte er dann für viele Jahre aus. Zum 1. Dezember 1905 erhielt er folgenden Qualifikationsbericht von seinem Regimentskommandeur Oberst Richard Voigt: "Mittelgroß, schlank, von gediegenem, festem Charakter und offenen, liebenswürdigen Wesen, recht guter Beanlagung, strebsam und zuverlässig, guter Turner und Reiter. Hat sich im Frontdienst und als fleißiger und umsichtiger Adjutant gut bewährt. Besitzt guten Blick für das Gelände, schnelle und verständige Auffassung taktischer Verhältnisse. Übt bei regem Sinn für Kameradschaft einen günstigen Einfluß auf die jüngeren Offiziere aus. Füllt seine Stelle recht gut aus und ist zur Beförderung geeignet." Während seiner Zeit als Regimentsadjutant wurde er daraufhin am 20. März 1906 zum Oberleutnant befördert, das Patent wurde auf den gleichen Tag datiert. Am 31. Dezember 1906 starb seine Mutter in Zoppot. Zum 1. Dezember 1907 erhielt er folgenden Qualifikationsbericht von seinem Regimentskommandeur Oberst Bruno von Wühlisch: "Mittelgroß, schlank, von energischen, festen Charakter, offenen, liebenswürdigen Wesen, sehr guter Beanlagung, sehr strebsam, fleißig und durchaus zuverlässig. Guter Turner und Reiter. Hat sich als Regimentsadjutant vortrefflich bewährt und .... bei allen Gelegenheiten außergewöhnlich gutes taktisches Verständnis und hervorragenden Blick für Geländeverhältnisse. Auch ist sein Urteil seinen .... voraus .... und .... und bei .... Sinn für Kameradschaft sein Einfluß auf die jüngeren Offiziere ein sehr günstiger. Er füllt seine Stelle mustergültig aus und eignet sich seiner .... militärischen Eigenschaften wegen ganz besonders zum Brigade-Adjutanten." Dazu ergänzte Generalmajor Paul Oldenburg als Brigadekommandeur: "Ein eleganter, schlanker Offizier von verbindlichen Wesen und gewinnenden Formen. Militärisch gut beanlagt. Absolut zuverläßiger, treuer Charakter, sehr fleißig und gewissenhaft; schneller Arbeiter, bewährte sich als Regimentsadjutant vortrefflich. Seine guten militärischen Eigenschaften kommen ganz besonders im Gelände zur Geltung, wo er sich durch schnelle Auffassung der Situation gutes taktisches Verständnis und Entschlossenheit hervortut. Flotter Arbeiter. Er füllt seine Stelle sehr gut aus. Eignet sich zur höheren Adjutantur." Vom 4. Oktober 1909 bis zum 16. Oktober 1909 wurde er zur Generalstabsübungsreise im Bereich des XVII. Armeekorps kommandiert. Zum 1. Dezember 1909 erhielt er folgenden Qualifikationsbericht von seinem Regimentskommandeur Oberst Bruno von Wühlisch: "Mittelgroß, schlank, von energischen, festem Charakter, offenen, liebenswürdigen Wesen, sehr guter Beanlagung, sehr strebsam, fleißig und durchaus zuverlässig. Guter Turner und Reiter, .... .... . Hat sich als Regimentsadjutant weiter vortrefflich bewährt und .... bei allen Gelegenheiten außergewöhnlich gutes taktisches Verständnis und hervorragenden Blick für Geländeverhältnisse. Nahm an der Korpsgeneralstabsreise XVII. Armeekorps 1909 teil und wurde vom Leitenden, Oberstleutnant von Winterfeldt folgendermaßen beurteilt: "Oberleutnant Steppuhn ist ein sehr tüchtiger, .... Offizier, der mit seinem guten taktischen Verständnis und Blick für das Gelände, .... im Abfassen von Befehlen .... . Sehr gut geeignet als Brigade-Adjutant." Auch ist sein Urteil, seinen Jahren voraus, ... und gediegen und bei .... Sinn für Kameradschaft sein Einfluß auf die jüngeren Offiziere ein sehr günstiger. Füllt seine Stelle mustergültig aus und eignet sich, seiner .... militärischen Eigenschaften wegen, ganz besonders zum Brigade-Adjutanten. .... zur bevorzugten Beförderung vorgeschlagen." Dazu ergänzte Generalmajor Paul Oldenburg als Kommandeur der 71. Infanterie-Brigade: "Mit der günstigen Beurteilung vollkommen einverstanden. Ein recht gut ...., frischer, energischer Offizier mit ganz vortrefflichen militärischen Eigenschaften. Ein absolut zuverlässiger, fleißiger und schneller Arbeiter, der sich als Regimentsadjutant fortgesetzt tadellos bewährt. Er eignet sich vorzüglich zur höheren Adjutantur. Füllt seine Stelle sehr gut aus." Dazu ergänzte Generalleutnant Vincentius de Paula von Brixen als Kommandeur der 36. Division: "Ein äußerst lustiger Regiments-Adjutant, empfehle ihn. .... zum Brigade-Adjutnanten." Dazu kam noch die Ergänzung von General der Kavallerie August von Mackensen, KG vom XVII. Armeekorps: "Zur Verwendung in der höheren Adjutantur unbedingt geeignet." Zum 1. Dezember 1910 erhielt er folgenden Qualifikationsbericht von seinem Regimentskommandeur Oberst Walter Goltz: "Mittelgroß, schlank, von energischem, festen Charakter, offenen, liebenswürdigen Wesen, sehr guter Beanlagung, sehr strebsam, fleißig und durchaus zuverlässig. Guter Turner und Reiter. Hat sich als Regimentsadjutant vortrefflich bewährt und stets gutes taktisches Verständnis bekundet. Hat an der Korps-Generalstabsreise 1909 mit sehr gutem Erfolge teilgenommen.Übt .... Einfluß auf die jüngerenKameraden aus, hat gute Formen und ist sehr taktvoll. Füllt seine Stelle mustergültig aus und eignet sich seiner herausragenden militärischen Eigenschaften wegen ganz besonders zum Brigade-Adjutanten sowie auch zur bevorzugten Beförderung." Dazu ergänzte Generalleutnant Vincentius de Paula von Brixen als Kommandeur der 36. Division: "Einverstanden! Tüchtiger Regiments-Adjutant, den ich ebenfalls besonderer .... würdig .... . Ich empfehle ihn zur vorzugsweisen Beförderung und zum Brigade-Adjutanten. Dazu kam noch die Ergänzung von General der Kavallerie August von Mackensen, KG vom XVII. Armeekorps: "Ein ...., flinker Offizier mit viel ...., von .... Dienstauffassung getragenen Anlagen, als Regiments-Adjutant allseitig sehr geschätzt. Ich empfehle ihn zum Brigade-Adjutanten und zur vorzugsweisen Beförderung." Am 31. März 1911 wurde er durch Oberleutnant Küchler als Regimentsadjutant abgelöst. Er selbst wurde jetzt als Kompanieoffizier zur 2. Kompanie seines Danziger Infanterie-Regiment Nr. 128 versetzt. Am 19. Juli 1911 wurde er zum Hauptmann befördert. Am gleichen Tag wurde er als Nachfolger von Hauptmann Eisenstecken auch zum Chef der 12. Kompanie vom Danziger Infanterie-Regiment Nr. 128 ernannt. Zum 1. Dezember 1910 erhielt er folgenden Qualifikationsbericht von seinem Regimentskommandeur Oberst Walter Goltz: "Mittelgroß, schlank, von energischem, festen Charakter, offenen, liebenswürdigen Wesen, sehr guter Beanlagung, strebsam, fleißig und durchaus zuverlässig. Guter Reiter. Hat sich als Regimentsadjutant vortrefflich bewährt und an der Korps-Generalstabsreise 1909 mit sehr gutem Erfolge Teil genommen. Taktisch gut beanlagt und mit gutem Blick für das Gelände, hat er sich in kurzer Zeit in seine neue Stellung eingelebt und sich mit den Aufgaben eines Kompaniechefs vertraut gemacht. Er hält auf stramme Zucht und Ordnung, sorgt für seine Untergebenen, ist zuverlässig, sehr tätig und füllt schon jetzt seine Stellung gut aus. Bei seinen Fähigkeiten und seinem Streben gibt er die sichere Aussicht ein vorzüglicher Kompaniechef zu werden." Dazu ergänzte Generalmajor Bruno von Wühlisch, Kommandeur der 71. Infanterie-Brigade: "Einverstanden. Ein sehr gut ...., frischer, .... Offizier mit ganz vortrefflichen militärischen Eigenschaften. Als Kompaniechef zeigt er viel .... und .... .  ..... ..... .. .. .... .... ... .... .... .. .... .... .. ...  .... . Füllt seine Stelle gut aus." Am 1. Oktober 1913 wurde er zum Chef der neuen Maschinengewehr-Kompanie seines Regiments ernannt. Zum 1. Dezember 1913 erhielt er folgenden Qualifikationsbericht von seinem Regimentskommandeur Oberst Edwin von Tresckow: "Mittelgroß, schlank, von energischem, festen Charakter, offenen, liebenswürdigen Wesen, sehr guten Formen, geistig und militärisch gut beanlagt, strebsam, fleißig und durchaus zuverlässig. Guter Reiter. Er .... .... Zucht und Ordnung in seiner Kompanie, die in allen .... ....  besitzt, zu halten. Lebt in geordneten Geldverhältnissen, ist im Kameradenkreise angesehen und füllt seine Stelle gut aus." Dazu ergänzte Generalmajor Curt Kruge, Kommandeur der 71. Infanterie-Brigade: "Einverstanden. Ein sehr  frischer, eifriger Kompaniechef mit .... ... ... . Füllt seine Stelle gut aus." Auch vor dem 1. Weltkrieg gehörte er in dieser Funktion noch zum Danziger Infanterie-Regiment Nr. 128. Mit diesem Regiment zog er dann auch als Chef der Maschinengewehr-Kompanie bei Beginn des 1. Weltkrieges am 8. August 1914 ins Feld, wo er an der Ostfront zum Einsatz kam. Am 11. September 1914 wurde er schwer verwundet. Die nächsten Monate verbrachte er im Festungslazarett Lötzen, im Festungslazarett Bromberg und im Hilfslazarett städtisches Krankenhaus Danzig. Am 11. Februar 1915 wurde er nach dem Abschluß der Behandlung zum Ersatz-Bataillon vom Danziger Infanterie-Regiment Nr. 128 versetzt. Am 3. März 1915 kam er wieder zum aktiven Regiment an die Front. Dort wurde er am 16. März 1917 mit der Führung des III. Bataillons seines Regiments beliehen. Vom 7. Oktober 1916 bis zum 1. November 1916 wurde er als stellvertretender Adjutant zum Generalkommando XVII. Armeekorps kommandiert. Danach übernahm er wieder die Führung des III. Bataillons. Vom 18. Dezember 1916 bis zum 23. Dezember 1916 wurde er zum 8. Lehrgang an die Heeresgasschule nach Berlin kommandiert. Am 18. August 1917 wurde er zum Major befördert. Als solcher wurde er als stellvertretender Regimentsführer vom 3. September 1917 bis zum 14. September 1917 zum 4. Ostpreußisches Grenadier-Regiment "König Friedrich I." Nr. 5 kommandiert. Danach übernahm er am 15. September 1917 wieder sein Bataillon. Am 7. Oktober 1917 wurde er erneut  verwundet, verblieb aber bei der Truppe. Am 17. Juni 1918 wurde ihm als Kommandeur des III. Bataillons seines Regiments im Rahmen der 36. Infanteriedivision der Pour le merité verliehen. Vom 22. Juni 1918 bis zum 10. Juli 1918 wurde er als stellvertretender Regimentsführer vom Danziger Infanterie-Regiment Nr. 128 eingesetzt. Nach zehn Tagen als Bataillonsführer übernahm er erneut die stellvertretende Führung seines Regiments. Ihm wurden im Ersten Weltkrieg auch noch das Ritterkreuz mit Schwertern des Königlichen Hausordens von Hohenzollern, das Hanseatenkreuz und beide Eisernen Kreuze verliehen. Nach dem Kriegsende wurde er im Sommer 1919 als Bataillonskommandeur beim Freiwilligen Danziger Infanterie-Regiment 128 verwendet. Noch im Jahr 1919 wurde er als Major in das vorläufige Reichsheer übernommen. Am 22. April 1920 starb sein Vater in Zoppot. Im Frühjahr 1920 gehörte er beim 200.000 Mann-Übergangsheer zum Reichswehr-Infanterie-Regiment 102. Bei der Bildung des 100.000 Mann-Heeres der Reichswehr kam er dann zum 4. (Preuß.) Infanterie-Regiment. Am 18. Mai 1921 hat er die fünfzehn Jahre jüngere Marie-Louisa Leiswitz, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Franz Theodor Leisewitz und dessen Ehefrau Julie Ottilie Helene Leisewitz, geborene Brouwer, in Detmold geheiratet. Am 20. Juli 1921 erhielt er anläßlich seiner Teilnahme an der Übungsreise in der bayerischen Oberpfalz vom 3. Juli 1921 bis zum 16. Juli 1921 folgende Beurteilung von Oberst Adolf Hergott, Chef der Ausbildungsabteilung im Reichswehrministerium bei der Heeresleitung: "Frisch, offen, entschluß- und willenskräftig, klar sicher, mit hervortretender Befähigung zur Erziehung und Belehrung jüngerer Offiziere, mit sehr guten taktischen Kenntnissen und gereiftem Blick auch für größere Verhältnisse. Vortrefflicher Offizier. Geeignet zur Verwendung im Generalstab." 1921 wurde er in den Stab vom Infanterieführer I nach Allenstein versetzt. Am 5. März 1922 wurde seine Tochter Gisela Steppuhn in Allenstein geboren. Am 1. Oktober 1922 wurde er in den Generalstab vom Gruppenkommando 1 nach Berlin versetzt.  Am 5. Februar 1923 wurde er zum Oberstleutnant befördert. Das Rangdienstalter wurde dabei auf den 15. November 1922 festgelegt. Auch im Frühjahr 1924 und 1925 wurde er beim Generalstab vom Gruppenkommando 1 in Berlin eingesetzt. Am 6. August 1925 wurde seine Tochter Renate Steppuhn in Berlin geboren. Anfang 1926 wurde er als Nachfolger von Oberstleutnant Eberhard von Livonius zum Chef des Stabes der 3. Kavallerie-Division in Weimar ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1927 zum Oberst befördert. Am 9. Februar 1927 wurde sein Sohn Albrecht Steppuhn in Weimar geboren. Am 8. Oktober 1928 wurde er als Nachfolger von Oberst Hugo von Wenz zu Niederlahnstein zum Kommandeur vom 20. (Bayer.) Infanterie-Regiment in Regensburg ernannt. Am 30. Juni 1929 gab er sein Kommando an Oberst Friedrich Ritter von Kieffer ab. Er wurde dafür am 1. Juli 1929 als Nachfolger von Generalleutnant Hans Freiherr Seutter von Lötzen zum Infanterieführer VII in München ernannt. Als solcher wurde er am 1. Februar 1930 zum Generalmajor befördert. Am 2. September 1930 wurde sein Sohn Götz Steppuhn in München geboren. Am 31. Januar 1931 gab er sein Kommando an Oberst Hans von Hößlin ab. An diesem Tag wurde er auch aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Dabei wurden ihm die Charakter eines Generalleutnant verliehen. Bei der Mobilmachung zum 2. Weltkrieg wurde er wieder aktiviert. Er wurde dabei am 26. August 1939 zum Kommandierenden General des Stellvertretenden Generalkommando XII. Armeekorps in Wiesbaden ernannt. Damit wurde er jetzt auch zum Befehlshaber vom Wehrkreis XII ernannt. Am 27. August 1939 wurden ihm als so genannten Tannenberg-General die Charakter als General der Infanterie verliehen. Am 1. Dezember 1940 wurde er dann zum General der Infanterie z.V. befördert. Am 22. April 1943 wurde er mit Wirkung vom 1. Mai 1943 in die Führerreserve OKH versetzt. Seinen Dienst regelte dort der Chef Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres. Am 1. Mai 1943 gab er sein Kommando an den Nachfolger General der Infanterie Walther Schroth ab. Am 16. Juni 1943 wurde ihm für seine vorherige Tätigkeit noch das Deutsches Kreuz in Silber verliehen. Am 16. Juni 1943 wurde ihm die Auszeichnung mit vorläufigen Besitzzeugnis durch Generaloberst Fromm, Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres persönlich mit einem Abschiedsbrief des Führers überreicht. Am 26. Juni 1943 wurde seine Mobilmachungsverwendung mit Wirkung vom 30. Juni 1943 aufgehoben. Am 30. Juli 1943 wurde seine z.V. Stellung mit Wirkung vom 31. August 1943 aufgehoben. Am 11. August 1943 wurde Stellvertretenden Generalkommando XII. Armeekorps vom Heeres-Personalamt informiert, dass die Aufhebung seiner Mobilmachungsverwendung nicht mit dem 30. Juni 1943 sondern mit dem 15. Juli 1943 wirksam wurde und er davon in Kenntnis zu setzen sei. Bei der Besetzung Deutschlands im Jahr 1945 wurde er von den Besatzungsmächten nicht interniert oder in Gefangenschaft genommen. Er starb zehn Jahre nach Kriegsende in Wiesbaden am Herzschlag. Er wurde auf dem Friedhof Sonnenberg in Wiesbaden beerdigt. Seine Grabstelle ist das Grab 124 im Feld A 15. Seine Frau überlebte ihn um siebzehn Jahre.