Hitter, Alfons Clemens

 

* 4. Juni 1892, Hochstatt, Kreis Altkirch / Elsaß

† 11. März 1968, Bonn

 

 

Alfons Hitter war der Sohn des Betriebsleiters der Manufaktur Hübner in Moskau, Alois Hitter, und dessen Ehefrau Elisabeth, geborene Kladen. Er trat nach seinem Abitur am Humanistischen Gymnasium Zillisheim am 1. Oktober 1911 als Einjährig Freiwilliger in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum Badisches Fußartillerie-Regiment Nr. 14 in Straßburg. Bei diesem wurde er am 22. Oktober 1911 vereidigt. Am 1. April 1912 wurde er zum Gefreiten befördert. Am 1. August 1912 wurde er zum Unteroffizier befördert. Vom 1. Oktober 1912 bis zum 26. November 1912 nahm er im Anschluß an das Einjährigen-Jahr an einer Übung A teil. Danach wurde er am 26. November 1912 zur Reserve entlassen.

Er absolvierte von 1911 bis 1914 auch ein Studium der Geschichte, Nationalökonomie und der Philosophie in Straßburg und München. Er wurde dadurch auch als Lehramtskandidat bezeichnet. Bei der Mobilmachung für den 1. Weltkrieg kam er am 2. August 1914 zur 6. Batterie vom Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 10. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse wurde ihm am 2. September 1914 verliehen. Am 27. Januar 1915 wurde er zum Vizefeldwebel befördert. Bereits am 16. März 1915 wurde er zum Leutnant der Reserve befördert. Vom 5. Juli 1915 bis zum 2. August 1915 wurde er zum Schießschulkursus nach Jüterbog kommandiert. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse wurde ihm am 5. Februar 1916 für seine Unerschrockenheit und artilleristische Erfolge vom Kommandierenden General vom XIV. Reservekorps, Generalleutnant Hermann von Stein, verliehen. Vom 26. Juni 1916 bis zum 6. August 1916 war er zum Ausbildungskursus nach Jüterbog kommandiert. Vom 5. August 1916 bis zum 14. Oktober 1916 wurde er als stellvertretender Batterieführer der 6. Batterie vom Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 10 verwendet. Vom 5. November 1916 bis zum 17. Februar 1917 wurde er als Ordonanzoffizier zum Artillerie-Kommando-Stab des III. Bataillons vom Niedersächsisches Fußartillerie-Regiment Nr. 10 versetzt. Während dieser Zeit wurde er vom 16. November 1916 bis zum 25. November 1916 zur Führung der 8. Batterie zum Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 10 kommandiert und gleichzeitig als Führer der Gruppe Süd der 52. Reservedivision verwendet. Vom 18. Februar 1917 bis zum 5. Juli 1917 wurde er wieder als Führer der 8. Batterie vom Reserve-Fußartillerie-Regiment Nr. 10 verwendet. Während dieser Zeit wurde er vom 16. Juni 1917 bis zum 3. Juli 1917 mit seiner Batterie zum Stabsoffizier-Kursus beim österreichischen Heeres-Front-Kommando Ost kommandiert. Am 22. Oktober 1917 wurde er mit Wirkung vom 1. November 1917 zum Fußartillerie-Ersatz-Bataillon 22 nach Lötzen in Ostpreußen zwecks Erholung kommandiert. Dort wurde er als Führer des 1. Rekruten-Depots verwendet. Vom 12. Januar 1918 bis zum 17. Januar 1917 wurde er als Hilfslehrer zum Nahkampfmittel-Kursus (Handgranaten) nach Lyck kommandiert. Vom 17. Januar 1918 bis zum 26. Januar 1918 wurde er als Leiter zum Nahkampfmittel-Kursus nach Lyck kommandiert. Am 13. Februar 1918 wurde er zum Schießplatz Longnyon versetzt, zwecks besonderer Verwendung bei der Feldartillerie. Ab dem 15. Februr 1918 führte er deshalb die Feldartillerie-Batterie 819, welche mit Fußartillerie-Gerät ausgestattet war. Nach der am 5. Mai 1918 erfolgten Auflösung der Feldartillerie-Batterie 819 z.b.V. des Kriegsministeriums wurde er bei der Feldartillerie-Ersatz-Abteilung 4 in Gravenbrackel und bei er Fußartillerie-Ersatz-Abteilung 2 in Maubeuge eingesetzt. Am 22. Juni 1918 wurde er als Führer der 1. Kompanie zum Fußartillerie-Battaillon 23 veretzt. Ab dem 26. Juli 1918 wurde er als Führer der 1. Kompanie vom Fußartillerie-Battaillon 80 versetzt. Ab dem 11. November 1918 befand er sich nach dem Waffenstillstand auf dem Rückmarsch mit der Batterie nach Bensheim südlich von Darmstadt. Am 27. Dezember 1918 wurde er aus der Armee nach Straßburg im Elsaß entlassen.

Er war danach mit Gleichgesinnten im Elsaß politisch tätig. Sie wollten durch die Wahlen im Herbst 1919 Elsaß-Lothringen neutral machen. Seine Bewegung wurde aber unterdrückt und er selbst verhaftet. Er befand sich 9 Monate in Untersuchungshaft. Er wurde dann im Mai 1921 vor Gericht von der Anklage eines Komplotts gegen die Sicherheit des Staates freigesprochen. Er befand sich danach ständig unter geheimer französischer Polizeiaufsicht. Erst im Oktober 1921 gelang es ihm Reisepässe zu beschaffen und nach Deutschland zurückzukehren. Am 17. Mai 1922 wurde er durch Verfügung des Personalamts vom Reichswehrministerium (RMW) vom 15. Mai 1922 mit Wirkung vom 1. Juni 1922 als Leutnant, unter Vorbehalt seines Rang- und Besoldungsdienstalters, im 100.000 Mann-Heer der Reichswehr angestellt. Er wurde bei der 7. Batterie vom 6. (Preußisches) Artillerie-Regiment in Wolfenbüttel angestellt. Am 9. November 1922 hat er ein Rangdienstalter als Leutnant vom 1. April 1914 (51a) erhalten. Am 20. August 1923 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1923 zur Artillerieschule nach Jüterbog kommandiert. An diesem 1. Oktober 1923 (12) wurde er zum Oberleutnant befördert. Am 27. August 1924 hat er das Deutsche Turn- und Sportabzeichen in Silber erhalten. Am 30. August 1924 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1924 zur III. Abteilung vom 3. (Preußisches) Artillerie-Regiment nach Jüterbog versetzt. Dort wurde er als Batterieoffizier in der 8. Batterie verwendet. Vom 22. März 1925 bis zum 27. März 1925 absolvierte er seine Wehrkreisprüfung. Am 26. September 1925 erhielt er die Erlaubnis zur Verheiratung. Vom 9. Mai 1926 bis zum 19. Mai 1926 war er Teilnehmer an der Übungsreise vom Wehrkreis III. Am 25. Mai 1926 heiratete er die über dreizehn Jahre jüngere Charlotte Korb, Tochter des Großkaufmanns Korb, in Aue. 1926/27 wurde er als Batterieoffizier in die 9. Batterie vom 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment ebenfalls in Jüterbog versetzt. Er wurde ab dem 1. Oktober 1927 als Nachfolger von Oberleutnant von der Burg dem Kommandostab der Artillerieschule in Jüterbog zur Bearbeitung der Abwehr-, Sport- und Arbeiterangelegenheit, der aufzustellenden Kalender und zur Verwaltung der im Standort liegenden Bestände zur Verfügung gestellt. Die gleiche Funktion übte er auch fpr die III. Abteilung seines Regiments am gleichen Standort weiterhin aus. Am 1. Mai 1928 wurde er zum Hauptmann befördert. Sein Rangdienstalter wurde dabei auf den 1. Januar 1927 (5) festgelegt. Danach gehörte er wieder zur 8. Batterie seines Regiments. Vom 31. Mai 1928 bis zum 15. Juni 1928 nahm er an der Übungsreise Weser der Heeres-Ausbildungs-Abteilung (T4) vom Truppenamt (TA) teil. Am 23. Juli 1928 erhielt er den Militär-Kraftfahrzeg-Führerschein der Klasse 1. Nur vier Tage später erhielt er auch den Militär-Kraftfahrzeg-Führerschein der Klasse 2. Am 10. September 1928 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1928 in die 4. Batterie vom 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment nach Frankfurt an der Oder versetzt. Am 11. September 1928 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1928 zum Stab der 3. Division der Reichswehr kommandiert. Bei dieser Kommandierung handelte es sich um ein Versetzungskommando. Er absolvierte ab dem 1. Oktober 1928 beim Stab der 3. Division seine zweijährige Führergehilfenausbildung. Vom 1. Juni 1929 bis zum 31. Juli 1929 wurde er während der Ausbildung zum II. (Jäger-) Bataillon vom 4. (Preußisches) Infanterie-Regiment nach Kolberg kommandiert. Daran anschließend vom 1. August 1929 bis zum 25. September 1929 wurde er während der Ausbildung zur 4. Nachrichten-Abteilung nach Dresden kommandiert. Am 15. Mai 1930 wurde er vom 15. Juni 1930 bis Ende September 1930 als Waffenkommando zur 2. Kompanie der 2. (Preuß.) Kraftfahr-Abteilung nach Schwerin kommandiert. Am 14. Juli 1930 erhielt er den Militär-Kraftfahrzeg-Führerschein der Klasse 3b. Am 23. August 1930 erhielt er den Militär-Kraftfahrzeg-Führerschein der Klasse V. Am 12. September 1930 wurde er mit Wirkung vom 1. Oktober 1930 als Hauptmann vom 3. (Preuß.) Artillerie-Regiment zum 5. Artillerie-Regiment versetzt. Dort wurde er als Hauptmann beim Stab der I. Abteilung in Fulda eingesetzt. Am 1. Oktober 1931 wurde er als Nachfolger von Hauptmann Rudolf Henrici zum Chef der 1. (Hess.) Batterie vom 5. Artillerie-Regiment in Fulda ernannt. Vom 2. Oktober 1931 bis zum 29. Oktober 1931 wurde er zum Schießlehrgang für Artillerie-Offiziere nach Jüterbog kommandiert. Am 2. August 1934 wurde er auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler neu vereidigt. Am 1. September 1934 (22) wurde er zum Major befördert. Als solcher wurde er bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur der IV. Abteilung vom Artillerie-Regiment Münster ernannt. Bei der Enttarnung der Einheiten wurde er am 15. Oktober 1935 zum Kommandeur der I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 52 ernannt. Knapp ein Jahr später wurde er am 6. Oktober 1936 zum Kommandeur der I. Abteilung vom Artillerie-Regiment 62 ernannt. Am 16. März 1937 folgte mit Wirkung vom 1. März 1937 (46) die Beförderung zum Oberstleutnant. Am 4. Juli 1937 starb sein Vater. Bereits Anfang August 1939 wurde er zum Kommandeur vom neu aufzustellenden Regimentsstab Artillerie-Regiment 613 ernannt. Bei Kriegsbeginn blieb er weiter Kommandeur des Artillerie-Regiments z.b.V. 613, wo er am 29. Februar 1940 mit Wirkung vom 1. März 1940 (12) auch zum Oberst befördert wurde. Am 7. Dezember 1940 wurde er mit Wirkung vom 1. Dezember 1940 zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment 178 ernannt. Dieser Stab musste neu aufgestellt werden. Zur neuen Dienststelle wurde er bereits am 20. November 1940 kommandiert. Am 10. Februar 1941 erhielt er folgende Beurteilung von Generalleutnant Curt Gallenkamp, Kdr. der 78. Infanterie-Division: "Gereifte, kluge Persönlichkeit mit einwandfreiem Charakter. Guter Kamerad. Hat seit Anfang Dezember sein Regiment fest in die Hand und auf die Ausbildung sehr klaren Einfluss genommen. Kommandierender General XXXIII. Armeekorps urteilt über sein Verhalten im Feldzug im Westen: "Beim Kampf zwischen Saar und Mosel ausgezeichnet bewährt." In der Führng artilleristische Verbände gut bewandert. Hat guten praktischen Blick. Organisatorisch veranlagt. Besondere Fürsorge für Untergebene. Bewertung: Füllt gut aus. Empfehlung: Artilleriekommandeur." Dazu ergänzte General der Infanterie Hans von Obstfelder, KG vom XXIX. Armeekorps: "Einverstanden." Im Verband der 78. Infanterie-Division führte er zum Sommerbeginn 1941 sein Regiment in den Ostfeldzug. Am 4. August 1941 wurde er wegen einer Tapferkeitstat vom 27. Juni 1941 bei Blagowitschi zum Ritterkreuz eingereicht, was aber abgelehnt wurde. Am 29. August 1941 erhielt er folgende Beurteilung von Generalleutnant Curt Gallenkamp, Kdr. der 78. Infanterie-Division: "Hat sein Regiment während des gesamten Osteinsatzes klar und bestimmt geführt und hat bei mehrfachen Gelegenheiten, insbesondere bei Blagowitschi, hervorragende persönliche Tapferkeit gezeigt. Sein artilleristisches Können sichert den überlegten Einsatz und zielsichere Führung der ihm unterstellten Artillerie die überall die volle Unterstützung der Infaterie gewährleisten konnte. Mit Rücksicht auf seine Leistungen und einen nicht berücksichtigten Vorschlag zum Ritterkreuz für persönliche Tapferkeit, wird als Ausgleich Vorpatentierung vorgeschlagen. Bewertung: Füllt sehr gut aus. Empfehlung: Artillerie-Kommandeur." Am 21. September 1941 erhielt er folgende Beurteilung von Generalleutnant Curt Gallenkamp, Kdr. der 78. Infanterie-Division: "Im Jenjabogen in der Führung und Leitung starker Artillerie in der Abwehr vorzüglich bewährt." Mit seinem Regiment zeichnete er sich besonders während der Schlacht im Jelnja-Bogen und um Wjasma erneut besonders aus, so daß er am 14. Dezember 1941 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Vom 14. November 1941 bis zum 16. Dezember 1941 wurde er auch als stellvertretender Führer der 78. Infanterie-Division verwendet. Am 17. Dezember 1941 wurde sein Rangdienstalter als Oberst auf den 1. Februar 1940 (4a) verbessert. Der Antrag dazu wurde am 19. September 1941 von seinem Divisionskommandeur, Generalleutnant Curt Gallenkamp, gestellt. Zwischen dem 17. Dezember 1941 und dem 10. Februar 1941 wurde er auch als stellvertrender Artillerie-Kommandeur beim IX. Armeekorps eingesetzt. Am 16. März 1942 wurde er mit Wirkung vom 1. Februar 1942 zum Artillerie-Kommandeur 112 (Arko 112) ernannt. Am 10. Februar 1942 erhielt er folgende Beurteilung von Generalmajor Paul Völckers, Kdr. der 78. Infanterie-Division: "Weiterhin glänzend bewährt. Führte die Division mit Erfolg beim Angriff auf Moskau. Vorzüglich bewährter Artillerie-Regimentskommandeur mit überlegenem artilleristischen Können. Empfehlung: Divisionskommandeur." Dazu ergänzte am 15. Februar 1942 General der Infanterie Hans Schmidt, KG vom IX. Armeekorps: "Hat sich auch in der kurzen Zeit, in der er unter meinem Befehl stand, voll bewährt. Zum Divisionskommandeur geeignet." Die Funktion als Arko 112 übte er vom 13. Februar 1942 bis zum 25. Februar 1942 aus. Am 27. Februar 1942 wurde er mit Wirkung vom 14. Februar 1942 in die Führerreserve OKH versetzt. Er litt damals an einer schweren Mandelentzündung und hatte Kiefer- und Zahnprobleme. Am 15. Mai 1942 wurde ihm mit Wirkung vom 27. März 1942 Bonn als Heimatstandort zugewiesen. Er wohnte dort danach privat in der Schaumburg-Lippe-Straße 6 in Bonn und hatte die Telefonnummer 2616. Am 21. Mai 1942 wurde er mit Wirkung vom 3. Mai 1942 mit der Führung der 206. Infanterie-Division im Mittelabschnitt der Ostfront beauftragt. Diese führte er in den nächsten Monaten an der Tudowka und bei Rshew. Am 15. Juli 1942 erhielt er folgende Beurteilung von Generalmajor Walter Weiß, stellv. Führer vom XXVII. Armeekorps: "Unterstand mir nur kurze Zeit. Sehr umsichtig und tatkräftig. Zum Divisionskommandeur geeignet." An diesem 15. Juli 1942 wurde er mit Wirkung vom 1. August 1942 (18) zum Generalmajor befördert. Am 12. August 1942 wurde er mit Wirkung vom 1. August 1942 auch zum Kommandeur der 206. Infanterie-Division ernannt. Ab Ende August 1942 sah sich seine Division an der Tudowka schwerster sowjetischer Angriffe ausgesetzt. Am 14. Oktober 1942 erhielt er folgende Beurteilung von General der Infanterie Bruno Bieler, KG vom VI. Armeekorps: "Zuverlässig in Leistung und Können. Führte seine Division in weitgespanntem Stellungsabschnitt fest, aktiv und erfolgreich. Zum Divisionskommandeur geeignet." Im Winter 1942 wurde er am 29. Dezember 1942 vom XXIII. Armeekorps zur Verleihung vom Eichenlaub vorgeschlagen. Am 4. Januar 1943 reichte General der Infanterie Carl Hilpert, KG vom XXIII. Armeekorps einen Vorschlag zur vorzugsweisen Beförderung bei Bewährung ein. Am 11. Januar 1943 erhielt er folgende Beurteilung von General der Infanterie Carl Hilpert, KG vom XXIII. Armeekorps: "Ruhige, klar urteilende und fest führende Persönlichkeit, deren Wert durch umfassende allgemeine Bildung und Auslandskenntnisse (Russland vor dem Weltkrieg) erhöht wird. Taktisch gut beanlagt, besitzt gründliche Kenntnisse in der Truppenführung. Hat sich in schwierigen Lagen, insbesondere in den harten Abwehrkämpfen seit dem 25. November 1942 hervorragend bewährt. Zeigt im Stellungskrieg Aktivität, Umsicht und bemerkenswerte Organisationsgabe. Im Großkampf Ruhe und Besonnenheit und geschickte Hand in der Improvisation. Bewertung: Über Durchschnitt. Empfehlung: Zum Kommandierenden General eines Armeekorps geeignet." Am 1. März 1943 erhielt er folgende Beurteilung von Generalleutnant Johannes Frießner KG vom XXIII. Armeekorps: "Ruhige, klar urteilende und fest führende Persönlichkeit, besonders in kritischen Lagen. Zeigt Aktivität und Umsicht. Bemerkenswerte Organisationsgabe. Beherrscht und vertritt nationalsozialistisches Gedankengut. Füllt seine Stelle in jeder Beziehung sehr gut aus. Optimist - krisenhart - körperlich widerstandsfähig. Bewertung: Über Durchschnitt. Empfehlung: Zum Kommandierenden General eines Armeekorps geeignet." Am 23. März 1943 ergänzte dazu Generalfeldmarschall Günther von Kluge, OB der Heeresgruppe Mitte: "Kommandierender General erst nach weiterer Bewährung. Zur Zeit besser als Divisionskommandeur weiter verwendet." Seine Beförderung zum Generalleutnant folgte am 10. März 1943 mit Wirkung vom 1. März 1943 (9). An diesem 10. März 1943 ergänzte Generaloberst Walter Model, OB der 9. Armee, folgendes zur letzten Beurteilung: "Einverstanden. Voll bewährter Divisionskommandeur. Zum Kommandierenden General geeignet." Für die Abwehrleistungen seiner Division wurde er am 15. Dezember 1943 mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 11. Februar 1944 wurde er erneut namentlich im Wehrmachtsbericht genannt: "Im mittleren Frontabschnitt hat sich die unter dem Befehl des Generals der Infanterie Jordan kämpfende niedersächsische 131. Infanteriedivision unter Generalleutnant Hitter besonders ausgezeichnet." Am 1. März 1944 erhielt er folgende Beurteilung von General der Infanterie Hans Jordan, KG vom VI. Armeekorps: "Gediegene, nornehme Persönlichkeit, überzeugter Nationalsozialist; vor dem Feinde bewährt. Ausgezeichneter Divisionskommandeur, der gutes taktisches Können mit Umsicht und Tatkraft verbindet. Guter Organisator; warmherziger, fürsorglicher Truppenführer. Krisenfest; klares Urteil; vortreffliches artilleristisches Können; osterfahren. Bewertung: Über Durchschnitt (Überragend). Empfehlung: Kommandierender General eines Armeekorps." Dazu ergänzte am 15. März 1944 Generaloberst Georg-Hans Reinhardt, OB der 3. Panzerarmee: "Sehr guter Divisionskommandeur, ebenso umsichtig und tatkräftig in der Kampfführung wie vielbewundert und selbsttätig in der Fürsorge für seine Soldaten. Zum Kommandierenden General geeignet." Am 4. April 1944 wurde er vom VI. Armeekorps erneut zur Verleihung vom Eichenlaub vorgschlagen. In der Begründung waren mehrere Taten nach der Verleihung des Deutschen Kreuzes aufgeführt. Zur letzten Beurteilung ergänzte am 15. April 1944 Generalfeldmarschall Ernst Busch, OB der Heeresgruppe Mitte: "Einverstanden." Vom 24. April 1944 bis zum 28. Mai 1944 erhielt er Urlaub. Am 4. Juni 1944 folgte die Verleihung des Eichenlaubs zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Am 28. Juni 1944 geriet er nach der Einnahme von Witebsk durch die Rote Armee in Gefangenschaft, aus der er im Oktober 1955 entlassen wurde.

 

Ritterkreuz (14. Dezember 1941) Eichenlaub (4. Juni 1944)

 

Literatur und Quellen:
Krug, Ottomar Deutsche Generale 1918-1945, Bundesarchiv Freiburg, Signatur MSG 109/10853
Stellenbesetzung im Reichsheer 1. Oktober 1921, Biblio-Verlag 1968
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1923, Berlin, Mittler und Sohn 1923
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. April 1924, Berlin, Mittler und Sohn 1924
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1925, Berlin, Mittler und Sohn 1925
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1926, Berlin, Mittler und Sohn 1926
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1927, Berlin, Mittler und Sohn 1927
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1928, Berlin, Mittler und Sohn 1928
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1929, Berlin, Mittler und Sohn 1929
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1930, Berlin, Mittler und Sohn 1930
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1931, Berlin, Mittler und Sohn 1931
Rangliste des Deutschen Reichsheeres. Nach dem Stande vom 1. Mai 1932, Berlin, Mittler und Sohn 1932
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. Mai 1933
Stellenbesetzung des Deutschen Reichsheeres nach dem Stand vom 1. April 1934
Stellenbesetzung Reichsheer 1. Oktober 1934
Stellenbesetzung Reichsheer 15. Oktober 1935
Stellenbesetzung Wehrmacht 6. Oktober 1936
Stellenbesetzung des Heeres mit Stand vom 12. Oktober 1937
Stellenbesetzung des Heeres 1938
Podzun, H. H. (Hg.): Das Deutsche Heer 1939. Gliederung, Standorte, Stellenbesetzung und Verzeichnis sämtlicher Offiziere am 3. Januar 1939, Bad Nauheim, Podzun 1953
Wolfgang Keilig: Rangliste des deutschen Heeres 1944/1945, Podzun-Verlag 1955 
Wolfgang Keilig: Die Generale des Heeres und die Sanitätsoffiziere im Generalsrang, Podzun-Verlag 1983
Gerhard von Seemen: Die Ritterkreuzträger 1939-1945, Podzun-Verlag, Friedberg 1976
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 4 Bände, Bad Friedrichshall, 1996 / 1997
Peter Stockert: Die Eichenlaubträger 1940 - 1945, 9 Bände, 4. überarbeitete Auflage, Bad Friedrichshall 2010 / 2011
Dermont Bradley, Karl-Friedrich Hildebrand: Die Generale des Heeres 1921-1945 Band 5: Von Haack - Hitzfeld, Biblio-Verlag 1999
Horst Scheibert: Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold und Silber, 2 Bände, Verlag Podzun-Pallas, 1983 und 1990
Pers 6/629
Pers 6/299869